Abfallvermeidung durch Linux und langlebige Computer

Screenshot vimeo.com

Abfälle vermeiden schont Ressourcen und schützt Mensch und Umwelt. Es ist daher vorrangiges Ziel der Abfallwirtschaft. Am 31. Juli 2013 verabschiedete das Bundeskabinett das Abfallvermeidungsprogramm des Bundes unter Beteiligung der Länder.” Dies ist beim Umweltbundesamt so zu lesen. Nur irgendwie bekommt man den Eindruck, dass die Behörden selbst, keineswegs als leuchtendes Beispiel voran gehen und versuchen Abfälle zu vermeiden, sondern vielmehr scheint es so zu sein, dass das “Abfallvermeidungsprogramm” für sie keine Geltung zu haben scheint.

>>EasyLinux 02/18-04/18<<

“In der Wegwerfgesellschaft landen etliche funkionstüchtige Geräte auf dem Müll, weil sie aktuellen Standards nicht – mehr genügen: Der 55-Zoll-Fernseher kann kein 3-D, vom Scanner gibt es ein Nachfolgemodell mit doppelseitiger Scanfunktion, und der PC von vor drei Jahren ist zu langsam, um Windows 10 oder Linux mit KDE 5 gescheit auszuführen. Wenn Sie Geräte benötigen, die auf dem Stand der Technik sind, führt am Neukauf kein Weg vorbei – aber die Vorgänger müssen Sie deswegen nicht gleich entsorgen: Gerade für Computer, die noch funktionieren, gibt es etliche Einsatzgebiete, für die sie noch weiter geeignet sind: Wer gerne Arcade-GameKlassiker spielt, dem reicht eine langsame Maschine; zum Nachschlagen von Informationen via Google und Wikipedia tut es auch ein Rechner älteren Baujahrs, und einen schnellen Brief an die Verwaltung können Sie auch mit einer alten Version des Officepakets schreiben. Dazu kommen noch Einsatzgebiete als Datei- und Druckserver, die eher nach einer großen Festplatte als einem schnellen Prozessor verlangen. Linux bietet hier den Vorteil, dass es Treiber für alte und neue Hardware enthält – ob eine Linux-Installation flüssig arbeitet, liegt weniger am Alter der Kernel-Version als an der Auswahl des Desktops und der Anwendungen: Ein KDE 5, auf dem Sie alle Oberflächeneffekte, Animationen usw. aktivieren und dann diverse große Anwendungen starten, braucht eben mehr Rechenleistung als eine schlankere Oberfläche. In der Windows-Welt ist das schwieriger: Die alte Maschine, die mit Windows XP noch gut lief, wird mit Windows 8 oder 10 vermutlich träge sein, noch bevor Sie die erste Anwendung aufgerufen haben.”

 

>>CRN<<

“Im verschärften Wettbewerbsdruck des globalen PC-Geschäfts können immer weniger Hersteller mithalten. Namhafte Anbieter wie Sony und Samsung haben sich längst zurückgezogen. Fujitsu versucht, sein PC-Geschäft in einem Joint Venture mit Lenovo über die Runden zu retten und auch Toshiba soll nach einem Käufer für seine Notebooksparte Ausschau halten. Mittelfristig würden nur noch zwei oder drei dominierende Player den Markt unter sich aufteilen, prognostizieren Marktkenner. Trotzdem gibt es nationale Anbieter, die sich in diesem umkämpften Markt behaupten können. Dass es dabei nicht immer auf den niedrigsten Preis ankommt, beweist der Schweizer Hersteller Prime Computer. Das erst 2013 gegründete Unternehmen setzt auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Gründer Josip Sunic wollte kompakte und robuste Desktop-PCs bauen, die energiesparend und trotzdem leistungsfähig wären. Außerdem setzte er sich zum Ziel, sowohl den Energieverbrauch für den Betrieb der Rechner als auch die aufgewendete graue Energie für Herstellung, Transport und Entsorgung stark zu senken.”

 

>>Linux Magazin<<

“Laut den Plänen der Kommissarin für Technologie und digitale Innovation im Rathaus, Francesca Bria, will Barcelona zunächst zahlreiche Programme durch freie Alternativen ersetzen. Anstelle des Internet Explorer soll Firefox zum Einsatz kommen. Im Office könnte Open Office seinen Dienst tun. E-Mails könnten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung künftig vom Open-Xchange-Server erhalten, wenn Barcelona Microsofts Exchange Server ausrangiert. Windows bleibt zunächst die Betriebssystem-Basis der Stadtverwaltung, soll aber künftig womöglich Linux und Ubuntu weichen. Letzteres läuft bereits testweise auf rund 1000 Systemen im Rathaus von Barcelona. Man wolle weg von Microsoft und die lokalen Unternehmen stärker fördern, erklärt Bria gegenüber El País. In Sachen Digitalisierung der Verwaltung orientiere sich Barcelona dabei an der italienischen Region Piemont, Australien und Finnlands Hauptstadt Helsinki.”

Natürlich sind auch kleine Computer-Hersteller  in der Lage, eigenständig Geräte zu entwickeln und zu bauen, deren Fokus auf Langlebigkeit gerichtet ist. Ähnliches gilt auch für Software: Für Linux gibt es bereits zahlreiche Programme und das Betriebssystem kann – im Gegensatz zu Windows – verhältnismäßig einfach geändert werden.

 

Share on LinkedInShare on XingShare on TumblrPrint this pageEmail this to someonePin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on VK

Andere interessante Beiträge

Loading...
Scroll Up