Die modernen Luftverteidigungssysteme in unserer Zeit

Screenshot defence.pk

Weit reichende Flugabwehrrakete sind neben Kampfflugzeuge essentiell für die moderne Luftverteidigung, diesbezüglich verfügt die Bundeswehr über Patriot-Raketen aus dem USA.

>>Bundeswehr<<

“Das mobil ausgelegte Flugabwehrraketensystem Patriot wurde ab Ende der 60er Jahre in den USA als SAM-D (Surface-To-Air Missiles, Development) entwickelt und steht seit 1982 in den USA im Einsatz. Es wurde ab 1989 bei der Luftwaffe eingeführt. Die deutsche Industrie war an der Fertigung beteiligt.”

Die vermeintliche Beteiligung der deutschen Industrie beschränkte sich im eigentlichen Sinne auf die Tatsache: Dem entsprechenden LKW zu stellen – das entscheidende Luftverteidigungssystem stammt aus dem USA, entsprechend beschränkt sind die Möglichkeiten der Modernisierung. Nach dem veröffentlichten Daten der Bundeswehr müssen die Flugabwehrraketensystem Patriot weitestgehend noch in Ihren Ursprungszustand >>MIM-104B<< sein: Jedoch stand bereits 1990 – also ein Jahr nach der Anschaffung – Seitens des Herstellers ein wesentlich verbessertes System zu Verfügung. Es macht dem Eindruck, als wenn die USA seiner Zeit an die Bundeswehr ein – schon damals – veraltetes Waffensysteme verkauft haben.

Screenshot luftwaffe.de

>>Untergrund Brandenburg<<

“Bei Badingen im Norden Brandenburgs befand sich eine der drei S-200 “Wega” Flugabwehrraketenkomplexe der LSK/LV mit dem Tarnnamen “Palladium”. Mitte der 80iger Jahre gehörte das aus sowjetischer Produktion stammende S-200 System zu den modernsten Flugabwehrsystemen der Welt, entsprechend groß war die Geheimhaltung (Nationale Volksarmee – DDR, Anmerkung der Redaktion) des gesamten Komplexes.”

 

Screenshot 13571113blogspot.de

Screenshot defence.pk

Screenshot s200-wega.de

Die sowjetischen  – nach der Wiedervereinigung außer Dienst gestellte – >>S-200<< Flugabwehrraketen konnten in der Vergangenheit schon Ziele von 240 Kilometern Entfernung bekämpfen und das entsprechende Radar hatte eine Reichweite von 400 Kilometern – die aktuell genutzten amerikanischen Patriot bringen es hingegen nur auf 68 Kilometer Bekämpfungsradius. Hinzu kommt das einige Patriot-Flugabwehrraketen gegenwärtig in der Türkei an der Grenze zu Syrien stationiert sind – womit sie hierzulande nicht zu Verfügung stehen können.

>>Bundesministerium der Verteidigung<<

“MEADS soll von den Firmen MBDA Deutschland, MBDA Italien sowie dem US-Hersteller Lockheed Martin entwickelt werden. Bis zum Jahre 2025 soll das neue Flugabwehrsystem, für das ein Kostenrahmen von rund vier Milliarden Euro angesetzt ist, die „Patriot“-Einheiten der Bundeswehr ablösen. MEADS, das sowohl zur Landesverteidigung als auch zum Schutz von Truppen weltweit gedacht ist, stellt laut Wieker eine Antwort auf die komplexere Bedrohung aus der Luft dar. Sein 360-Grad-Radius, in dem es rundum Ziele erfassen und bekämpfen kann, bietet im Unterschied zu „Patriot“ einen größeren Schutz vor Angriffen von Flugzeugen oder Raketen. So können etwa Großstädte, Einsatzkontingente oder Flughäfen wie unter einer “„Käseglocke“” geschützt werden.”

 

>>Spiegel<<

“Zwar hat das Verteidigungsministerium im Mai 2012 auf eine Große Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion betont, Teile des “Meads”-Programms übernehmen zu wollen. Doch wie genau das künftige System aussehen soll, ist noch offen. … Raytheon-Manager Tim Glaeser kontert, seine Firma könne “Patriot” in einigen Jahren ebenfalls 360-Grad-fähig machen. Außerdem sei der “Meads”-Doppelschuss vom November gar nicht so beeindruckend gewesen, da keine unabhängige Prüfstelle für realistische Bedingungen gesorgt habe. Bernd W. Kubbig von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung geht noch weiter: “Es hat bisher noch kein einziger Test unter realistischen Bedingungen stattgefunden, der die Abwehrfähigkeiten von ‘Meads’ unter Beweis gestellt hätte”, sagt Kubbig, der bereits in einer Studie von 2005 umfangreiche Kritik am “Meads”-Programm geübt hatte.”

Zwar ist das amerikanische Unternehmen >>Lockheed Martin<< an der Entwicklung von “Meads” beteiligt, aber das amerikanische Verteidigungsministerium selbst ist wegen Kostengründen bereits aus dem Vorhaben ausgestiegen und Frankreich hat sich noch viel früher aus dem Projekt verabschiedet. Übrig geblieben sind Italien mit einer Minderbeteiligung und eben das Bundesverteidigungsministerium jetzt als Hauptinitiator. Es handelt sich bei “Meads” um kein einsatzfähiges System, sondern um ein Waffensystem, was sich noch in der Entwicklung befindet und zur Zeit ist nicht abzusehen, wann oder ob es überhaupt jemals in Dienst gestellt wird. Aber der Hauptkritikpunkt ist: Welche Kosten sich bis dahin kumulieren.

>>The Times of Israel<<

“The Czech Republic’s defense minister said Wednesday the country’s military has decided to purchase Israeli-made radars for its military. Martin Stropnicky said the army will pay 2.9 billion koruna ($114 million) for a total of eight ELM 2084 MMR radars made by the Israeli state-run IAI Elta company. The radars are used in the Israeli Iron Dome rocket defense system.  They will be delivered in 2019-2021 and will replace obsolete Soviet-made radars.”

 

>>Spiegel<<

“Das Projekt sei zu teuer und liege um Jahre hinter dem Zeitplan. Im Oktober 2011 verkündete auch der damalige Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, auf die Einführung von “Meads” zu verzichten.  Allerdings hat allein Deutschland rund 850 Millionen Euro in die Entwicklung des Systems gesteckt. Nach dem teuren Debakel um die Spähdrohne “Euro Hawk” droht nun erneut die Gefahr der Fehlinvestition enormer Summen.”

Screenshot mostlymissiledefense.com

Genau genommen handelt es bei “Meads” jetzt schon um eine Fehlinvestition: Die Tschechische Regierung hat für ein Bruchteil der Summe nämlich etwa 96 Millionen Euro ein einsatzfähiges erprobtes Flugabwehrsystemen erworben und die Bundeswehr steht nach Ausgaben von 850 Millionen Euro mit leeren Händen da. Es mag etwas überspitzt sein, aber im Kern trifft es dem Sachverhalt als kurze Zusammenfassung genau. Gemessen am Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das israelische Unternehmen >>Israel Aerospace Industries<< ein leistungsfähiges Waffensystem an. Das >>ELM 2084 MMR<<  hat eine 360-Grad Fähigkeit und kann neben Flugzeuge – auch anfliegende Raketen mit einer Entfernung von bis zu 460 Kilometern bekämpfen. Durch die Tatsache das 1.100 Ziele gleichzeitig verfolgen lassen und viel höhere Reichweite als die gegenwärtigen Patriot-Raketen haben – wären für eine flächendeckende Luftverteidigung viel weniger Systeme erforderlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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