Bertelsmann: Das Tor zur Macht

Screenshot arvato.com

Der Bertelsmann-Konzern gehört gegenwärtig zu einer der schillerndsten Lichtgestalt unserer Zeit und eines der umtriebigsten Medienhäuser die gegenwärtig überhaupt bestehen.

>>Spiegel<<

„Es war das Jahr 1943, der Zweite Weltkrieg dauerte schon vier Jahre. Damals geriet der Bertelsmann-Verlag in den Verdacht, illegal Papier beschafft und gehortet zu haben. Das Nazi-Regime strengte ein Verfahren an, das wesentlich zur Schließung des Verlages im Jahr 1944 beitrug. Nach Kriegsende nutzte Bertelsmann diese Schließung, um eine Legende vom „Widerstandsverlag“ zu stricken. Das half dabei, von den Besatzungsmächten schnell eine neue Verlagslizenz zu erhalten. Nach neuesten Erkenntnissen von Historikern und entgegen der eigenen Darstellung stand der Medienriese aber während des Nazi-Regimes keineswegs auf Seiten der Regimegegner. Firmenchef Heinrich Mohn habe aus ökonomischen Motiven antisemitische und regimefreundliche Werke gedruckt, sagte Saul Friedländer von der Unabhängigen Historischen Kommission am Montag in München.“

Die Schließung des Verlages beruhte weniger auf der Tatsache eines vermeintlichen „Widerstandes“ gegen das NS-Regime – sondern wohl eher, weil das Unternehmen es mit seinem Gewinnstreben zu weit getrieben hat und auf diese Weise bei der NS-Führung in Ungnade gefallen ist.

Screenshot news.bbc.co.uk

>>Huffington Post<<

„Firmenpatriarch Heinrich Mohn war ein förderndes Mitglied der Waffen-SS, sein Unternehmen der größte Buchproduzent für die Wehrmacht.  Bertelsmann soll zu Zeiten des Nazi-Regimes zu großen Teilen antisemitische Belletristik produziert haben. Zu dieser Erkenntnis ist die „Unabhängige Historische Kommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann im Dritten Reich“ gekommen.“

Es scheint beim Bertelsmann-Konzern eine gut eingelebt Tradition zu bestehen: Beständig die Nähe zu dem jeweiligen politischen Machthabern zu suchen.

>>Piratenpartei<<

„Für die PIRATEN in Bund und Land ist klar: Die nordrhein-westfälische Landesregierung muss ihre Kooperation mit Bertelsmann generell überdenken. Das sieht Prof. Degenhart im Beitrag der Rheinischen Post ebenso. Er wird darin besonders deutlich: „Es besteht das Risiko, dass partikulare Interessen über das Gemeinwohl siegen.“ Prof. Morlok sieht gleichsam eine Gefahr für die Demokratie: Der Willensbildungsprozess muss demokratischen Prinzipien folgen und darf niemandem Einfluss über Hintertreppen ermöglichen. „Nicht nur im Bereich der Bildungspolitik sind viele „Reformen“ der letzten Jahre unter Mitwirkung der Bertelsmann-Stiftung zustande gekommen oder von ihr initiiert worden, ohne dass die Stimmen von Wissenschaftlern, Lehrern oder Eltern angemessen – das heißt über inszenierte Runde Tische hinaus – berücksichtigt wurden“, betont der nordrheinwestfälische PIRATEN-Abgeordnete Dr. Joachim Paul. Die Bertelsmann-Stiftung sei in Deutschland und Europa ein besonders starker Lobbyakteur. Insofern sei es naheliegend, sich in Zeiten zunehmender Intransparenz und Machtverschiebungen zwischen Markt und Staat mit der Bertelsmann-Stiftung, ihren Tochtergesellschaften, ihren Gesellschaftsanteilen und den mit ihr verbundenen Initiativen, Einrichtungen und Personen etc. auseinanderzusetzen.“

Screenshot bertelsmann.de

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Auf den Verdacht deutet einiges hin, etwa das Material, das von der Allianz Unabhängiger Filmdienstleister und vom Verband Deutscher Filmproduzenten gesammelt wurde. Es dokumentiert vor allem eine Verflechtung der öffentlich-rechtlichen Sender mit ihren Tochterfirmen, die mehr als die Hälfte der Fernsehfilme unter sich ausmachen. Dass diese mit Gebührengeldern quersubventionierten Filmdienstleister mit ihren Preisen unabhängige Dienstleister in eine prekäre Lage bringen, ist ein Nebeneffekt der Verquickung öffentlich-rechtlicher Sender mit der Produktion von Filmen und Shows. … Das Ergebnis fasst er in der Fachpublikation „Medienwirtschaft“ in der Überschrift in zwei Schlagworte: „Transparenz? Fehlanzeige!“ Dass RTL und die Bertelsmann-Gruppe einen „noch höheren Grad an Intransparenz aufweisen als die öffentlich-rechtlichen Sender“, sei hier am Rande erwähnt.“

 

>>Handelsblatt<<

„Europas größter Medienkonzern Bertelsmann profitiert von der neuen Rundfunkgebühr für ARD, ZDF und Deutschlandradio. Denn die Beitragszentrale des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, früher bekannt als GEZ, least von einer Tochter des Bertelsmann-Mediendienstleisters Arvato Daten von Firmen und Selbstständigen.“

Screenshot wikimedia.org

>>Wikipedia<<<

„Das Bertelsmann Building ist ein 223 Meter hoher Wolkenkratzer mit 42 Stockwerken im New Yorker Stadtteil Manhattan. Die offizielle Adresse lautet 1540 Broadway. Das Bürohochhaus liegt zwischen 45th Street und 46th Street und steht damit in der Nähe des Times Square.“

Aufgrund des komplizierten Firmengeflechte und der intransparenten Geschäftsführung vom Konzern Bertelsmann in Verbund mit dem Staatsmedien lässt sich im einzelnen nicht nachvollziehen, welche Summen aus der Rundfunksteuer direkt in die Konzernzentrale nach Gütersloh fließen.

Screenshot bz-berlin.de

 

 

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