Bundeswehr: Der schmale Grad zum angeheuerten Söldnerheer

Screenshot justinwrites.wordpress.com

Der Bundeswehr gehen die Soldaten aus und diejenigen welche die sich noch rekrutieren lassen – bleiben meistens nicht sehr lange. Zudem ist der Ruf – trotz teurer Medienkampagne – extrem miserabel.

>>Staatsrundfunk “Rundfunk Berlin-Brandenburg” <<

“Soldaten in Uniform sind in Deutschland ständigen Anfeindungen ausgesetzt. Sie werden als bezahlte Mörder beschimpft und angespuckt. Die Kluft zwischen Gesellschaft und Bundeswehr hat sich seit Beginn der Auslandseinsätze und dem Aussetzen der Wehrpflicht weiter vergrößert. Überall dort, wo die Bundeswehr um Nachwuchs wirbt, formiert sich Widerstand.”

Screenshot rbb-online.de

Der Staatsrundfunk verschweigt: Das zahlreiche Gründe vorhanden sind, warum das Bild der Bundeswehr in der Öffentlichkeit derart herunter gewirtschaftet ist.

>>WEB.DE<<

“In dem Bericht wird nun deutlich, dass die Aktionen der Bundeswehrausbilder der zweiten Inspektion in Pfullendorf wohl sexuell motiviert waren. So schilderte die Soldatin Nicole E., die 2016 als Oberfähnrich nach Pfullendorf gekommen war, dass sie in einer Art Einstellungstest durch die Ausbilder gezwungen wurde, an einer Pole-Stange in einem Aufenthaltsraum vorzutanzen.  Die Stange, die man sonst nur aus Striplokalen in Rotlichtvierteln kennt, war in dem Aufenthaltsraum der Kaserne fest installiert.  Auch die weiteren Details aus den Lehrgängen deuten auf einen sexuellen Hintergrund. So zwangen die Ausbilder ihre Schüler nach Aussagen von Nicole E., sich im Hörsaal nackt auszuziehen. Sie tasteten bei den Frauen die nackten Brüste und den Genitalbereich ohne Handschuhe ab. Anschließend, so die Ermittlungspapiere, gab es eine “Geruchsprobe” vor versammelter Mannschaft.”

Screenshot diyphotography.net

Auf der einem Seite existiert zwar die öffentlich zelebrierte und unzähligemale bis ins kleinste Detail durch exerzierte Empörungskult – insbesondere von der hohen Politik. Jedoch wird gleichzeitig – für die aktiven Soldaten ebenso eine Botschaft übermittelt.

>>Spiegel<<

“Trotz der teils schweren Vorwürfe von Nicole E., die sich laut dem Bericht weitgehend bestätigt haben, wurden fünf beschuldigte Ausbilder, einer davon der sogenannte Inspektionschef im Rang eines Majors, lediglich innerhalb der Kaserne oder an andere Standorte versetzt. Zwei von ihnen wechseln ausgerechnet zum Kommando Spezialkräfte (KSK), der geheimen Eliteeinheit der Bundeswehr. Auch der Kommandeur der Kaserne wurde lediglich versetzt.”

Der Wechsel innerhalb der Kaserne auf eine andere Position muss keineswegs zwingend eine Verschlechterung der hiesigen Situation bedeuten und die Versetzung zum Kommando Spezialkräfte (KSK) kann im eigentlichen Sinne schon als eine Art Beförderung angesehen werden. Außerdem bietet die KSK-Eliteeinheit Schutz durch Anonymität und zwar so – wie kaum eine andere Einheit innerhalb der Bundeswehr es gewährleisten kann. Die inoffizielle Botschaft an die Truppe lautet also: “Weitermachen” .

