Chinas Sprung in die internationale Filmbranche

Screenshot artofvfx.com

Über Geschmack bei Literatur und Film lässt sich bekanntlich streiten – doch über Zahlen bei Einspielergebnissen im Kino: Darüber bedarf es keine Diskussion.

>>der Freitag<<

„Selbst gute bis sehr gute Ideen sind fast nie umsetzbar, weil sie von Gremien der Filmförderung bereits vor Drehbeginn ruiniert werden und die Fernsehsender als Co-Produzenten ihre eigenen Interessen einfließen lassen. Als Ergebnis ist Deutschland ein filmisches Entwicklungsland, dessen wenige richtigen und wichtigen Filmschaffende nach den ersten Achtungserfolgen nach Hollywood wechseln.“

Das Bedauerliche an dem „filmisches Entwicklungsland“ : Die Entwicklung ist praktisch stehengeblieben. Andere Länder machen da sehr wohl Fortschritte und gehen äußerst energischer vor.

>>german.china.org.cn<<

„The Great Wall“, eine chinesisch-amerikanische Koproduktion unter Regie von Zhang Yimou mit Matt Damon und Andy Lau weckt bei Filmfans auf der ganzen Welt Neugierde auf die chinesische Kultur.  Auch in China begeistert der Film. Nur vier Tage nach seiner Premiere hatte er schon mehr als 500 Millionen Yuan in die Kassen gespült (rund 70 Millionen Euro).  Der Film erzählt vom Kampf einer antiken chinesischen Armee gegen das übermächtige Monster Taotie. Es geht um nicht weniger als das Überleben der Menschheit. Das Taotie basiert auf der historischen Erzählung Shan Hai Jing. Im Film sind zahlreiche frühe Erfindungen der chinesischen Zivilisation, traditionelle Musikinstrumente und Kostüme zu sehen. Viele in China berühmte Stars spielen in dem Film mit: Jing Tian, Lin Gengxin, Lu Han, Wang Junkai, Huang Xuan und Zhang Hanyu.“

 

>>kino.de<<

„Bei “The Great Wall” handelt es sich um die bisher teuerste chinesische Produktion, die komplett auf English gedreht wurde. Die amerikanisch-chinesische Ko-Produktion ist Teil eines langfristigen Trends, mit dem Hollywood sich noch stärker am chinesischen Markt orientieren will. Das Land gehört inzwischen zu den bedeutendsten Einnahmequellen der amerikanischen Filmbranche.“

Hinter dem „langfristigen Trends“ steckt wohl eher eine nüchterne Strategie von China: Als neuer großer Produzent in die internationale Filmbranche einzusteigen. Dafür werden unbestreitbar Fähigkeiten benötigen – weshalb schon seit längerer Zeit Kooperationen mit Hollywood stattfinden. Das chinesische Unternehmen >>Alibaba Pictures Group<< beispielsweise beteiligt sich schon seit Jahren als Produzent an amerikanischen Filmen – allerdings bisher mehr unscheinbar im Hintergrund. Mit dem Film „The Great Wall“ wird im wahrsten Sinne des Wortes eine Mauer überschritten: Denn der Schwerpunkt der Handlung und Machart liegen eindeutig auf dem Markt in China gerichtet.

 

 

 

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