Armut: „Zieht sich quer durch die Bevölkerung“

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Laut Statistik, ist die Bevölkerung so Wohlhabend wie noch nie zuvor. Dabei wird mit den Zahlen erheblich getrickst und manipuliert. In Wahrheit nimmt die Armut stetig zu, die Mittelschicht erodiert und die Reichen bauen ihr Vermögen beständig aus. Aber im statistischen Durchschnitt ist alles wieder in Ordnung. Diese Plutokratisierung ist eigentlich nur aus der Dritten Welt bekannt, nimmt aber auch hier konkrete Formen an. Die Besonderheit hierzulande: Das Steuer- und Abgabensystem tragen erheblich mit dazu bei.

>>Märkische Allgemeine<<

„Das mittlere Monatseinkommen aller sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten lag zum 31. Dezember 2016 bei 2582 Euro brutto – das sind 2,3 Prozent mehr als Ende 2015 (2523 Euro). In Brandenburg werden damit unter allen ostdeutschen Ländern – mit Ausnahme Berlins – die höchsten Bruttolöhne gezahlt, wie aus der aktuellen Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht.“

 

>>Sächsische Zeitung<<

„Im vorigen Jahr hat der Durchschnitts-Sachse eine Lohnerhöhung von 5,2 Prozent bekommen – auf 2 899 Euro brutto im Monat bei Vollzeitarbeit. Das Statistische Landesamt in Kamenz berichtete am Montag, die bezahlte Wochenarbeitszeit sei dabei gleich geblieben: bei 39,5 Stunden.“

Unberücksichtigt bei allen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten bleiben: Auszubildende und Teilzeitbeschäftigte. Ob Leiharbeiter ebenfalls ausgenommen sind, konnte oder wollte man nicht sagen. Demzufolge suchen die sich nur die sogenannten „Gehaltsrosinen“ für ihre Statistik heraus. Hinzu kommt: Der Bruttolohn ist nicht gleich Bruttolohn. Bedeutung: Die Arbeitgeberbeiträge für die Sozialversicherung tauchen auf den Gehaltszettel des Beschäftigten gar nicht erst auf. Auf diese Weise kommen auch die verhältnismäßig hohen Bruttogehälter – von denen der Bürger nichts hat – zustanden.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Fast jeder Dritte Deutsche kommt durch ungeplante Ausgaben in Bedrängnis. Nach Daten des Statistischen Bundesamts konnten sich im Jahr 2016 gut 31 Prozent der Bundesbürger im Alter von 16 Jahren oder älter keine unerwarteten Ausgaben in Höhe von 985 Euro leisten. Das waren 21,3 Millionen Menschen, wie aus den Daten weiter hervorgeht. Der Geldbetrag entspricht dem seinerzeit statistisch maßgeblichen Schwellenwert bei der Armutsgefährdung in Deutschland. Fast 4,9 Millionen Personen mussten darüber hinaus wegen ihrer bescheiden materiellen Lage beim Essen sparen. Sie konnten sich allenfalls nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten. 12,8 Millionen Bundesbürger sahen sich nicht in der Lage, einen einwöchigen Urlaub außerhalb ihres Zuhauses zu finanzieren. Das war fast jede fünfte Person im Alter ab 16 Jahren. Kommen mehrere Probleme dieser Art in einem Haushalt zusammen, sprechen die Statistiker von „erheblichen materiellen Entbehrungen“. „Armut ist in Deutschland kein Randphänomen, sondern zieht sich quer durch die Bevölkerung“, zitiert die Zeitung die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann.“

Die Steuer- und Abgabenlast eine der höchsten Weltweit. Mit den eingenommenen Geld wird aber keine Armut bekämpft, sondern es findet eine Umverteilung von Arm nach Reich statt. Das derzeitige Umverteilungssystem trägt erheblich mit dazu bei, dass die Mittelschicht schrumpft und sich Verhältnisse ausbreiten, die bis dahin nur aus der sogenannten Dritten Welt bekannt waren.

 

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