Die App „Smarter“: Kommunikation im Krisenfall

Screenshot youtube.com

Beim Projekt >>Smarter<< handelt es sich um ein App, um im Falle einer größeren Katastrophe auch erreichbar zu bleiben. Bei Stromausfällen oder sonstigen Unglücken kommt es recht schnell zur Überlastung des örtlichen Mobilfunknetzes, wodurch es häufig komplett ausfällt. Um dem Vorzubeugen wurde die Erweiterung „Smarter“ für mobile Endgeräte programmiert.

>>Smarter<<

„Angesichts einer Krise oder Katastrophe haben die meisten Menschen ein starkes Bedürfnis nach Information und Kommunikation. Moderne IT-Technologien ermöglichen schneller und umfassender als in vergangenen Zeiten, diese Bedürfnisse zu erfüllen. Dies wurde in Deutschland zum Beispiel an der intensiven Nutzung Neuer Medien beim Unglück auf der Loveparade 2010 und dann bei der Hochwasser­katastrophe 2013 ersichtlich. Umso schwerer wiegt im Krisen- und Katastrophen­fall ein Ausfall der Kommunikations­infra­struktur. Keine Informationen zu erhalten und nicht kommunizieren zu können, belastet die Bevölkerung und blockiert die Organisation der Selbsthilfe. Den Behörden und Organisationen mit Sicherheits­aufgaben (BOS) bleiben zudem bei Netzausfall entscheidende Informationen über die Situation und Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger verborgen. Auch können wichtige Hinweise, die der Bevölkerung helfen sollen, nur sehr eingeschränkt weitergegeben werden.“

 

>>IT-Business<<

“ Mit der App sollen Menschen selbst dann kommunizieren können, wenn das Mobilfunknetz zusammengebrochen ist und es keine Internetverbindung gibt.“

 

>>Mittelbayerische<<

„Wie die Technik funktioniert? Ähnlich wie bei Funkgeräten. Über den WLAN-Chip verbindet sich das Telefon direkt mit einem anderen Smartphone, auf dem die App geladen ist. Dieses wiederum vernetzt sich mit weiteren Geräten im Umfeld. Im freien Feld werden laut der Wissenschaftler Reichweiten von 200 bis 250 Metern von Smartphone zu Smartphone erreicht. Über dieses Ad-hoc-Netz können die Daten, also beispielsweise digitale Hilferufe, bei jedem Funkkontakt zweier Telefone weitergeleitet werden, bis sie das Zielgerät erreichen.“

Allerdings hat die Technik auch ihre Tücken: Im freien Feld mögen Reichweiten von bis zu 250 Metern möglich sein, aber im dicht-bebauten urbanen Raum verringert sich die Sendereichweite erheblich und schon eine dicke Zimmerwand kann das Funksignal komplett aufhalten. Außerdem, der Dauerbetrieb des WLAN dürfte die Akkulaufzeit der meisten Smartsphone in der Praxis auf wenige Stunden senken. Sicherlich, bei Katastrophen wie die Loveparade im Jahre 2010 mag die Technik sinnvoll sein, aber beim Schneechaos im Münsterland des Jahres 2005 dürfte sie verhältnismäßig nutzlos sein.

 

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