Der Reisekomfort bei der Zugfahrt

Screenshot bb.com

Das Bahnfahren kann hierzulande neben dem Ticketpreis mitunter eine gewisse Überwindung kosten.

>>Saarbruecker Zeitung<<

“Schmutz, Erbrochenes und Urinpfützen fand eine Leser-Reporterin aus Saarlouis kürzlich nach einer Bahnreise bei ihrer Ankunft am Saarlouiser Bahnhof vor. Sie beklagt ekelerregende Zustände: Bei Ankunft auf Gleis 2 konnte sie mit ihrem Gepäck den Aufzug nicht benutzen, da jemand seinen Mageninhalt dort entleert hatte. Alle Bahnsteige und die Unterführung wären extrem verunreinigt gewesen, mit Verpackungsmüll, Flaschen und ähnlichem. Die Saarlouiserin musste ihren schweren Koffer mangels Gepäckband über die mit Taubenkot verunreinigten Treppen, ein in Saarlouis seit Jahren bestehendes Problem, ziehen und zudem durch eine mit Urinlachen völlig verunreinigte Unterführung hin zu Gleis 1, schilderte sie.”

Die Zustände auf verschiedenen Bahnhöfen gleichen sich vielerorts und insbesondere schlecht beleuchtete Unterführungen haben Nachts ihren ganz eigenwilligen Reiz – im negativen Sinne. Aber es geht auch anders.

>>Welt<<

“Man kommt an, und auch in der schäbigsten Flughafenhalle ist es sauber. Kein Papierchen auf dem Boden, keine Zigarettenkippe, kein Fleck, den nicht sofort jemand wegfeudeln würde. Nichts.  Was man hier noch für einen Auswuchs zeitgenössischer Dienstleistungsmanie in Großeinrichtungen halten mag, verfestigt sich dann wenig später im Flughafenzug, dem Skyliner – einer Hochbahn, die in gut einer halben Stunde die 60 Kilometer vom Flughafen ins Stadtzentrum zurücklegt: klinisch sauber, großräumig, bequem. … Das hat ausgesprochen angenehme Folgen: Selbst in voll besetzten Zügen stinkt es nie. Noch nicht mal auf der Toilette. In Japan ist sogar das stille Örtchen hochgerüstet. Die neueren Shinkansen-Züge haben beheizte Klobrillen, Bidet-Duschen mit regulierbarem und temperierbarem Strahl, etwas, das in japanischen Hotels, Restaurants und Privathäusern schon lange Standard ist.”

 

>>hochgeschwindigkeitszuege<<

“Japan ist das Geburtsland der schnellen Züge. Am 1. Oktober 1964 nahm die damalige Japanische Staatsbahn JNR den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen den Metropolen Tokio und Osaka auf. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 210 Stundenkilometern fuhren die sogenannten “bullet trains” (Geschoss-Züge) auf der ersten, 515 Kilometer langen, normalspurigen Schnellfahrstrecke. Der Begriff “Shinkansen” bedeutet wörtlich “neue Hauptstrecke” und war ursprünglich die Bezeichnung für die Schnellfahrstrecken. Doch inzwischen wird das Wort “Shinkansen” synonym für die bis zu 320 km/h schnellen japanischen Superzüge gebraucht.”

Screenshot 2u.biglobe ne.jp

Screenshot japantoday.com

>>NZZ Folio<<

“50 000 Passagiere befördert die JR East pro Tag und Streckenkilometer, zehnmal mehr als die Deutsche Bahn. Zwischen Tokio und Osaka verkehren in den Stosszeiten die Shinkansen (Spitzengeschwindigkeit: 270 km/h) im 3-Minuten-Takt. Und sind dabei äusserst pünktlich: Taifune und Schnee, Erdbeben und Selbstmorde eingerechnet, beträgt ihre durchschnittliche Ankunftsverspätung mikrige sechs Sekunden. Schon kleine Verspätungen werden im Verkehrsfunk am Radio gemeldet.”

Obwohl die topographischen Gegebenheiten wesentlich geeigneter für Bahnstrecken sind – mangelt es bereits an einfachen organisatorischen Eigenschaften.

>>Lausitzer Rundschau<<

“Die Stimmung ist aufgeheizt. Der Ratssaal in der Großgemeinde Kolkwitz nahe Cottbus platzt aus allen Nähten. Seitdem in Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch der RE 2 tagsüber vorbeirauscht, Pendler und Schüler Bus-Ersatzverkehr in Kauf nehmen müssen, sind fast anderthalb Jahre vergangen. Weil die mit 389 Kilometern längste Regionalexpress-Strecke Brandenburgs Cottbus-Berlin-Wismar vier Minuten Zeitpuffer in der Hauptstadt benötigte, wurden die drei Lausitz-Halte abgekoppelt.”

Alles in allen macht es keineswegs dem Eindruck: Dass der Bahnverkehr gefördert werden soll.

 

 

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