Der verschwiegenen Gefahren von Wolfshybriden

Screenshot youtube.com

Die Gefahren von sogenannten Wolfshybriden – Mischlinge aus Haushund und Wolf – werden gerne herunter gespielt. Dabei ist die Gefährlichkeit dieser Tiere kaum einzuschätzbar. Selbst normaler Wölfe, zeigen je nach Situation ein äußerst widersprüchliches Verhalten und die Einkreuzung von Haushunden verschärfte nochmal die Gesamtbedrohungslage. Trotz allen übt man sich in Beschwichtigen und die Bürger erhalten keine sachlichen Informationen über die realen Gefahren.

>>Husumer Nachrichten<<

„Anfang der 1950 Jahre züchteten nämlich die Grenzbehörden der damaligen Tschechoslowakei Wachhunde zwischen Wolf und Belgischem Schäferhund. Doch zufrieden war die Grenzbehörde nicht. Mittlerweile ist diese Mischung als eigenständige Hunderasse anerkannt, wenn auch längst keine Wölfe mehr in der Zucht eingesetzt werden. „Aber“, betont Wolfsbetreuer Matzen, „einige der Tiere sehen tatsächlich aus wie ein Wolf, sie sind nicht von echten Wölfen zu unterscheiden.“ Ihr Besitz ist legal, denn es handelt sich um eine Hunderasse. Was aber verboten ist, sei die direkte Kreuzung zwischen Wolf und Hund.“

 

>>Lausitzer Rundschau<<

„Seit Mai 2014 lebt eine Wölfin aus dem Spremberger Rudel auf dem Gelände des Bundeswehrübungsplatzes Ohrdruf in Thüringen. Dort hat sie sich mit einem freilaufenden Hund gepaart. Das Ergebnis sind sechs Mischlinge, die als Hybriden bezeichnet werden.“

Eine interessante Analogie: Einerseits dürfen unkontrolliert Wolfshybriden herumlaufen. Anderseits ist die kontrollierte Züchtung verboten. Auch der Umgang mit diesen umstrittenen Geschöpfen ist eher fragwürdig.

>>Jaegermagazin.de<<

„Auch ein Wolfshundzüchter aus Niedersachsen meldete sich zu Wort und verbreitete die Behauptung Wolfsmischlinge seien ungefährlich. Wenn es nach ihm ginge, solle man die Jungtiere einfangen, kastrieren und anschließend wieder freilassen. Er sagte gegenüber der Ostthüringer Zeitung „Es stimmt überhaupt nicht, dass Mischlinge gefährlicher sind als ein Wolf. Sie sind wie ein guter Hund, nur dass sie nicht bellen und so nervig sind.“ Erstaunlich, dass noch vor einigen Wochen, im Zusammenhang mit dem dramatischen Tod einer englischen Urlauberin, Wolfsmischlinge und verwilderte Hunde verantwortliche gemacht werden sollten, statt reinrassigen Wölfen. Fraglich auch, ob den Kastrationsbefürworter klar ist, dass Rudelgefüge in der freien Wildbahn fast immer aus einem Elternpaar mit den diesjährigen Welpen und teilweise den Jungtieren des vorangegangenen Jahres bestehen. Jungwölfe verlassen meist im zweiten Lebensjahr , wenn sie geschlechtsreif sind, das Rudel und machen sich auf die Suche nach einem geeigneten Partner. Wie sich kastrierte Wölfe jedoch verhalten würden ist jedoch nicht vorhersehbar, ihnen fehlt die Sexualhormonproduktion und damit der Anreiz zur Partnersuche. In der Natur ist der Anschluss an ein bestehendes Rudel nicht vorgesehen und eine Begegnung eines Einzelwolfes mit einem Rudel endet meist tödlich. Möglicherweise wären die kastrierten Welpen also zu einem Leben als einsame Einzelgänger verdammt, die dafür bekannt sind besonders häufig Nutztiere zu reißen.“

 

>>Verein CHWOLF<<

„Aufgrund ihrer Intelligenz, ihrer Sturheit und Unberechenbarkeit kann die Arbeit mit einem Wolfshybriden eine wahre Herausforderung sein. Die Erfahrung mit Hunden reicht für den Umgang mit solchen Tieren bei weitem nicht aus. Ein Wolfshybride ist kein Haustier und die Haltung solcher Tiere ist extrem schwierig, was die Halter meist überfordert. Spätestens mit der Geschlechtsreife können die Probleme mit solchen Tieren beginnen, wobei es dann nicht selten zu gefährlichen Situationen für Mensch und Tier kommt. Ein Wolfshybride ist weder Wolf noch Hund und zeigt andere Verhaltensmuster als ein Hund und auch die Körpersprache, die bei einem Wolf sehr gut deutbar ist, ist bei Hybriden in vielen Situationen schlechter einschätzbar und deshalb auch unberechenbar. Sie können extrem misstrauisch, scheu und schreckhaft sein und fühlen sie sich in die Enge getrieben, sind sie auch bereit sich zur Wehr zu setzen und zu beissen. Sie können auch sehr zerstörerisch sein. Genau wie der Wolf lieben sie es einen Bau zu graben und Büsche und Sträucher auszubuddeln, nichts ist vor ihnen sicher. Sie sind auch wahre Fluchtkünstler und können bei ihren Fluchtversuchen einiges an Zerstörung hinterlassen.“

Hinzuzufügen ist: Jeder Wolfshybrid ist einzigartig in seiner Verhaltensweise. Es hängt überwiegend von Zufall ab: Welche Anteile der Gene bei der Kreuzung stärker hervortreten. Schon normale Hybride sind unberechenbar, über kastrierte Wolfsmischlinge liegen so gut wie keine Erkenntnisse vor und dessen Verhalten in freier Wildbahn basieren auf reinen Spekulationen. Aber dieses Beispiel, fügt sich nahtlos in die übrige Politik um den Wolf ein: Insgesamt beruht die Wolfspolitik hierzulande eher auf einer abenteuerlichen Religion, als auf zeitgemäße wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Gefährlichkeit und Angriffslust der Tiere wird systematisch heruntergespielt. Die örtlichen Landwirte und ansässigen Bürger können zusehen, wie sie mit den realen Gefahren und wirtschaftlichen Schäden zurande kommen. Auch die Angaben der Behörden, dass sich bei der Mehrzahl der Tiere um reinrassige Wölfe handeln soll, ist in hohen Maße unwahrscheinlich: Die Tiere leben im urbanen ländlichen Raum und haben ständig Kontakt mit Haushunden. Eine Kreuzung ist – optisch – nicht immer als solche zu erkennen: Inwieweit die amtlichen Ergebnisse von Genanalysen der Wahrheit entsprechen, dürfte anhand der alltäglichen politischen Verklärung der Tierart höchst zweifelhaft sein. Sobald ein gewisser Anteil an den Genen einer Population dauerhaft verunreinigt ist – ist die Tierart praktisch ausgestorben. So geschehen bei der nordamerikanischen Forelle, deren ursprüngliche Wildform ist durch Einkreuzungen von Zuchtformen praktisch ausgerottet worden. Auch wenn es darüber eine wissenschaftliche Kontroverse gibt.

 

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