Das Christentum im Räderwerk der internationalen Politik

Screenshot presstv.com

Anhänger des christlichen Glaubens können unvermittelt und manchmal ohne jegliche Vorwarnung ins Räderwerk der internationalen Politik geraten, mit teilweise tödlichen Ausgang.

>>idea e.V. <<

“In Libyen wurden wahrscheinlich die Leichen von 21 Christen gefunden, die am 16. Februar 2015 von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) enthauptet worden waren. Das berichtet die ägyptische Zeitung „Ahram Online“ (Kairo) unter Berufung auf die Behörden des Landes. Die Christen – unter ihnen 20 ägyptische Kopten, die als Gastarbeiter in Libyen tätig waren, und ein Ghanaer – waren an einem Strand vor laufenden Filmkameras geköpft worden. Die Tat hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Das Grab sei südlich der früheren IS-Hochburg Sirte entdeckt worden, nachdem ein mutmaßlich Beteiligter den Ort in einem Verhör genannt nannte. Die Getöteten hätten Handschellen und orangefarbene Overalls getragen. Auch die Köpfe seien in dem Grab gewesen. Die Leichen wurden in die Gerichtsmedizin der libyschen Stadt Misrata gebracht.”

Selbstverständlich kann man die Taten des Islamischen Staates verurteilen: Aber unter Muammar Gaddafi stellte – bis zum Jahr 2011 – sich die Situation für Nichtmuslime wesentlich besser da, weshalb auch die christlichen Kopten aus Ägypten zum arbeiten nach Libyen kamen. Erst die militärische Intervention des Westens und das damit verursachte Chaos ebneten für die unterschiedlichsten Terrororganisation und deren Taten den Weg.

>>Livenet<<

“Die iranische Regierung bezeichnet das Christentum als Bedrohung der nationalen islamischen Identität und hat über 100 Christen wegen ihres Glaubens eingesperrt. Das hat iranische Hauskirchen aber nicht daran gehindert, zu einer Bewegung heranzuwachsen, welche die Religionspolizei nicht mehr kontrollieren kann. Einige Werke, etwa Open Doors USA, gehen von mindestens 450’000 praktizierenden Christen im Iran aus. Optimistischere Schätzungen reden von über eine Million Nachfolgern Christi in der islamischen Republik.”

 

>>Welt<<

“Im Iran und anderen streng islamischen Ländern wie Saudi-Arabien müssen Muslime, die ihren Glauben aufgeben, von Rechts wegen mit brutaler staatlicher Verfolgung bis hin zum Tod rechnen. Die Konversion gilt dort als eine Art Hochverrat an der gottgewollten Gemeinschaft. Dass dieses mörderische Prinzip, das dem universal gültigen Menschenrecht auf freie Religionswahl diametral entgegengesetzt ist, nicht nur auf dem Papier religiöser Fanatiker steht, muss nun der 34-jährige Pastor Youcef Nadarkhani leidvoll am eigenen Leib erfahren. Denn ihm droht in den kommenden Tagen die Hinrichtung – für kein anderes Delikt, als dem, aus der Sicht der iranischen Religionswächter den wahren gegen den falschen Glauben getauscht zu haben und dabei zu bleiben. … Bisher wurden im Iran immer wieder Menschen hingerichtet, auch ohne Hinrichtungsbefehl und ohne dass die Familie verständigt wäre. Auch der Familie von Pastor Youcef Nadarkhani wurde ein solcher nicht übergeben. Sollte das Todesurteil tatsächlich vollstreckt werden, wäre dies „nicht nur die erste Hinrichtung mit der offiziellen Begründung ‚Abfall vom Islam‘ sondern auch ein Schritt in das dunkle Mittelalter“, fügt Lessenthin hinzu.”

 

>>Konrad Adenauer Stiftung (PDF-Datei) <<

“Die Selbstüberhöhung des Muslims wird durch die Vorstellung verstärkt, dass Mohammad der letzte Offenbarer Gottes sei, der für alle Zeiten ein Gesetz geschaffen habe, wonach sich alle Menschen zu richten haben. Mit dieser Vorstellung wird in Iran die Islamisierungspolitik der Gesellschaft legitimiert, als Fernziel wird die Islamisierung der Welt anvisiert, auch wenn diese staatliche Doktrin nach dreißig Jahren als gescheitert erklärt werden muss. Dennoch versuchen die iranischen Machthaber, die fundamentalistische Interpretation einer nicht mehr zeitgemäßen Gesetzgebung als ewig gültiges Staatsgesetz mit totalitärer Gewalt durchzusetzen. Die Ungleichbehandlung der Iraner, der frommen Khomeinisten und Mitläufer auf der einen Seite und der säkularen Muslime und Nicht-Muslime auf der anderen, bleibt daher systemimmanent. Säkulare Muslime, Frauen und die Jugend werden in der patriarchalischen Hierarchie der Macht untergeordnet, ausgeschlossen, ins Exil gejagt oder eliminiert.

Nun die Wortwahl der CDU nahen Konrad Adenauer Stiftung ist beileibe nicht mit Bedacht gewählt und mit derartigen Äußerungen schafft man – aus diplomatisch Sichtweise – ungemein viel verbranntes Terrain. Auch militärische Interventionen – wie die in Libyen 2011 – verursachen in muslimischen Ländern – weit über die Grenzen des afrikanischen Staates hinaus – ungeheuerlich viele unnötige Aversionen. Selbst wenn sich Deutschland bei der Abstimmung zur Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates am 17. März 2011 enthalten hat – hat es eben auch nicht mit Nein gestimmt, womit ebenfalls eine unmissverständliche Botschaft nach außen gesendet wurde. Es wäre höchste Zeit vermeidbare Überheblichkeiten, sowie unnötige Provokationen zu unterlassen und im Gesprächen mit iranischen Entscheidungsträgern problematische Themen – wie die Situation der iranischen Christen – offen anzusprechen.

 

 

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