Die Ideologie um dem Wolfsschutz

Screenshot gamespersecond.com

Als die Potsdamer Konferenz vom 17. Juli 1945 bis zum 2. August 1945 im Potsdamer Schloss Cecilienhof stattfand – war dieser Ort keineswegs zufällig gewählt. Eines der Kriterien war die Sicherheit der Gäste und Teilnehmer der Versammlung. Denn der Oberbürgermeister von Aachen Franz Oppenhoff wurde wenige Monate zuvor – am 25. März 1945 von der NS-Freischärlerbewegung “Werwolf” ermordet. Das bedeutendste Führerhauptquartier trug dem Namen “Wolfsschanze” – daneben gab es das Führerhauptquartier Wolfsschlucht 1, Führerhauptquartier Wolfsschlucht 2 und Führerhauptquartier Werwolf. Die NS-Größen scheinen dem Wolf wahrlich ins Herz geschlossen zu haben – was alles andere als ein Zufall war.

>>Zeit<<

“Schon früh nach der Machtübernahme 1933 ließen Göring, Reichsführer-SS Heinrich Himmler und Hitler die Liebe zum Tier schützen. Kurz nach der Vereidigung des Kabinetts Hitler erhielt Reichsinnenminister Wilhelm Frick den Auftrag zur Ausarbeitung eines reichsweiten Tierschutzgesetzes. … Vier Fassungen brauchte es, bis das Kabinett das Reichstierschutzgesetz am 24. November 1933 verabschiedete. Das erste deutsche Tierschutzgesetz trat in Kraft.”

 

>>Spiegel<<

“Während wilde und reinrassige Tiere dem NS-Naturideal entsprachen, konnten verweichlichte Haustiere und “Schädlinge” ohne weiteres zu lebensunwerten Wesen erklärt und “ausgemerzt” werden. Das passte gut zur Rassenideologie, die auch Menschen hierarchisch einordnete: Das vermenschlichte Tier als Kehrseite des Tieres namens Mensch. So ermöglichte die pervertierte Tierliebe der Nationalsozialisten ein besonders schreckliches Kapitel der deutschen Medizingeschichte: Wo die Grenze zwischen “edlem Tier” und viehischem “Unter-Menschen” verblasste, war der Schritt vom medizinischen Tierexperiment zum Menschenversuch fast schon getan.”

 

>>Westfälischen Wilhelms-Universität Münster<<

” Der nationalsozialistische Tierschutzgedanke impliziert nämlich eine radikale Verschiebung innerhalb der Mensch-Tier-Hierarchie: Wo Tiere nicht um ihrer selbst Willen und nicht aus ethischen Motiven geschützt werden, sondern als ideologischer Bestandteil einer arisch-naturverbundenen Volksgemeinschaft Schutz genießen sollen, werden auf verheerende Weise moralische Grenzsteine verschoben:”Wir Deutschen, die wir als einzige auf der Welt eine anständige Einstellung zum Tier haben, werden ja auch zu diesen Menschentieren  eine anständige Einstellung einnehmen.” (zit. nach HOFER, 1971, 113), sagte Heinrich Himmler in seiner berüchtigten Posener Rede 1943 in Hinblick auf die Ermordung der  slawische Bevölkerung in den eroberten Ostgebieten. Wohin diese „Anständigkeit“ führte, ist bekannt.”

 

>>Zeit<<

“Das nationalsozialistische Reichstierschutzgesetz überlebte das Ende des Dritten Reichs, denn es galt nicht als diskriminierendes “Nazi-Gesetz”. Erst 1972 wurde es in der BRD durch ein neues aktualisiertes Gesetz abgelöst, das aber viele Bestimmungen der Fassung von 1933 übernahm. Bis heute versucht die rechte Szene, mit Tierliebe in der Öffentlichkeit zu punkten – Tierfreunde können doch keine schlechten Menschen sein. Manchmal sind sie es leider doch.”

 

>>Netz-gegen-Nazis.de<<

“Die Sympathie für Tiere wird oft von Nazis instrumentalisiert, um auf antidemokratische und rassenbiologische Positionen überzuleiten. So zeigt sich die Tierliebe der Rechtsextremen besonders dann, wenn sie sich gegen eigene Feindbilder richten lässt.”

Auch wenn das Nazi-Reich untergegangen ist – hat die NS-Ideologie die Zeiten bis in die Gegenwart überdauert. Selbst verhältnismäßig vernünftig winkende Menschen setzen sich heutzutage für einen völlig abwegigen Naturschutz ein.

Screenshot welt.de

Screenshot dailymail.co.uk

>>Welt<<

“Wenn es nach Geist ginge, hätte der Wolf in besiedelten Gebieten gar nichts zu suchen. Der Deutsche mit ukrainischen Wurzeln lebt seit 25 Jahren auf Vancouver Island, einer Insel vor der Kanadischen Westküste. Dort hat er die Verhaltensmuster der Wölfe über Jahre in seinem Vorgarten studiert. Er hatte mehrfach Wolfsabdrücke auf der Terrasse gesichtet, seine Frau begegnete einem Tier vor der Haustür. Und ein Nachbar wurde von einem Rudel angegriffen. Die neugierigen Annäherungen, wie im Fall von Dominik Brüggemann, beschreibt Geist als Testphase: „Der Wolf wird die Menschen auskundschaften. Es wird eine Zeit dauern, und dann wird schließlich doch ein Angriff passieren.“ Immer suche er nach der leichtesten Beute: „Es sind Menschen, die humpeln, also am Stock gehen, und es sind Kinder“.

 

>>Jahr Top Special Verlag<<

“In Waldkindergärten sollen Kinder mit der Natur in Berührung kommen. Ihr Spielplatz ist der Wald, ihr Spielzeug sind Äste, Steine und Tannenzapfen.  Doch in der Gemeinde Goldenstedt im Landkreis Vechta ist die Idylle derzeit getrübt. Rund 60 Schafe wurden in der Umgebung im Landkreis Vechta sowie im benachbarten Landkreis Diepholz in den vergangenen zwei Monaten gerissen offenbar von Wölfen. Nun hat eine Anwohnerin einen Wolf in den späten Abendstunden auch in der Nähe des Waldkindergartens gesichtet.”

Screenshot niedenstein.de

Es mag sicherlich seine Berechtigung haben von Aussterben bedrohte Tierarten zu schützen – wohingegen der Wolf mit Sicherheit nicht dazu gehört.

 

 

 

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