China & Deutschland: Unterschiede beim Sozialkredit-System

Screenshot german.china.org.cn

Wenn man offizielle behördliche Vertreter nach einen deutschen Sozialkredit-System fragt, erntet man quer durch die Bank nur Kopfschütteln. Leider sind diese auskunftgebenden Beamten nur falsch informiert.

>>Staatsrundfunk “Deutschlandfunk” <<

“Bereits im Jahr 2014 hat die chinesische Küstenstadt Rongcheng damit begonnen, ein Sozialkredit-System einzuführen. Die Idee dahinter ist radikal und einfach: Der Staat sammelt so viele Daten wie möglich, trägt sie zusammen und wertet sie aus. Jeder Bürger bekommt ein Punkte-Konto. Und auf dieser Grundlage kann der Staat dann bestrafen oder auch belohnen. Zhang Jian vom Forstamt weiß, worauf er im Alltag zu achten hat. … Die mit einer A-Bewertung stehen auf der roten, die anderen auf der schwarzen Liste. Die auf der roten Liste werden bevorzugt behandelt: bei Zulassungen für Schulen, bei sozialen Leistungen oder auch beim Abschluss von Versicherungen. Die aus der C-Gruppe werden regelmäßig kontrolliert und bekommen bestimmte Einschränkungen. Wer in der untersten Klasse D auftaucht, qualifiziert nicht mehr für Führungspositionen, bekommt bestimmte Leistungen gestrichen und verliert seine Kreditwürdigkeit.”

Allerdings vergaß das Staatsfernsehen zu erwähnen: Das auch hierzulande: “Der Staat sammelt so viele Daten wie möglich, trägt sie zusammen und wertet sie aus.” Ob irgendwelche dubiosen Listen von “Gefährdern” , Verkehrssündenkartei Flensburg, polizeiliche Führungszeugnisse und noch viel mehr. Natürlich bleiben die Einträge keineswegs folgenlos und sind in Summe durchaus vergleichbar mit den Verhältnissen in China.

>>german.china.org.cn<<

“Nahezu zwanzig korrupte ranghohe Beamte, darunter Wu Changshun, der ehemalige Polizeichef von Tianjin, und Wang Min, der ehemalige Parteichef der Provinz Liaoning, wurden in den Fernsehreihen interviewt. Sie drückten ihre Reue aus und legten Geständnisse ihrer Taten ab. Gegen alle korrupten Beamten, die in der Dokumentation vorkamen, wurde ermittelt, nachdem sie inspiziert worden waren. “Ich hatte Angst vor dem Inspektionsteam, und ich versuchte stark, die Vorgehensweise des Inspektionsteams herauszufinden“, so Wang in der Dokumentation. Er wurde vergangenen Monat wegen der Annahme von 146 Millionen Yuan (18,7 Millionen Euro) Bestechungsgeldern zu lebenslänglicher Haft verurteilt.”

Genau den Punkt verschweigt das Staatsfernsehen: Bestechlichkeit zu melden führt – anders als hierzulande – zu einer positiven Bewertung.

>>Zeit<<

“Gustl Mollath zeigte seine Frau wegen unlauterer Bankgeschäfte an – und landete wegen Wahns in der Psychiatrie. Jetzt zeigt sich: zu Unrecht. … Doch Mollath hat Unterlagen, Belege, Abrechnungen gesammelt – alles, was er bei seiner Frau finden konnte. Er schickt Briefe und Eingaben an die Bank, die Nürnberger Staatsanwaltschaft, verschiedene Steuerfahndungen, den Generalbundesanwalt, sogar an den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber ( CSU ).”

Der Fall “Gustl Mollath” zeigt eindringlich, dass es vorteilhafter ist keine Anzeige zu erstatten und stattdessen besser den Mund zu halten, weil hier andere Modularitäten des “Sozialkredit-System” vorliegen.

 

 

 

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