Screenshot forum.stephen-king.de

Screenshot concept-veritas.com

>>Zeit<<

“Fünf Fotos in Bild , die Geschichte machen könnten, ob sie nun echt sind oder nicht: Sie zeigen deutsche Soldaten in Afghanistan, die makabre und obszöne Späße mit einem Totenschädel treiben. Die an diesem Mittwoch veröffentlichten Aufnahmen sollen nach Aussage eines Bundeswehr-Angehörigen vor drei Jahren auf einer morgendlichen Patrouillenfahrt unter dem Kommando eines Feldwebels entstanden sein, schreibt das Blatt. An dem Vorfall waren angeblich auch zwei Stabsunteroffiziere und zwei weitere Soldaten beteiligt. Unklar sei die Herkunft der Gebeine.”

Auch der Skandal um die toten Gebeine wurde nach dem verhallen des anfänglich empörenden Aufschreis, juristisch still und leise – ohne nennenswerte Konsequenzen – zu dem Akten gelegt.

>>Süddeutsche Zeitung<<

“Chris E., 22, ist im zivilen Leben Betonbauer, das sind Leute, die lassen sich nicht so einfach was gefallen, wenn ihnen einer dumm kommt. Ihm sind noch ziemlich viele Einzelheiten im Gedächtnis, wenn er nach jener Nacht im Juni 2004 befragt wird. “Als ich auf dem Boden lag, hat mir einer den Stiefel zwischen die Beine gestellt und nach vorne gedrückt. Wenn ich nicht gefesselt gewesen wäre, hätte ich dem eine reingehauen. Er sagte: ,You’re a german motherfucker’. Mir ging das auf den Keks, deshalb sagte ich: ,Selber motherfucker.'” Das kam bei dem anderen offensichtlich nicht gut an. “Einer hat mich auf den Rücken gezogen, Wasser in die Nase gepumpt, und mir dann Mund und Nase zugehalten, sodass ich keine Luft kriegte. Das war schon ein ekliges Gefühl.” An dieser Stelle lässt der Vorsitzende Richter Thomas Mattonet ein Foto an die Wand projizieren. Man sieht in Großaufnahme den Kopf eines Soldaten in Tarnuniform, eine Hand, die ihm die Nase zuhält, und den Schlauch einer Kübelspritze, die ihm vor den weit geöffneten Mund gehalten wird.”

Die Liste an Beispielen ließe sich beliebig verlängern, auch aus historischer Zeit sind ähnliche Geschehnisse erhalten, wie das Kielholen oder der Spießrutenlauf.

>>Wikipedia<<

“Die Dezimation oder Dezimierung (lat. decimatio, decem = zehn) bezeichnete eine Militärstrafe im Römischen Heer bei kollektiven Vergehen wie Meuterei oder Feigheit vor dem Feind. Dabei wurde in der betroffenen Einheit mittels eines Loses je einer unter zehn Mann für die Bestrafung (meistens Exekution) ausgelost. Die Strafe wurde auch auf Offiziere angewandt. Es existieren Berichte über die Anwendung der Strafe im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit.”

Im Gegensatz zu der Vergangenheit bekommen in der heutigen Zeit – solche Ereignisse besonders durch die allgegenwärtige Präsenz des Internet überaus schnell eine unkontrollierbare Eigendynamik. Die meisten potentielle Bewerber für die Bundeswehr informieren sich vorher naturgemäß im digitalen Netz und stoßen dabei unwillkürlich eben auf genau solche Informationen. Es gibt zahllose Berichte, Videos und Bücher, welche verfasst wurden von desillusionierten Ex-Soldaten – die detailliert darüber – von genau jenen – unzähligen Missständen voll umfassend Zeugnis ablegen und darüber hinaus glänzen diese Berichte durch eine kaum zu übertreffende Authentizität. Demzufolge gehen die Nachwuchssorgen der Bundeswehr in erster Linie auf hausgemachte Ursachen zurück.

>>Reinhold Robbe (SPD) – ehemaliger Wehrbeauftragter Bundestag<<

“Wenn man das kritisch sieht, dann bewegen wir uns in einer Art Parallelgesellschaft, zumindest aus der Sicht der Soldaten.”

Hinzu kommt: Das es diverse private Sicherheitsdienstleister gibt, die eine wesentlich attraktivere Bezahlung für vergleichbare Arbeit, ohne bizarre Rituale und das sogar teilweise bei dem selben Auslandseinsätzen anbieten.

 

 

 

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