Die Bedeutung der Bundesstraße 169 für die Lausitz

Screenshot youtube.com

Eine der bedeutsamsten Verkehrsachsen in der Lausitz ist die Bundesstraße 169, sie verbindet wichtige Industriestandorte mit der Autobahn und der notwendige Ausbau stellt seit Jahrzehnten: Ein endloses Drama für die Region da.

>>Branchenbuch Lausitz<<

“Gegen den LKW-Verkehrslärm auf der B 169 müssen Maßnahmen des Lärmschutzes durch den zuständigen Spree-Neiße-Kreis umgesetzt werden, so das Verwaltungsgericht Cottbus in seiner schriftlichen Begründung. “Damit ist klar”, so der CDU-Bundestagsabgeordnete und SPN-Kreistagsmitglied Dr. Klaus-Peter Schulze, “dass auf der seit 1999 durch den LKW-Schwerlastverkehr genutzten Oder-Lausitz-Trasse endlich die letzten unzumutbaren Ortsdurchfahrten verschwinden müssen. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 sind die notwendigen Ortsumfahrungen der B 169 im vordringlichen Bedarf eingestellt und können ab sofort geplant werden. Angesichts des VG-Urteils hat die Landesregierung jetzt dringenden Handlungsbedarf, die Planungen zu beginnen”. So lange können aber die betroffenen Bürger in Klein Oßnig, Allmosen und Neupetershain nicht warten. “Deshalb bitte ich die zuständigen Kreisverwaltungen in SPN und OSL, ein Schwerlastverkehr-Durchfahrtsverbot (außer Quell- und Zielverkehr) für die B 169 zwischen Cottbus und Schwarzheide durchzusetzen. Es muss ein Benutzungsgebot des Transit-LKW-Verkehrs für die Autobahn A15/A13 anstelle der B 169 geben! Für diesen Weg müssen jetzt die fachlichen Ressourcen in Forst und Senftenberg eingesetzt werden und nicht für ein Berufungsverfahren!”

 

>>NIEDERLAUSITZ aktuell<<

“Die Bundesstraße 169 ist eine wichtige Lebensader für die Lausitz. Die Lausitz ist Industrieregion. Die Unternehmen in den Industriestandorten wie Spremberg, Schwarze Pumpe, Welzow oder Großräschen nutzen die Bundesstraße als Verbindung zwischen den Standorten oder als Zufahrt zur Autobahn. Es müssen Lösungen gefunden werden, die diese wirtschaftliche Bedeutung berücksichtigen und gleichzeitig die berechtigten Forderungen der Bürgerinnen und Bürger nach Lärmschutz aufgreifen. Das Land treibt die Planung für die vier noch fehlenden Umgehungsstraßen entlang der B 169 mit Hochdruck voran. Dennoch braucht die Schaffung von Baurecht Zeit. Als Zwischenlösung verhandeln wir mit dem Bund über kurzfristig realisierbare Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner/innen“, sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider im Gespräch mit Drebkauer Unternehmen.”

Die Bundesstraße 169 hat für die gesamte Lausitz eine hohe Bedeutung. Alleine die stiefmütterliche Behandlung der Straße und das negieren von Problemen: Kann exemplarisch für das Verhältnis der Region zu hohen Politik in den jeweiligen Regierungszentralen gesehen werden.

>>Lausitzer Rundschau<<

“Fast einstimmig hat der Oberspreewald-Lausitz-Kreistag in seiner jüngsten Sitzung in Lübbenau der Wirtschaftsregion Lausitz das Ja-Wort gegeben. Es gibt nur eine Nein-Stimme und eine Enthaltung. Für Landrat Siegurd Heinze (parteilos) sei dieser Schritt jetzt und nicht später erforderlich. “Alle erwarten das und schauen auf uns”, sagt er. Spätestens Anfang nächsten Jahres soll die Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Cottbus ihre Arbeit aufnehmen. Die noch kreisfreie Stadt sowie die anderen Lausitzer Landkreise, einschließlich Görlitz, ziehen voraussichtlich in den nächsten Wochen nach. Nur der Landkreis Bautzen hat überraschend einen Rückzieher gemacht und will der Gesellschaft vorerst nicht beitreten. Das bestätigt Landrat Michael Harig (CDU). Der Kreis habe zwar von Anfang an eine Mitgliedschaft in Erwägung gezogen. Es bestünden allerdings noch Fragen, die nicht abschließend beantwortet wurden. Insbesondere gehe es um noch ausstehende längerfristige Finanzierungszusagen der Länder und “eine Definition dessen, was eine solche Gesellschaft leisten kann und was nicht”, so Harig. “So lassen wir uns von der Überzeugung leiten, dass die Kohlegewinnung und die -energieerzeugung im nationalen Interesse stattfand.”

Die wirtschaftlichen Strukturen in der Lausitz müssen – ohne Rücksichtnahme auf die jeweilige Landes- oder Bundespolitik – aktiv gefördert werden. Zum Hintergrund: Denn sobald man sich mit Vertretern aus den nahen Umfeld der zuständigen Ministerien unterhält, bekommt den Eindruck: Das in den zuständigen Stellen sehr wenig fachliche Kompetenz beheimatet ist. Vielmehr scheint es so zu sein: Die treibende Kraft – selbst bei wichtigen Entscheidungen – liegt in kurzlebigen politischen Modeerscheinungen begründet.

 

 

 

Share on StumbleUponFlattr the authorBuffer this pageShare on LinkedInShare on TumblrPrint this pageEmail this to someonePin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on VK

Andere interessante Beiträge

Loading...

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Autonomes Venetien: Die politische und ökonomische Grenze zu Italien - Lausitzer Allgemeine Zeitung

Kommentare sind deaktiviert.

Scroll Up