Auf Sand gebaut: Mithilfe von Bakterien Rohstoffe gewinnen

Screenshot youtube.com

Die natürliche Herstellung von Sandstein kann einige Jahrzehnte oder mehrere Millionen von Jahren dauern. Allerdings ließe sich dieser natürliche Prozess durch das Beimengen von Substraten künstlich beschleunigen.

>>Der Standard<<

“Wissenschafter arbeiten deshalb an alternativen Baustoffen, deren Herstellung umweltfreundlicher ist. Der Student Peter Trimble von der Universität Edinburgh ist in seiner Abschlussarbeit der Frage nachgegangen, ob es möglich ist, Baustoffe ohne intensive Hitze herzustellen. Er suchte ein Material, das strukturell ähnlich aufgebaut ist wie Beton, aber umweltfreundlicher produziert werden kann. Die Antwort, die der junge Student gab, klingt so simpel wie kurios. Man nehme etwas Sand, eine Bakterienkultur, Calciumchlorid und ein wenig Harnstoff, fertig ist die Baumischung. Aus Sand wird ein künstlicher Sandstein – ohne Zugabe von Energie und das bei Raumtemperatur.”

 

>>Spektrum.de<<

“Nitrifizierer, Nitrifikanten, Salpeterbakterien, gramnegative, aerobe, begeißelte oder unbegeißelte, chemolithotrophe (Chemolithotrophie) Bakterien, in unterschiedliche Abstammungslinien der α- und β-Unterklasse der Proteobacteria (früher Familie Nitrobacteraceae) und der Nitrospira-Gruppe (Nitrospira) eingeordnet ( vgl. Tab. 1 ); neuerdings wurden auch anaerobe Ammoniumoxidierer gefunden, die den Planctomycetales zugeordnet werden. Die aeroben Nitrifizierer oxidieren im Energiestoffwechsel Ammonium (NH4+, Ammoniak) zu Nitrit (NO2–) und weiter zu Nitrat (NO3–) bzw. Salpetersäure (HNO3). Sie gehören zu den wichtigsten Organismen im Stickstoffkreislauf (Farbtafel) der Natur, da sie das bei der Mineralisation organischer Stoffe anfallende NH4+ in das leicht lösliche NO3– umwandeln. Sie sind überall im Boden (Bodenorganismen) sowie in Süß- und Meerwasser anzutreffen – besonders an Orten, wo ein umfassender Proteinabbau (Ammonifikation) stattfindet und damit NH4+ (bzw. NO2–) zur Verfügung steht und Sauerstoff (O2) vorhanden ist.”

 

>>Baulinks<<

“Ginger Krieg Dossler (32), US-amerikanische Professorin für Architektur, hat eine neue Generation von nachhaltigen Mauersteinen erfunden. Sie bestehen aus Bakterien, Sand und Harnstoff – einem Hauptbestandteil von Urin – und brauchen nicht gebrannt zu werden. Statt dessen härten die Steine aufgrund chemischer Reaktionen bei Zimmertemperatur aus”

 

>>Spiegel<<

“Steht ein Gebäude aber bereits, könnte künftig eine neue Methode helfen, das Risiko für den Erdbebenfall zu mindern. Bislang behalfen sich Bauingenieure zuweilen mit einem Klebstoffverfahren: Kunstharz wurde in den sandigen Untergrund gespritzt, stabilisierte diesen, konnte aber auch das Grundwasser belasten. Jason DeJong von der University of California in Davis will dazu eine Alternative entwickeln und Mikroorganismen einsetzen, die ohnehin zahlreich im Boden vorkommen.”

Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ist groß und könnte noch weiter steigen.

 

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