Die Beständigkeit von gesellschaftlichen Phänomenen

Screenshot laphamsquarterly.org

Die Welt ist eine steten Wandel unterworfen – wobei vieles hängt von dem Erlebnishorizont des Einzelnen ab.

>>Zeit<<

“Spricht man mit Medienschaffenden, Soziologen und Bauern, sind sie sich in einem alle einig: Die Beziehung zwischen Stadt und Land hat sich stark verändert. Vor 100 Jahren arbeiteten 33 Prozent aller Deutschen in der Landwirtschaft, und noch vor 40 Jahren hatte jedes Stadtkind eine Oma auf dem Bauernhof. Heute liegt der Anteil der Bauern an der Gesamtbevölkerung bei 2 Prozent, so niedrig wie nie zuvor.  Mit der Entfernung von der Scholle wächst die Entfremdung der Städter und bereitet den Boden für eine krude Mischung aus Sehnsucht und Panik.”

Dieses Phänomen ist schon aus der Antike bekannt und je weiter weg eine Gegebenheit von eignen Umfeld entfernt ist – desto abstrakter und verklärter wird die Vorstellung davon.

>>SPQR: Die tausendjährige Geschichte Roms von Mary Beard (Buch) <<

“Noch heute rückt diese Inschrift die Institution der römischen Könige ins Zentrum der Aufmerksamkeit und führt zu der Frage, was die Königswürde in einer kleinen archaischen Gesellschaft von wenigen Tausenden Einwohnern bedeutete, die auf einigen Hügeln am Tiber in Lehmhütten hausten. Sicher weckt das Wort »König« wesentlich förmlichere und grandiosere Assoziationen, als hier angebracht ist. Die späteren Römer hatten jedoch recht unterschiedliche Vorstellungen von ihren frühen Herrschern. Einerseits waren Könige nach dem dramatischen Sturz des Tarquinius Superbus in der restlichen römischen Geschichte durchweg verhasst. Der Vorwurf, ein Römer wolle rex werden, war für ihn ein politisches Todesurteil, und kein römischer Kaiser duldete es, König genannt zu werden, obwohl sich manch ein zynischer Beobachter fragte, worin der Unterschied bestand. Andererseits führten römische Schriftsteller viele ihrer wichtigsten politischen und religiösen Institutionen auf die Königszeit zurück: Während die Stadt der Legende nach unter Romulus gegründet wurde, entwickelte sie sich unter den Königen von Numa bis Tarquinius dem Zweiten zur Reife. Sosehr die Römer Könige auch verabscheuten, rechneten sie ihnen doch das Verdienst an, Rom geschaffen zu haben.”

Auch in der aktuellen Gegenwart lassen viele Ereignisse keineswegs rational erklären, weil bestimmte Gesellschaftsschichten in einer verhältnismäßig abgeschotteten Welt leben und neue Entwicklungen nur unzureichend zur Kenntnis nehmen.

>>Welt<<

“Seitdem hat sich die Welt verändert, aber Teile der Elite haben noch nicht erkannt, dass ihre Moral der Überbau eines Lebens in einer geschützten Freiheitsnische war, die die Amerikaner mit ihren Truppen militärisch absicherten. Die Dinge werden anders, und wir in ihnen. Das ist auch eine Chance, wenn wir dazulernen und die Abgehängten anhören und ernst nehmen, ohne sie abzuwerten.”

Es lässt sich schon heute beobachten welche Individuen ihre Souveränität behalten und weiterhin im grellen Scheinwerferlicht strahlen werden.

Screenshot pcwallart.com

 

 

 

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