Die Symptomatik von Soziale Bots und falschen Nutzerkonten

Screenshot extremetech.com

Die Diskussionen im sozialen Netzwerken reißen immer mehr >>Social Bots<< an sich. Aber auch in anderen Bereichen sind diese Computerprogramme aktiv.

>>Die Presse<<

” Wurden zu Anfangszeiten der Digitalisierung Likes und Follower auf Facebook und Twitter gekauft, bedient man sich mittlerweile ausgereifterer Mittel. Heute sorgen andere Werkzeuge für die Bewerbung von Parteien und Verbreitung von Inhalten; sogenannte Social-Bots. Bots sind autonom agierende Computer-Programme, die vordefinierte Aufgaben selbstständig erledigen. Dabei werden die kleinen Roboter-Programme auf Signalwörter programmiert. Schreibt zum Beispiel ein Nutzer auf Twitter, dass die Biermarke XY die beste auf der Welt sei, könnte ein Social-Bot von einer Konkurrenzfirma darauf reagieren und binnen Sekunden tausende Tweets mit der gegenteiligen Meinung absetzen. Damit würde nicht nur kurzerhand der erste Beitrag nahezu verschwinden, sondern auch der Twitter-Algorithmus glauben, dass es sich hier um ein relevantes Thema handelt, das den Usern angezeigt werden sollte. Die Twitter-Nutzer bekommen dann bevorzugt Inhalte mit selbem Tenor angezeigt und wissen nicht, dass sie von einem Roboter getäuscht wurden.”

 

>>t3n<<

“Soziale Netzwerke geraten aktuell vermehrt in die Schusslinie. Für politische Ergebnisse und Stimmungsmache werden sie verantwortlich gemacht. Aber auch für die zweifelhafte Marketingrolle selbst vermeintlicher Influencer. Die Netzwerke erscheinen als ein neues „Dallas“ voller Manipulation, Schein und Betrug. Die Frage ist nur: Worüber reden wir hier eigentlich? Und wie bekommt man den Realitätscheck hin? Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass zahlreiche Bots in sozialen Netzwerken aktiv sind. Vor allem der Twitter-Account eines passionierten Golfers und nebenberuflichen US-Präsidenten steht dabei im Mittelpunkt des Interesses, dessen Follower ersten Analysen zufolge zu über 50 Prozent aus Bots bestehen sollen. Längst wird über die politische Reichweite der Bot-Gefahr diskutiert, und sicherlich gibt es irgendwann ein unwirksames Gesetz gegen den Einsatz. Dabei braucht man für die Manipulation in den sozialen Netzwerken gar nicht so sehr auf die großen Accounts schauen. Schon gar nicht muss mit riesigen Botnetzen um sich geworfen werden. Die Manipulation von Likes, Followern und Kommentaren durch Boost-Tools ist in den sozialen Netzwerken längst Alltag.”

 

>>Süddeutsche Zeitung<<

“Eine ungleich größere Anzahl von “Stimmen” wurde aber einer Studie des Pew Research Centers zufolge durch sogenannte “Trollbots” abgegeben. Das sind Computerprogramme, die sich wie Bürger gerieren, aber massenhaft Stimmen abgeben und so massiv in die Meinungsbildung im Netz eingreifen.”

 

>>taz<<

“Meist ist mit Social Bot diese Definition gemeint: ein Programm, das in sozialen Netzwerken versucht, eine menschliche Identität vorzutäuschen.”

Im Geschäft der Bots tummelt sich anscheinend auch das amerikanische Unternehmen Google: Wer dort Werbung schaltet bekommt in vielen Fällen keine Klicks von echten Menschen, sondern diese Arbeit übernehmen sogenannte “Trollbots” und diese müssen dann auch noch bezahlt werden. Auch die sogenannte Offerte “Google Analytics” ist mit äußerster Vorsicht zu genießen: Die Angaben sind sehr ungenau und halten in der Regel einer genaueren Überprüfung  – sofern die Daten überhaupt stimmen – nicht stand. Es gibt zahlreiche wesentlich bessere Programme, die genauere Daten liefern und diese sich vor allem durch andere Programme zusätzlich noch verifizieren lassen. Was hingegen Google mit den übertragenen Daten anstellt, ist jedoch eine gänzlich andere Frage.

 

 

 

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