Die fragwürdige Qualität des Trinkwassers

Screenshot youtube.com

Seit Jahren haben Filterhersteller für Trinkwasser regen Zulauf und verunsicherte Kunden gibt es zu genüge. Die Angst ist dabei ist keineswegs unbegründet: Denn immer wieder sind staatliche Rundfunkanstalten genötigt, verseuchtes Leitungswasser an eine ohnehin schon skeptischen Zuschauerschaft zu kommunizieren. Die verschiedenen Einzelmeldungen stellen dabei nur die Spitze eines Eisbergs da.

>>Staatsrundfunk “Südwestrundfunk” <<

“Nach Angaben der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Antje Haak-Erdmann war am Dienstag eine Belastung mit Coli-Bakterien bei einer Routineprüfung des Trinkwassers festgestellt worden. … Am Dienstag hieß es in einer Mitteilung, dass die Verunreinigung – im zulässigen Rahmen der Trinkwasserverordnung – durch eine Desinfektion mittels Chlor beseitigt wurde.”

Vergleichbare Meldungen tauchen häufig – vorallen in Monaten mit hohen Temperaturen – bedingt durch die besseren Vermehrungsrate der Keime auf. Die Darmbakterien Escherichia coli (entspricht den genannten Coli-Bakterien) sind isoliert betrachtet völlig harmlos, allerdings produzieren die zitierten Fäkalienkeime – je nach Mutation – häufig einen risikoreichen Giftcocktail und genau darin liegt die eigentliche Gefahr begründet. Die Empfehlung des Staatsrundfunks das Wasser abzukochen: Tötet zwar die Bakterien ab, neutralisiert aber keinesfalls das schon produzierte Gift. Das eingesetzte Chlor bleibt bei der “Abkochempfehlung” völlig unberücksichtigt. Das Erhitzen des Wassers hat also die Folge: Dass die ohnehin schon gefährlichen Stoffe in Leitungswasser noch weiter aufkonzentriert werden. Der bessere Ratschlag wäre, jene kontaminierte Flüssigkeit überhaupt nicht zu verwenden.

>>Westfalenpost<<

“Eine Jugendliche (16) aus Erwitte ist an Ehec gestorben. Es ist der erste durch die Darmkeime bedingte Todesfall in Deutschland seit Jahren.”

 

>>Spiegel<<

“Der Fund des aggressiven Ehec-Keims in einem Frankfurter Bach hat die Behörden aufgeschreckt. Experten warnen im SPIEGEL: Die Gefahr, dass mancherorts das Trinkwasser verseucht sein könnte, wird unterschätzt.”

Auch an anderer Stellen sind seit Jahren Verseuchungsgefahren im Trinkwasser bekannt – ohne das es nennenswerte Konsequenzen zur Folge hätte.

>>n-tv<<

“Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass nach der Exposition mit EE2 bei allen drei Amphibienarten eine Geschlechtsumkehr von genetisch männlichen zu weiblichen Tieren auftritt, der Anteil dabei reicht von 15 bis zu 100 Prozent. Die drei Arten reagieren allerdings unterschiedlich empfindlich auf das Hormon. “Die Verweiblichung von Populationen kann neben anderen schädigenden Hormonwirkungen zum Aussterben von Amphibienarten beitragen,” sagt Studienleiter Matthias Stöck vom IGB. Doch nicht nur die Amphibien scheinen durch Hormone im Wasser gefährdet zu sein. Co-Autor und Ökotoxikologe Professor Werner Kloas betont: “EE2 ist auch in unserem Wasserkreislauf enthalten und stellt zusammen mit anderen östrogenartig wirkenden Stoffen nicht nur für Amphibien, sondern auch für uns Menschen eine ernst zu nehmende Beeinträchtigung dar.”

 

>>Spiegel<<

“Die Analyseergebnisse der Wissenschaftler erinnern an den Blick in ein gut sortiertes Medikamentenschränkchen: So ist das Grund- und Trinkwasser vor allem angereichert mit Blutfettsenkern (Clofibrinsäure), Schmerzmitteln, Antirheumatika (Ibuprofen, Diclofenac) und diversen Analgetika. Hinzu kommen Röntgenkontrastmittel. “Diese Stoffe finden sich überall in Deutschland”, sagt Markus Lehmann, Geoökologe bei der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg.”

Angesichts der aktuellen Sachlage mutet die Aussage des Staatsrundfunk wie Satire an.

>>Staatsrundfunk “Norddeutscher Rundfunk” <<

“Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Es unterliegt den strengen Regularien der Trinkwasserverordnung und wird mehrmals täglich in den örtlichen Wasserwerken überprüft.”

Die mehrmalige tägliche Kontrolle beschränkt sich in wesentlichen auf eine simple Sichtprüfung und wirklich aussagekräftige Analyseergebnisse erblicken nur äußerst seltenst das Licht der Öffentlichkeit. Die vermeintlich “strengen Regularien der Trinkwasserverordnung” basieren in Wahrheit auf großzügig bemessene Grenzwerte, die mal gerne – mittels kurzen Dienstweg – nach oben neu justiert werden und hinzu kommt ein bunter Blumenstrauß an Ausnahmegenehmigungen. Jeder normale lebensmittelverarbeitende Betrieb kann von soviel Umsicht der Behörden nur Träumen.

 

 

 

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