Die soziale Frage im Wandel der Geschichte

Screenshot dhm.de

Mit dem sozialen Errungenschaften steht es schon seit längerer Zeit nicht zum besten. Zahlreiche Sozialreformen die viele Menschen verarmen ließen haben eine breite ökonomische Schneise innerhalb der Bevölkerung geschlagen, dazu wurden Begrifflichkeiten erfunden, welches das Handeln der Behörde einem legitimen Charakter verleihen soll.

>>Stern<<

„Die “Bedarfsgemeinschaft” macht innerfamiliären Beistand und Hilfe im Freundeskreis fast unmöglich. Ein Beispiel: Keine Mutter kann ihre erwachsene Tochter und die Enkel in Not noch aufnehmen. Denn bevor der Staat auch nur einen Cent Hilfe überweist, wäre zunächst die gute Frau dran. Und zwar nicht ein bisschen, sondern total – ganz so, als ob sie selbst um Stütze nachsuchen würde.“

Ganz ähnliches ergeht es zwei Erwachsenen, sobald die Behörde annimmt es handelt sich hierbei um eine „eheähnliche Gemeinschaft“ – was immer die Verwaltung darunter verstehen mag. Diese Begründung ist dienlich um kurzerhand die Leistungen ganz zu versagen oder zu verringern. Die Folgen: Der familiäre Zusammenhalt wird unter Missachtung des Grundgesetzes gezielt zerstört. Dabei sind die gezahlten Sozialleistungen so gering bemessen, dass es für Kinder nicht mal für das aller Notwendigste reicht.

>>Spiegel<<

“Ein Jahr später hatten die beiden erstgeborenen Kinder allerdings Wachstumsschübe, sie legten also binnen kurzer Zeit so stark in der Größe zu, dass ihnen die Kleider nicht mehr passten. Um ihre Sprösslinge neu einkleiden zu können, beantragten die Eltern einmalige Leistungen in Höhe von 448 Euro. Sie hatten genau aufgelistet, wofür sie das Geld benötigten: unter anderem 80 Euro für vier Hosen und 90 Euro für sechs Pullis. Allerdings lehnte die zuständige Behörde das Anliegen mit der Begründung ab, die Familie sei durchaus in der Lage, die Ausgaben aus eigenen Mitteln zu decken.“

Allerdings vergaß die Behörde zu erklären, wie die Familie diese Ausgaben aus eigenen Mitteln bewerkstelligen sollen. Die Allzweckbegründung von der hohen Politik lautet stets – es sei kein Geld vorhanden und man müsse sparen.

>>Focus<<

„Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, habe Meyer über sein persönliches Sachleistungskonto 14 Montblanc-Artikel angeschafft. Sein Kaufrausch fiel dabei offenbar in die letzten Monate vor seinem Ausscheiden aus dem Parlament. Unter den von Meyer angeschafften Montblanc-Artikeln befinden sich laut „Bild“-Zeitung sechs Füllfederhalter im Wert von insgesamt 1.280,40 Euro, fünf Füllfederhalter im Wert für insgesamt 927,15 Euro, drei Kugelschreiber zum Gesamtpreis von 756,90 und zwei Etuis für insgesamt 121,64 Euro. Meyer hat insgesamt also über 3.000 Euro für Produkte der Luxusmarke ausgegeben.“

Screenshot montblanc.com

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Wobei Anzumerken ist dass das generierte Einkommen dieser Funktionäre durchaus ausreichend ist, um diverse Luxusgüter auch aus der eigenen Brieftasche zu bezahlen.

>>Welt<<

„Nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ bekommt Augenstein (Senatssprecherin Daniela Augenstein – 37 Jahre alt, Anmerkung der Redaktion) für drei Monate ihre vollen Bezüge von 8900 Euro brutto. Für ebenso viele Monate, wie sie im Amt war, steht ihr anschließend ein Ruhegehalt über 71,75 Prozent ihres vorherigen Einkommens zu. Im Falle der Staatssekretärin sind das 6385 Euro.“

Solche Beispiel verdeutlichen im Kontext gesehen die Dekadenz von Behörden und Politik gegenüber der eignen Bevölkerung. Selbstverständlichen könnten diese Missstände binnen kürzester Zeit – sofern der Wille vorhanden wäre – abgestellt werden. Der Sozialstaat wurde einst von – Otto von Bismarck – eingeführt, weniger aus Gründen der christlichen Nächstenliebe, sondern Aufgrund des gesellschaftlichen Drucks von organisierten Bürgern und Bismarcks politischen Kalkül zum Machterhalt.

>>Wikipedia<<

“Mit der Sozialgesetzgebung schuf Bismarck einen Pfeiler des modernen Sozialstaats; seine machtpolitischen Ziele erreichte er aber nicht. Der Versuch, der Sozialdemokratie die „Wurzeln abzugraben,“ schlug mittelfristig ebenso fehl wie das Vorhaben, den Obrigkeitsstaat zu Lasten der Parteien auszubauen.”

