Die einsturzgefährdeten und unhygienschen Zustände in Schulgebäuden

Screenshot vimeo.com

Viele Schulgebäude befinden sich in einen desolaten Zustand und die ständigen Kürzungen in diesen Bereich sorgen für eine Zuspitzung der Verhältnisse. Verdreckte Toiletten und unhygienische Klassenräume sind noch das geringe Übel. Auch Decken sind bereits eingestürzt und nur durch Glück wurde dabei niemand verletzt.

>>Bild<<

„Oft können es Eltern einfach nicht glauben: Die Toiletten in der Schule ihrer Kinder sehen grauenvoll aus – verdreckt und schmutzig.“

 

>>Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages (PDF-Datei) <<

„Toilettendeckel fehlen, die Toiletten sind verdreckt, kein Toilettenpapier, der Sand steht in den Schulräumen, die Bänke sind schmutzig … und vieles mehr. Auf Grund des Sparzwangs werden in den Schulen von den „ Billigfirmen“ die Böden nicht mehr täglich gewischt, die Schulbänke theoretisch einmal in der Woche, aber auch dies fällt meistens aus, da die Reinigungskräfte unter enormen Zeitdruck stehen. Mit der anstehenden Ausschreibung und Vergabe an eine neue Reinigungsfirma, wird der Turnus des Bodenwischens erneut weiter eingeschränkt. Man geht davon aus, dass der Boden nur noch 1 Mal wöchentlich gereinigt wird. Es steht die Winterzeit an, „ Matschwetter“ und wir haben zwar einen wunderschönen Schulhof, aber mit vielen Sandwegen, wie die Klassenräume und Flure dann aussehen werden, ist selbsterklärend. Dafür bietet der zukünftige Dienstleister die Serviceleistung für den halben Preis an. Ich bezweifle stark, dass hier noch Mindestlöhne unter Einhaltung der Stunden gezahlt werden können oder eben nur mit massiv eingeschränkter Leistung, die mit Sauberkeit und Hygiene nichts mehr zu tun hat. Ebenso sieht es mit der Toilettenfirma aus. Seit 7 Wochen wartet unser Hausmeister, dass der Dienstleister endlich seinen erteilten Auftrag zur Toilettenreparatur erfüllt. Dieser kommt jedoch nicht, da der Dienstleister an dem Auftrag so wenig bis fast gar nicht verdient, so dass er die Leistung erst erbringt, wenn andere leistungsstärkere Aufträge erfüllt sind. Die Schule steht also hintenan und in der Warteschleife. Die Kinder gehen nicht mehr auf die Toilette, verkneifen sich den Toilettengang, trinken nicht mehr, um nur nicht auf die Schultoiletten zu müssen. Dies sind nicht mehr nur unschöne Zustände, sondern g esundheitlich bedenkliche Vorkommen.“

 

>>openPetition<<

„Wir, die Schülerinnen und Schüler an Frankfurter Schulen und unsere Eltern fordern: Ausreichend viele, saubere und sanierte Toiletten in jeder Schule!

  • Es ist der Dauerbrenner an allen Frankfurter Schulen:
  • zu wenige Toiletten stinkende,
  • verdreckte, veraltete und kaputte Toiletten schlecht gereinigte Toiletten
  • keine Seife = keine Hygiene

Unzählige Kinder verkneifen sich bewusst den Toilettengang während ihres Schultages, weil sie sich schlichtweg zu sehr ekeln. Manche trinken den ganzen Schultag nichts, um auf keinen Fall die Toilette nutzen zu müssen. Diese Kinder können sich in Folge des Flüssigkeitsmangels nicht richtig auf den Unterricht konzentrieren, sie bekommen oft Kopfschmerzen und sind erschöpft.“

 

>>Berliner Tageszeitung<<

„Berlins marode Schulen, eine unendliche Geschichte. Aktuell mussten in Steglitz-Zehlendorf drei Schulgebäude gesperrt werden – Einsturzgefahr! Hunderte Schüler werden zum Teil in Turnhallen unterrichtet.“

 

>>RTL interactive<<

„Niemand befand sich im Gebäude der Carlo-Schmidt-Oberschule in Berlin Spandau, als die Decke im Foyer einfach einstürzte. Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn sich die Verkleidung während des normalen Schulbetriebes gelöst hätte. Doch sind deutsche Schulgebäude tatsächlich so marode, dass sie sogar einsturzgefährdet sind?“

 

>>Hannoversche Allgemeine Zeitung<<

„Weil Gebäudeteile der Grundschule Kestnerstraße einsturzgefährdet sind, werden seit zwei Wochen vier Klassen jeden Morgen per Bus zum Unterricht in die mehr als sechs Kilometer entfernte Albrecht-Dürer-Förderschule nach Bothfeld gebracht. Die Elternvertreter der betroffenen dritten und vierten Klassen äußern jetzt massiven Protest dagegen und haben einen offenen Brief unter anderem auch an Oberbügermeister Stefan Schostok (SPD) und die Landesschulbehörde geschickt. „Die Kinder machen sich um 7.30 Uhr von zu Hause auf den Weg zur Schule und sitzen erst um 9 Uhr an ihren Tischen, um dann mit dem Unterricht beginnen zu können“, heißt es in dem Schreiben, das der HAZ vorliegt. Durch die langen Anfahrtszeiten – eine Busfahrt dauert dem Vernehmen nach rund 50 Minuten – verlieren die Schüler fünf Unterrrichtsstunden pro Woche. Relgion, Textiles Gestalten und Werken werden gar nicht erteilt, der Sportunterricht wurde auf eine Stunde pro Woche gekürzt. Dies sei eine erhebliche Benachteiligung gegenüber den Kindern aus den Parallelklassen am Standort.“

Lange Schulwege und Unterrichtsräume in fragwürdigen Zustand prägen allerorten das Bild des öffentlichen Schulsystems. Jenseits aller politischen Lippenbekenntnisse werden sich die Zustände in den nächsten Jahren wohl noch weiter verschlimmern.

 

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