Die Folgen von langen Stromausfällen

Screenshot vimeo.com

Die Stromnetze werden durch die politisch-gewollte Energiewende immer unsicherer. Die Eingriffe in die Netze steigen kontinuierlich an und selbst an geplanten flächendeckenden Stromausfällen – um das Restnetz zu stabilisieren – führt offenbar kein Weg mehr vorbei. Allerdings sind die praktischen Folgen in der modernen Gesellschaft kaum noch abschätzbar.

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Deutschlands Netzbetreiber müssen immer häufiger ins Stromnetz eingreifen, um Ausfälle zu verhindern. Das zeigen Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Es gebe einen „massiven Anstieg“ der Eingriffe, der zeige, „wie sehr das Stromnetz unter Stress steht“, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer dem Handelsblatt. Im Januar und Februar dieses Jahres betrug das Volumen der Eingriffe bereits 63 Prozent im Vergleich zum gesamten Umfang des Vorjahres. … Wenn etwa bei Sonnenschein und starkem Wind Solarzellen und Windräder, aber auch herkömmliche Kraftwerke mit hoher Leistung laufen, muss der Netzbetreiber eingreifen und Anlagen herunterregeln. Dreht das Wetter, kann es aber auch sein, das sogenannte Reserve-Kraftwerke einspringen müssen. Um das Netz stabil zu halten, müssen die Übertragungsnetzbetreiber in solchen Fällen eingreifen.“

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien steigen beständig die Risiken in der Energieversorgung an. Aber manchmal reichen für flächendeckende Stromausfälle auch gewöhnliche Naturereignisse und diese vermitteln schon heute, einen Eindruck davon, was möglicherweise noch bevorsteht.

>>Sächsische Zeitung<<

„Bäume und herabfallende Äste beschädigten auch Masten und Leitungen des ostdeutschen Netzbetreibers Mitnetz. Im gesamten Netzgebiet waren am Nachmittag zu Spitzenzeiten rund 140 000 Kunden ohne Strom, wie das Unternehmen mitteilte. Am stärksten war Sachsen betroffen, wo etwa 52 000 Kunden – vor allem in den Landkreisen Leipzig, Mittelsachsen und Nordsachen – im Dunkeln saßen.“

 

>>Das Schneechaos im Münsterland<<

„Der Stromausfall hatte die Achillessehne unserer Gesellschaft empfindlich getroffen. Der Ausfall der Verkehrsampeln hatte den ohnehin durch den Schneefall schon beeinträchtigten Verkehr weiter zugesetzt. In Büros, Arztpraxen und im Supermarkt war ein geregelter Betrieb nicht mehr gegeben, die Kunden schlichen unsicher durch die dunklen Gänge der Regalreihen. Firmen mussten ihre Prouktion einstellen, Einkausfscenter schließen. Telefonanlagen sowie DSL-Modems und -Router sind ohne Elektrizität nicht nutzbar und der Zugang ins Internet somit nicht möglich. Das Handynetz als Ausweichmöglichkeit war in der Anfangsphase des Stromausfalls daher stark überlastet und nur eingeschränkt nutzbar. Im Laufe der weiteren Stunden gab es dann auch hier gebietsweise einen Totalausfall, da viele Sendemasten nur einen Stromausfall von zwei Stunden abfangen können.“

 

>>Focus<<

„Die Frau ist wegen einer Lungenerkrankung auf eine ständige Sauerstoffversorgung angewiesen. Deshalb hatte ihr die gesetzliche Krankenkasse ein stationäres Sauerstoffgerät und eine mobile Einheit für zu Hause zur Verfügung gestellt.“

 

>>Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (PDF-Datei) <<

„Um die Auswirkungen eines Stromausfalls für den Einzelnen zu reduzieren, sollte sich jeder Haushalt so vorbereiten, dass er einige Tage ohne Hilfe von außen auskommt.“

Der Stromausfall im Münsterland dauerte fünf Tage und dabei wurden zahlreiche Erfahrungen gesammelt: Auf die meisten Punkt geht das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe überhaupt nicht ein. Die Folgen und Risiken der Energiewende werden beispielsweise mit keiner Silbe erwähnt. Dabei wäre es dringend notwendig, über die Gefahren und Unzulänglichkeiten – wie beispielsweise ein nichtfunktionierendes Telefon und somit Rettungswesen – hinzuweisen.

 

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