Diesen damals noch sehr lückenhafte soziale Absicherung erlebte ihre Blüte in der frühen Bundesrepublik in dem 1950er und 1960er Jahren unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg. Auch in diesem Fall war keinerlei Freiwilligkeit im Spiel, sondern die Gründe lagen in der Existenz der DDR. Besonders der frühe Sozialismus des anderen Deutschlands strahlte, zu mindestens in dem Anfangsjahren weit über seine Grenzen hinaus eine gewisse Attraktivität aus. Der Niedergang der Deutschen Demokratischen Republik setzte ungefähr Mitte der 1970er Jahre ein. Professor Dr. Heinz-Josef Bontrup hat nachgewiesen, das auf der anderen Seite der Mauer in der Bundesrepublik Deutschland 1975 und 1976 der Sozialabbau begann. Dies Korreliert mit dem wirtschaftlichen Niedergang der DDR, was natürlich im unmittelbaren Zusammenhang steht. Die Existenz der DDR war ein politischer Garant dafür, dass das damalige westdeutsche Sozialsystem so fortschrittlich und umfangreich war. Wobei Ost- und Westdeutschland selbstverständlich im diesem Sinne nicht alleine standen, sondern dieses Phänomen erstreckte sich entlang des gesamten eisernen Vorhangs, welcher sich damals quer durch Europa zog.

Screenshot demokratiezentrum.org

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Natürlich ging es dem Menschen in diesem Ländern wirtschaftlich und ökonomisch besser als vergleichsweise in der USA oder in der Sowjetunion. Die unmittelbaren Frontstaaten stellten das bunte Schaufenster gegenüber dem jeweiligen Klassenfeinds dar. Schon Erich Honecker wies mehrfach darauf hin, dass bei allen Tarifverhandlung oder Fragen über soziale Leistungen immer die DDR –im übertragenen Sinne – mit am Verhandlungstisch der BRD saß.

>>Erich Honecker – Letzte Aufzeichnungen (Buch) <<

“Klare Aussage zur gegenwärtigen politischen, ökonomischen und sozialen Situation.  In der Alt-BRD saß bei Tarifverhandlungen, bei jeder einzelnen sozialen Maßnahme, bei jeder Attacke auf soziale Errungenschaften die DDR mit am Tisch – jetzt braucht man keine Rücksicht mehr zu nehmen. Die Gewerkschaften zögern.  Von den in der DDR existierenden Arbeitsplätzen gab es Ende März 1992 noch 37 Prozent, das heißt 3,5 Millionen Stellen. Auf dem Gebiet der DDR arbeiten somit 6,1 Millionen arbeitsfähige Bürger nicht mehr. Das entspricht einer Rate von 63,5 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung. Es gäbe also, so sagt Siegfried Hildebrandt, in der Ex-DDR heute ebenso viele Nichtbeschäftigte wie 1932 in ganz Deutschland.”

Das heutige Sozialsystem besteht im wesentlichen nur noch aus hohen Pflichtbeiträgen, woraus kaum nennenswerte Ansprüche erwachsen. Eine private Versicherung würde mit solchen Tarifen kaum Kunden gewinnen und diese Produkte früher oder später Aufgrund mangelnder Nachfrage einstellen. So erklärt sich auch das Selbstständige zukünftig gezwungen werden sollen in die Rentenversicherung einzubezahlen, was natürlich ökonomischer Unfug ist und worüber sich alle Beteiligte im Klaren sind.

>>Manager Magazin<<

“Die Altersvorsorgepflicht für Selbständige – als Ursula von der Leyen noch Arbeitsministerin war, brachte sie das Thema erstmals auf den Tisch. Bis zu 400 Euro jeden Monat sollte jeder Selbständige unter 30 Jahren in eine Vorsorge einzahlen.”

Aber dieses Beispiel verdeutlicht die Geisteshaltung der Entscheidungsträger. Denn die GEZ-Steuer ist ebenfalls alles andere als freiwillig, die angebotenen Leistungen des Staatsfernsehen sind eher von fragwürdiger Qualität und rufen massenweise Beschwerden hervor. Eine Gebühr auf freiwilliger Basis würde zwangsläufig das wirtschaftliche Ende des Staatsfernsehens bedeuten. Natürlich gibt es eine Reihe von Funktionäre die gut und üppig unter dem hiesigen Verhältnissen leben und sich wenig darum kümmern, wie es bei dem übrigen Bürgern bestellt ist. Diese Situation erinnert ein bisschen an die Geschehnisse zu Zeiten des Römischen Reiches nach Kaiser Trajans Herrschaft.

>>Wikipedia<<

“Trajan sollte außerdem Triumphe in beliebiger Zahl feiern dürfen. Die Münzprägung begann die Niederwerfung Parthiens (Parthia capta) und die Unterwerfung Armeniens und Mesopotamiens unter die römische Herrschaft zu verkünden. Doch Trajan drängte weiter. Er fuhr flussabwärts bis zum Persischen Golf. Auf seiner Rückreise erreichte er Babylon, wo er das Sterbehaus Alexanders des Großen besuchte. Im Jahr 116 stand Trajan am Persischen Golf. Kein römischer Kaiser war je so weit nach Osten vorgedrungen und keiner seit Augustus hatte dem Reich so viel neues Gebiet hinzugefügt.”

 

Screenshot Wikipedia.org

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Kaiser Trajan war der letzte römische Imperator der am Persischen Golf stand, danach begann der Niedergang des Römischen Reiches. Es bildete sich eine abgehobene Oberschicht heraus, die sich maßlos bereicherte, was dem Wohlstand und dem Rückhalt der Bevölkerung zu Nichte machte. Somit standen die Türen Roms für eine Okkupation diverse Stämme aus dem Norden offen, was letztendlich zu dem Untergang des Weströmischen Reiches im Jahre 476 zum finalen Ereignis führte.

 

 

 

 

 

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