Die Schienenverkehrswege in der Lausitz im internationalen Vergleich

Screenshot thebeijinger.com

Der Zugverkehr in der Lausitz ist ein endloses Trauerspiel. Selbst der Bautzener Bahnhof – einer der größten in der Lausitz – ist wegen einer maroden Decke gesperrt. Diese Einzelmeldung reiht sich nahtlos in eine ganze Reihe ähnliche bautechnische Missstände von schlecht unterhaltenen Gleisen, stillgelegte Strecken und verfallenen Ruinen – die einst Bahnhöfe waren ein.

>>Lausitzer Rundschau<<

“Das Bild wird sich auch 2017 nicht ändern. An den drei Lausitzer Bahn-Haltepunkten Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz rauscht der Regionalexpress (RE) 2 zwischen Cottbus und Berlin tagsüber vorbei. Sie bleiben abgekoppelt.”

 

>>Sächsiche Zeitung<<

“Dass der Nahverkehr in der Oberlausitz ausbaufähig ist, hat der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Bienst zuletzt selbst erlebt. Mehr als drei Stunden brauchte er, um mit dem Zug von Rietschen über Zittau in die Landeshauptstadt Dresden zu fahren. „Das Gute daran war, dass ich während der ganzen Zeit arbeiten konnte“, sagt Lothar Bienst. Doch mit dem Auto wäre er ungleich schneller gewesen. Darum sieht er Handlungsbedarf. „Wenn wir in der Region nicht abgehängt werden wollen, dann müssen wir schnell in die urbanen Zentren gelangen“, so Lothar Bienst.”

Der Abschnitt Cottbus-Görlitz ist Eingleisig und nicht elektrifiziert, das zweite Gleis wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung für die damalige Sowjetunion abgebaut. Jedoch ist dies schon einige Jahrzehnte her und selbst die Wiedervereinigung liegt schon mehr als ein viertel Jahrhundert in der Vergangenheit zurück. Bei vielen Strecken gibt es Langsamfahrstellen, was häufig ein Zeichen für schlechte Instandhaltung des betreffenden Abschnitt ist und viele Haltestellen sind in bedenklichen Zustand. Von der Reaktivierung von stillgelegten Strecken ist nichts konkretes zu finden. Alles in allen ist es eher eine deprimierende Bestandsaufnahme. Das es auch anders geht zeigen ausländische Staaten.

>>Spiegel<<

“Premiere im europäischen Reiseverkehr: An diesem Sonntag wird der erste reguläre Personenzug durch den neuen Gotthard-Basistunnel fahren. Der Eurocity EC 11 soll am Sonntag um 6.09 Uhr im Hauptbahnhof von Zürich losfahren und um 8.17 Uhr in Lugano an der Alpen-Südseite eintreffen.  Er wird maximal mit Tempo 200 unterwegs sein – erst später sollen in dem 57 Kilometer langen Tunnel 250 km/h erlaubt sein, so hat es das Bundesamt für den Verkehr verfügt.”

Screenshot srf.ch

Screenshot bahnonline.ch

>>german.china.org.cn<<

“Ende Dezember wird die neue Eisenbahnstrecke zwischen Shanghai und Kunming eingeweiht. Damit soll die Fahrzeit der 2.300 Kilometer langen Strecke nur noch neun Stunden betragen, war aus einer Tourismuskampagne zu hören. Bisher dauert die Fahrt zwischen beiden Städten etwa 35 bis 40 Stunden. Der Abschnitt zwischen Shanghai und Guiyang war bereits vergangenes Jahr eröffnet worden.”

Screenshot german china org cn

Screensho viaje-a-china.com

Screenshot echinatravel.com

Die Schweiz hat in 15 Jahren einem 57 Kilometer langen Tunnel durch die Alpen getrieben und die chinesische Hochgeschwindigkeitsstrecke von 2.300 Kilometer verläuft fast auf der gesamten Länge durch schwierige Terrain. Die technischen Möglichkeiten sind zweifelsfrei vorhanden, deswegen wäre an der Zeit das Gemeinden und Landkreise in der Lausitz sich dafür einsetzen die Verhältnisse zum Besseren zu Wenden.

 

 

 

 

 

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