Die Antimaterieforschung in der Gegenwart

Screenshot flowchainsensei.wordpress.com

Weltweit bemühen sich seit Jahrzehnten Wissenschaftler mit Erforschung von Anti-Teilchen oder Antimaterie, die Potentiale sind gewaltig, jedoch spektakuläre Fortschritte sind bisher ausgeblieben.

>>Spiegel<<

“Wissenschaftler der Air Force forschen mit Millionenaufwand an möglichen Anwendungen von Antimaterie, von Mini-Bomben bis hin zu extrem effizienten Triebwerken. Denn der exotische Stoff ist alles andere als Science Fiction; die Wissenschaft beschäftigt sich schon seit den dreißiger Jahren mit ihm. … In Bescheidenheit übte sich Edwards nicht: Sein Vortrag strotzte vor Superlativen und beeindruckenden Zahlen. Die Energiedichte von Antimaterie etwa sei mit 180 Megajoule pro Mikrogramm rund zehn Milliarden Mal höher als die von konventionellen Sprengstoffen. In einem Gramm schlummere so viel Energie wie in 23 randvollen Space-Shuttle-Tanks.”

Die Erklärung greift etwas kurz: Materie oder genauer gesagt alle chemische Elemente – mit Ausnahme des Wasserstoffisotop Deuterium – benötigen um dauerhaft stabil zu sein eine bestimmte Anzahl an Protonen und Neutronen – ansonsten zerfallen diese Elemente meist in recht kurzer Zeit. Protonen und Neutronen bestehen wiederum vereinfacht dargestellt aus reiner Energie und mittels Antimaterie kann diese nutzbar gemacht werden.

>>wissen.de <<

“Bei der Hiroshima- und Nagasaki-Bombe betrug die Bersthöhe zwischen 500 und 600 Metern. … In einem Radius von weiteren 2,4 Kilometern verwüstet die Explosion die Region nur mäßig.”

Bei der Zündung einer Hiroshima-Atombombe in Berlin würde dementsprechend der Zerstörungsradius ungefähr 2,4 Kilometer betragen. Beim Austausch des Spaltmaterials, wodurch eine Wasserstoffbombe entstehen würde, dürfte bei einer unkontrollierten Kernfusion das Meiste in einem Radius von etwa 24 Kilometer vernichtet sein. Das ist aber alles vernachlässigbar im Vergleich zu einer Antimateriebombe. Würde man bei der Hiroshima-Bombe wiederum das Spaltmaterial diesmal durch Antimaterie ersetzen, wären bei einer Zündung in Berlin: Im optimistischen Szenario vermutlich Europa vollkommen zerstört, Teile von Afrika und Asien in Mitleidenschaft gezogen – jedoch im pessimistischen Szenario, würde man einen neuem Asteroidengürtel zwischen Mars und Venus, an jener Stelle wo einst ein blauer Planet war erschaffen. Da die Gravitation – anders als in dem meisten Schulbüchern – keine feste Konstante ist, sondern stark durch Standort, Höhe und anderen Faktoren variiert, kann niemand mit Sicherheit abschätzen, welche Explosionskraft unser Heimatplanet überhaupt überstehen würde. Schon die bisherigen Kernwaffenexplosionen dürften vermutlich stark genug gewesen sein, um dem Umlaufbahn des Planeten um die Sonne zu verändern.

>>bild der wissenschaft<<

“Einem Team am Teilchenbeschleuniger CERN in Genf ist es gelungen, 300 Atome Anti-Wasserstoff eine gute Viertelstunde lang in einer magnetischen Falle einzuschließen. Sie verlängerten die maximale Lebensdauer der rätselhaften Substanz damit gewaltig ? bislang lag der Rekord bei knapp 0,2 Sekunden.”

Die Herstellung und die Lagerung von Antimaterie respektive Anti-Wasserstoff ist zur Zeit durchaus überschaubar. Die Anti-Teilchen müssen unter Vakuum in einem Magnetfeld gefangen gehalten werden. Das Verständnis in diesem Bereich ist noch nicht allzu weit fortgeschritten. Denn zur Herstellung und Lagerung von Antimaterie in großen Stil ist darüber hinaus ein spezielles elektromagnetisches Feld erforderlich und umfangreiche Untersuchungen in diesem Bereich würde noch viel weitreichendere Effekte hervorrufen, die ganz andere Weltbilder – wie eine Antimateriebombe zerstören würden.

 

 

 

 

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