Der staatliche Zwang zum Elektroauto

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Trotz üppiger finanzieller Förderungen finden Elektroautos kaum willige Käufer: Deshalb soll eine verpflichtende Quote es richten. Das ganze Ungemach wird damit begründet, das E-Autos umweltfreundlicher seien. Nur das Gegenteil ist der Fall und es gibt noch viele weitere Nachteile: Über die der Mantel des Schweigens verhängt wird.

>>Focus<<

„Die EU-Kommission prüft einem Pressebericht zufolge eine verbindliche Quote für Elektroautos. Die Brüsseler Behörde erwäge, den Autoherstellern ab 2025 den Anteil emissionsarmer Fahrzeuge wie Elektroautos vorzuschreiben, berichtet das „Handelsblatt“ und berief sich auf Angaben aus EU-Kreisen. Eine konkrete Mindestabsatzquote könnte neben schärferen Grenzwerten für den Ausstoß von CO2 bereits Teil eines Maßnahmenpakets zur „klimaschonenden Mobilität“ werden, das die Kommission bis zum Jahresende vorlegen will, hieß es.“

 

>>Zeit<<

„ZEIT ONLINE: Das Elektroauto erfüllt offenkundig noch nicht die Bedürfnisse, die der Bürger an ein Auto stellt – sonst würde es von mehr Menschen gekauft. Sollten wir es nicht dem Markt überlassen, ob sich ein gutes Produkt auch durchsetzt?

Krautzberger: Deutschland hat sich bewusst Klimaschutzziele auferlegt, die wir wegen der Erderwärmung erreichen müssen. Dazu müssten in Deutschland bis 2030 rund zwölf Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs sein – aktuell fahren 25.000 Elektrofahrzeuge in Deutschland. Die zwölf Millionen sind also ein sehr ambitioniertes Ziel, das wir nicht erreichen werden, wenn wir uns allein auf die Autoindustrie verlassen. Im Gegenteil: Wir brauchen neben der Förderung auch eine Quote.

ZEIT ONLINE: Sie meinen verpflichtende Anteile von Elektroautos an den von Herstellern verkauften Fahrzeugen?

Krautzberger: Genau.“

Eine interessante Terminologie: Eine Behörde stellt sich über den Willen der Bevölkerung und den gesunden Menschenverstand. Nichtsdestotrotz, es geht wohl eher um Ideologie als um Umwelt: Der Strom für die Elektroautos kommt aus konventionellen Kraftwerke und die heutigen Batteriesysteme sind hierfür sehr ineffizient. Viel Strom bei E-Autos geht für Heizung, Klimaanlage und andere Nebensysteme drauf, nur ein Bruchteil wird für die Antriebsleistung verwendet. Auch ganz praktische Fragen, beispielsweise der Entsorgung dieser Fahrzeuge sind noch völlig offen. Schon der jetzige Elektroschrott stellt häufig ein Problem da: Vieles davon landet auf halb-legalen Wege in der sogenannten Dritten Welt, weil die Wiederverwertung hierzulande zu unrentabel ist. Das Hauptproblem beim Abfall, dürften aber die übergroßen Batterien seien: Die Lebenserwartung ist auf eine bestimmte Anzahl von Ladezyklen begrenzt, danach sind sie ein komplizierter Entsorgungsfall.

>>Utopia<<

„Die Fahrzeuge haben nämlich einen grundlegenden Haken, der ihre Umweltbilanz stark verschlechtert: die Lithium-Ionen-Batterien. Die Batterien sind gleich aus mehreren Gründen problematisch. Zum einen beinhalten sie Rohstoffe wie Lithium und Cobalt – die weltweiten Reserven dieser Materialen sind begrenzt. Der Abbau von Lithium benötigt extrem viel Wasser und ist mit hohen Umweltbelastungen verbunden, ganz zu schweigen von den Arbeitsbedingungen in den Minen. Das nächste Problem entsteht, wenn das Elektroauto einmal ausgedient hat. Wie „The Guardian online“ berichtet, werden in der EU nämlich nur etwa fünf Prozent der Lithium-Ionen-Batterien recycelt. Selbst hoch entwickelte Recycling-Verfahren haben bislang vor allem Schwierigkeiten damit, reines Lithium wieder zu gewinnen. … Früher oder später müssen die Batterien jedoch entsorgt werden. Wertvolle Rohstoffe gehen dabei verloren. The Guardian bezeichnet die Frage nach der Entsorgung der Batterien sogar als Kernfrage der Elektroauto-Bewegung. Damit Elektroautos zu einer wirklich umweltfreundlicheren Alternative werden, muss sich also sowohl in der Batterietechnik, als auch in den Recyclingverfahren noch einiges tun.“

Die sogenannte „Kernfrage der Elektroauto-Bewegung“ ist keineswegs neu. Das Konzept der Elektroautos ist seit über hundert Jahren bekannt und krankt seit dieser Zeit an den selben technischen Problemen. Die ersten „Autos“ waren häufig umgebauten Kutschen, die Antriebssysteme waren zu dieser Zeit noch sehr vielfältig und es war noch nicht absehbar, welches Konzept sich letzten Endes durchsetzt. Kurz um: Der Batterieantrieb verschwand in der Nische – aus exakt den selben technischen Unzulänglichkeiten – die noch heute vorhanden sind. Aus guten Grund weigern sich verschiedene Konzerne eigene Batterien zu entwickeln. Die ersten Tesla-Fahrzeuge fuhren mit den Batterie Typ 18650welcher eigentlich für Laptops vorgesehen war. Die Anforderungen für Laptops und E-Autos sind vollkommen unterschiedlich, weshalb die Probleme mit dieser Art von Technik schon vielen Menschen das Leben kosteten.

 

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