Bundesnachrichtendienst: “Die Illegale Migration bildet also einen florierenden Markt für kriminelle Organisationen”

Screenshot kitguru.net

Für kriminelle Organisationen stellt das Geschäft mit der illegalen Migration eine erhebliche Einnahmequelle da: Diese Einnahmen werden bisweilen dazu genutzt, um kriminelle Machenschaften weiter auszubauen.

>>Zeit<<

“Die Menschen waren noch am Leben, sie kamen aus einem rumänischen Flüchtlingslager, viele wollten nach Deutschland. Etwa 2.500 Euro dürften sie für die Fahrt gezahlt haben, sagt Sztankovics.”

 

>>Bundesnachrichtendienst<<

“Die Zahl der Migranten weltweit steigt stetig an. Schätzungen zufolge befinden sich jährlich über 200 Millionen Menschen auf der Wanderung. Dabei ist die Europäische Union (EU) eine wichtige Zielregion für Migranten. In vielen Ländern der Welt ist der Bevölkerungsdruck hoch und die Ressourcen werden knapper. Hinzu kommt das zunehmende Bestreben, wirtschaftlichen und sozialen Notlagen, Repressionen oder Umweltschäden zu entfliehen. Krisenhafte Entwicklungen und Konflikte können kurzfristig neue oder verstärkte Wanderungsbewegungen auslösen. So vervielfachte sich die Zahl von Migranten, die sich während den Entwicklungen des Arabischen Frühlings aus Nordafrika in Richtung Südeuropa auf den Weg gemacht hatten. Zumeist ist es Migranten nicht möglich, legal in ihre Zielländer zu gelangen, bzw. sich dort über längere Zeit aufzuhalten. Daher nutzen sie illegale Methoden. Illegal sind Einreise oder Aufenthalt in einem Land dann, wenn sie, ohne gültige Ausweisdokumente/Visa oder Aufenthaltsgenehmigung oder mit gültigen, aber unrechtmäßig erlangten Dokumenten stattfinden. Oftmals sind solch illegale Einreisen nur mit Unterstützung von kriminellen, gewerbs- oder bandenmäßig organisierten Schleusern möglich. Die Illegale Migration umfasst auch die sogenannten „Overstayer“. Dies sind Personen, die legal in ein Land einreisen (mit gültigen Papieren bzw. Visa) und nach Ablauf ihrer Aufenthaltserlaubnis nicht wieder ausreisen, also illegal im Land bleiben. Schätzungen gehen davon aus, dass 15 – 20 Prozent der Migranten in illegaler Situation leben. 2013 wurden an den EU-Außengrenzen 436.695 Versuche der illegalen Einreise entdeckt, davon allein 129.995 in Deutschland. Nach Schätzungen der Europäischen Kommission halten sich in der EU zwischen 1,9 und 3,8 Millionen Menschen illegal auf. Die Illegale Migration bildet also einen florierenden Markt für kriminelle Organisationen. Diese beteiligen sich gegen Bezahlung zum Beispiel an der illegalen Einreise (Schleusung) und dem illegalen Aufenthalt. Die Nachfrage nach Schleusungsdienstleistungen ist groß, so dass die Schleuser hohe Preise fordern können. Für Schleusungen vom Herkunfts- ins Zielland verlangen sie bis zu fünfstellige Euro-Summen. Mit der Schleusung sind oft weitere Straftaten verbunden, wie Dokumentenfälschung, Geldwäsche, Betrug und auch Menschenhandel und Zwangsprostitution. Der dabei erzielbare finanzielle Gewinn ist enorm. Das Schleusen von Menschen ist daher ein profitables Geschäft, dessen Risiko zum größten Teil die Migranten selbst tragen, oftmals riskieren sie in hohem Maße Leib und Leben. Eine häufig angewandte Methode professioneller Schleuserringe ist die Nutzung von erschlichenen Dokumenten – dies sind echte Papiere, die auf Basis gefälschter Unterlagen oder durch Korruption erlangt werden.”

 

>>Welt<<

“Kein Ruf, sondern ein Schrei nach Hilfe erreichte kürzlich das Stuttgarter Innenministerium. Seit 2015 falle eine Gruppe unbegleiteter minderjähriger Ausländer, vor allem aus Marokko, durch eine „bislang nicht gekannte hohe kriminelle Energie“ auf, schrieb Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz. „Das Grundvertrauen, dass der Staat seine Bürger schützen kann, ist nicht mehr vorhanden.“ Als „Staatsversagen“ werde es wahrgenommen, dass junge Serientäter auf freiem Fuß blieben, es bedürfe endlich der Unterbringung in geschlossenen Jugendhilfeeinrichtungen oder Rückführungen nach Marokko. … Zu diesem Zweck sei „unter Federführung des Bundesinnenministeriums ein Pilotprojekt angestoßen worden, das die Schaffung von Aufnahme- und Betreuungskapazitäten in Marokko beabsichtigt“. In diesen Heimen „sollen sowohl einheimische, nicht migrierte Straßenkinder betreut und zurückkehrende Minderjährige aus Deutschland aufgenommen werden; die Betreuungseinrichtung soll sowohl freiwillig zurückkehrenden Ausreisepflichtigen unter 18 Jahren als auch zwangsweise Zurückgeführten, insbesondere jugendlichen Straftätern, offen stehen.“ Geplant sei „zunächst die Schaffung von zwei Einrichtungen in verschiedenen Regionen Marokkos mit jeweils 100 Plätzen“, wie das Ministerium weiter mitteilt. Neben Unterkunft und Verpflegung sollen die jungen Leute auch sozialpädagogische Betreuung und einen Zugang zu Bildungsangeboten erhalten.”

 

>>n-tv<<

“Der Bundesinnenminister unterstützt die Idee, Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Nordafrika einzurichten. Damit soll Schleppern der Boden entzogen und Schutzbedürftigen legale und sichere Wege in die EU eröffnet werden. … Menschen, die auf der Mittelmeerroute gerettet würden, könnten dann “zurückgebracht werden, aber nicht irgendwo am Stand abgesetzt, sondern in sichere Camps”, sagte der CDU-Politiker beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. In den Lagern solle dann geprüft werden, ob Flüchtlinge Asyl in Europa bekommen könnten.”

Sofern ein politischer Wille vorhanden wäre: Ließen sich binnen kurzer Zeit solche “Aufnahmezentren für Flüchtlinge” in sicheren Staaten in Nordafrika oder Anatolien errichten. Es würde der organisierten Kriminalität das Handwerk legen. Außerdem könnten illegale Wirtschaftsmigranten die hierzulande aufgegriffen worden sind, ohne Zeitverzug in jene Zentren abgeschoben werden: Das würde die Motivation von potentiellen illegalen Grenzübertritten folglicherweise nehmen.

 

 

Share on StumbleUponFlattr the authorBuffer this pageShare on LinkedInShare on TumblrPrint this pageEmail this to someonePin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on VK

Andere interessante Beiträge

Loading...
Scroll Up