Abschussfreigabe für Wölfe: „Wir müssen jetzt handeln“

Screenshot boardgamegeek.com

Seit der Wolf in der Lausitz angesiedelt wurde, hat er sich für Landwirte und Tierzüchter zum existenzbedrohenden Ärgernis entwickelt. Die Kosten für Schutzmaßnahme um Nutztiere abzusichern, ökonomische Schäden durch Wolfsrisse sind kaum noch seriös ermittelbar und außerdem kommt der vermeintlich scheue Wolf den Menschen in bewohnten Gebiet immer näher. Risse von Nutztieren fanden schon vor vielen Jahren mitten Dörfern statt, unbeliebte Tatsachen über die man geflissentlich hinweg sieht. Reichlich spät entdeckt nun endlich die Politik das Problem.

>>Tag24<<

„Was für ein fürchterlicher Anblick für den Besitzer! Es muss ein heilloses Chaos gewesen sein, als die Wölfe sich im Schutze der Nacht den Schafen näherten. Angetrieben durch Hunger und angestachelt durch die nackte Angst der Schafe begann eine tödliche Jagd. Ein Züchter in Cunnewitz bei Kamenz hat am Dienstagvormittag elf tote und vier verwundete Tiere auf der Wiese hinter seinem Hof gefunden. Von zwei weiteren Schafe fehle jede Spur, sie werden vermisst. Sofort fiel der Verdacht auf Wölfe. „Es handelt sich definitiv um einen Wolfsriss“, bestätigte ein Sprecher am Donnerstag. Gutachter hätten sich vor Ort ein Bild des Ausmaßes gemacht. Die Koppel war allen Regeln und Vorgaben entsprechend eingezäunt, die Herde also offiziell „gesichert“, berichtet die Sächsische Zeitung. Trotzdem gelang es den Wölfen, in die Koppel einzudringen. Dabei sei die Herde durch einen Elektrozaun ausreichend geschützt gewesen. Experten nennen diese Dimension „Overkill“. Nämlich dann, wenn der oder die Wölfe weit mehr Tiere töten, als sie überhaupt fressen können. In Cunnewitz steigt nun die Angst vor dem Wolf. Dort sollen innerhalb von zwei Monaten 40 Schafe von Wölfen getötet worden sein – in einem Umkreis von nur 20 Kilometern. Auch die Statistik ist alarmierend. Laut den offiziellen Zahlen für die Wolfsregion wurden in diesem Jahr bisher 42 Fälle von getöteten Schafen im Freistaat gezählt.“

Screenshot haz.de

 

Screenshot maz-online.de

 

Screenshot focus.de

>>Spiegel<<

„In Sachsen darf erstmals ein Wolf geschossen werden. Der knapp zweijährige Rüde habe sich im Landkreis Görlitz zuletzt auffällig verhalten, gab das Umweltministerium in Dresden bekannt. Das Tier sei in den vergangenen Monaten immer wieder in Siedlungsgebieten aufgetaucht und habe nach Futter gesucht. … „Wegen des auffälligen Verhaltens des Wolfes besteht die Gefahr einer weiteren Eskalation. Die Sicherheit von Menschen hat Vorrang vor dem Artenschutz“, hieß es aus dem Ministerium in Sachsen. Das Landratsamt Görlitz erteilte für die offiziell als „Entnahme“ bezeichnete Aktion eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung. Mit dem Abschuss wird nun ein Jäger beauftragt.“

 

>>Focus<<

“ Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fordert eine Abschussquote für Wölfe in Deutschland. „Wir kommen an den Punkt, wo wir im Rahmen der Bestandskontrolle über eine begrenzte Abschussfreigabe für Wölfe reden müssen“, sagte der Minister der „Bild“-Zeitung. In anderen Ländern gebe es bereits solche Quoten für Wölfe. „So etwas brauchen wir in Deutschland auch.“ … „Aber wir können nicht warten, bis der Wolf zur Gefahr für uns Menschen wird. Wir müssen jetzt handeln“, sagte Schmidt.“

Zaghaft und mit sichtlichen Widerwillen nimmt die Politik die Probleme mit den Wölfen zu Kenntnis, obwohl weltweit genug Vorfälle über die Aggressivität und Gefährlichkeit der Gattung „Canis lupus“ belegt sind.

Screenshot telegraph.co. uk

 

 

 

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