Airbus: Wie Subventionen dem Wettbewerb verzerren

Screenshot youtube (Boeing F-15)

Bei dem Luft- und Weltraumkonzern >>Airbus<< handelt es sich um eine private Unternehmung – zumindest teilweise. Denn die Firma mit Sitz im >>Leiden<< (Niederlande) akquiriert umfangreich staatliche Fördermittel.

Monika Lazar auf abgeordnetenwatch.de:

“…ich hatte Ihnen versprochen, die Antwort der Bundesregierung bezüglich der Fördermittel für Airbus und EADS nachzureichen. Die Information über die im Zeitraum 1990 bis 2011 an die beiden Großprojekte geflossenen Mittel wurde jedoch als “Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch” eingestuft. Daher darf ich die Antwort leider nicht beifügen. Allgemein kann ich Ihnen aber mitteilen, dass die Summe deutlich unter dem liegt, was im vergleichbaren Zeitraum für kleine und mittelständige Unternehmen investiert wurde.”

Während es sich für Klein- und Mittelstand immer komplizierter und aufwendiger gestaltet Subventionen zu erhalten, scheint es hingegen für Konzerne keine nennenswerten Schwierigkeiten zu bereiten. Damit geht eine klare Markterzehrung durch übergroße Konzerne einher. Diesbezüglich darf nicht vergessen werden: Dass es der Mittelstand ist, welcher überproportional Steuern zahlt und Arbeitsplätze schafft. Auf diese Weise subventioniert der Mittelstand bestehend häufig aus gewachsenen Familienunternehmen über ihre gezahlten Steuern – die Gewinne von Multimilliarden schweren Konglomeraten, wo die Eigentumsverhältnisse bei genauer Betrachtung im unklaren verschwimmen. Der Sinn solcher gezahlten Subventionen liegt eigentlich darin Arbeitsplätze zu schaffen und Markterzehrungen zu minimieren. Denn die GEZ-Steuer müssen beispielsweise neben Privatpersonen jedes Unternehmen in gleicher Höhe zahlen, völlig unabhängig welchen Umsatz es generiert. Trotz allem Geldes gibt es keine Garantie dafür, dass die entwickelten Produkte zahlende Abnehmer finden.

Screenshot airbus.com

Screenshot airbus.com

>>Spiegel<<

“Bei Airbus gehen weniger Neubestellungen für das Großraumflugzeug A380 ein, nun reagiert das Unternehmen: Es streicht die Produktion des Fliegers um mehr als die Hälfte zusammen. Ab 2018 sollen jährlich nur noch zwölf Maschinen des Typs die Werkshallen verlassen, wie Airbus auf der Luftfahrtschau im britischen Farnborough mitteilte.”

 

>>Welt<<

“Der neue Verteidigungsminister in Warschau will stattdessen Black-Hawk-Helikopter des US-Konzerns Lockheed Martin bestellen (Anstatt dem Eurocopter H225, Anmerkung der Redaktion). Für Airbus-Konzernchef Tom Enders ein beispielloser Vorgang. „Noch nie wurden wir von einem Regierungskunden in ähnlicher Art behandelt wie jetzt durch die polnische Regierung“, erklärte Enders mit Verweis auf kontroverse und widersprüchliche Erklärungen der polnischen Regierung im Laufe dieses Beschaffungsvorgangs.”

 

>>Handelsblatt<<

“Um so ärgerlicher für die Konstrukteure des Eurofighters, dass vergangene Woche eine dürre E-Mail des singapurischen Verteidigungsministeriums bekannt gab, dass die teuerste, jemals gebaute europäische Kampfmaschine aus dem Rennen sei. Den Schlussspurt um den rund eine Milliarde Dollar teuren Auftrag absolvieren nun Boeing mit seiner F-15 (Singapur entschied sich am Ende für die Boeing F-15SG Eagle, Anmerkung der Redaktion) und der französische Hersteller Dassault mit der Rafale.”

Screenshot today.com

Screenshot today.com (Black-Hawk-Helikopter)

Das Kampfflugzeug Boeing F-15 ist dem Eurofighter im Luftkampf klar überlegen, denn das amerikanische Unternehmen Boeing hat in erster Linie einem Luftüberlegenheitsjäger und kein Mehrzweckkampfflugzeug konstruiert, über dieser Tatsache können auch keine offiziellen Verlautbarungen hinweg täuschen.  Bei einem anderen Prestigeprojekt dem Transportflugzeug Airbus A400M sieht es keineswegs besser aus.

Screenshot Welt

Screenshot Welt

 

>>Welt<<

“Beim allerersten Flug des für die Türkei bestimmten A400M konnten die Piloten kurz nach dem Abheben drei Triebwerke nicht mehr regulieren. Weil der Elektronik wichtige Basisdaten fehlten, schalteten sie in einen Sicherheitsmodus und Leerlauf. Es kam zum Absturz in der Nähe von Sevilla. Dabei starben vier der sechs Besatzungsmitglieder.”

Screenshot head-fi.org

Screenshot head-fi.org

Nach dem Absturz des A400M kam es zur einem Flugverbot für das Muster, was zwar mittlerweile aufgehoben ist, aber die technischen Probleme sind geblieben.

>>bundeswehr-journal<<

“Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian hatte offenbar genug und zog die Reißleine. Wegen anhaltender Probleme mit dem europäischen Militärtransporter Airbus A400M haben sich die Franzosen mittlerweile für den Kauf von vier zusätzlichen Transportmaschinen eines anderen Typs entschieden und sich bereits an den Airbus-Konkurrenten Lockheed Martin Corporation gewandt. Agenturmeldungen zufolge soll der amerikanische Rüstungskonzern nun ab 2017 an Frankreich vier Transporter C-130J Hercules im Gesamtwert von rund 600 Millionen Euro liefern. Le Drian hatte das Beschaffungsprojekt am 1. Januar publik gemacht und erklärt, so die Verzögerungen bei der A400M-Auslieferung überbrücken zu wollen. Eine ähnliche Entscheidung könnte möglicherweise jetzt auch in Deutschland anstehen.”

Das Unternehmen >>Airbus<< glänzt weniger durch wirtschaftliche Erfolge, sondern vielmehr darin in der Beantragung und Bewilligung von staatlichen Transferleistungen, was einem enormen volkswirtschaftlichen Flurschaden verursacht. Denn die gezahlten Subventionen stammen aus Mitteln der allgemeinen Besteuerung und zudem hat der Luft- und Weltraumkonzern >>Airbus<< seinem Sitz in dem Niederlanden, unter Kennern bekannt als Teil einer komplizierten Strategie zur Steuervermeidung.

 

 

 

 

 

 

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