Behörde Bundesnachrichtendienst verübte tödlichen Terroranschlag

Screenshot Abendzeitung München

Das Oktoberfest-Anschlag im Jahr 1980 tötete 13 und verletzte mehr als 200 Menschen. Der Attentäter soll ein gewisser Gundolf Köhler (damals 21 Jahre alt & Student) gewesen sein. Zu jener Zeit gab es vergleichbare Terrorakte in ganz Westeuropa. Dahinter steckte teilweise das Gladio-Geheimdienst-Netzwerk. Das übergeordnete Ziel war: Durch gezielte Terroranschläge eine >>Strategie der Spannung<< zu erzeugen – um damit die Bevölkerung zu verunsichern. Dieses Vorgehen sollte die psychologische Grundlage schaffen: Um politisch unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen. Andreas Kramer behauptet: Der Münchner-Terroranschlag soll durch dem Bundesnachrichtendienst organisiert worden sein.

>>Münchner Abendzeitung<<

ANDREAS KRAMER: Natürlich bin ich mir sicher, sonst würde ich so einen schweren Vorwurf nicht erheben. Es war mein Vater, der maßgeblich daran beteiligt war. Er hat es mir selbst erzählt.

Münchner Abendzeitung: Den offiziellen Ermittlungen zufolge war es aber der Geologie-Student Gundolf Köhler, der die Bombe zündete. Und er soll aus eigenem Antrieb und alleine gehandelt haben.

ANDREAS KRAMER: Die offizielle Darstellung, an der es ohnehin genügend Zweifel gibt, ist ein Märchen. Der Terrorakt war eine gezielte und lange vorbereitete Aktion des Bundesnachrichtendienstes, für den mein Vater gearbeitet hat und in dessen Auftrag er auch gehandelt hat.

Münchner Abendzeitung: Ihr Vater war doch Offizier der Bundeswehr.

ANDREAS KRAMER: Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Seine Beschäftigung bei der Bundeswehr war eine perfekte Tarnung. Ab Mitte der 60er Jahre war er aber in erster Linie Agent des BND.

Münchner Abendzeitung: Welche Gründe kann es denn geben, dass der BND einen Terrorakt – und dazu noch diesen Ausmaßes – verübt? Das ergibt doch keinen Sinn.

ANDREAS KRAMER: Das ergibt schon einen Sinn, wenn man sich mit den politischen Hintergründen dieser Zeit beschäftigt. Das Schlüsselwort dafür lautet „Gladio“. Durch Untersuchungen in anderen Ländern, vor allem in Italien, weiß man inzwischen, dass unter Federführung der CIA und unter Einbindung europäischer Geheimdienste nach dem Krieg ein geheimes paramilitärisches Netzwerk in verschiedenen Ländern Europas errichtet wurde.

Zu dem Vorwürfen hat der Bundestag wegen einer Anfrage ebenfalls etwas veröffentlicht.

>>Deutscher Bundestag Drucksache 17/14815<<

„Dabei konnten bislang keine Hinweise gefunden werden, die die Behauptungen des Zeugen A. K. (Andreas Kramer, Anmerkung der Redaktion) bezüglich der Tätigkeit seines Vaters für den BND oder die Beteiligung der Stay-behind-Organisation an dem Bombenanschlag auf dem Münchener Oktoberfest bestätigten.“

Der Bundesnachrichtendienst ist dem Bundeskanzleramt und nicht dem Parlament unterstellt – weswegen selbst Abgeordnete nur beschränkt in die Tätigkeit des Nachrichtendienstes Einsicht nehmen können. Allerdings wäre das Parlament als Ganzes: Sehr wohl in der Lage die Zustände zu ändern.

 

 

Share on StumbleUponFlattr the authorBuffer this pageShare on LinkedInShare on TumblrPrint this pageEmail this to someonePin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on VK

Andere interessante Beiträge

Werbung

table-layout
Bild: getdigital.de
Bild: getdigital.de
Bild: getdigital.de
  • Die Förderung von Rohstoffen ist teuer, aufwendig und manchmal ingenieurtechnisch eine echte Herausforderung. Lohnenswerte Abbaugebiete sind teilweise rar gesät und liegen [...]
  • André Hahn von der Partei Die Linke hat das arbeiten der sächsischen Regierung mit follgenden Worten kommentiert: „Gibt es noch ein anderes Land in der Bundesrepublik, in [...]
Scroll Up