Die verfehlte Energiepolitik

Screenshot jobs.ihs.com

Die Zuverlässigkeit der Energieversorgung und Strompreise sind essentiell sowohl für Unternehmen als auch für Bürger.

>>Bundesministerium für Wirtschaft und Energie<<

„Die Energiewende ist unser Weg in eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft.“

Streng genommen hat Frankreich diesem Schritt schon Anfang 1970er Jahre im Zuge der damaligen Ölkrise forciert und Gegenwärtig bereits vollzogen – weg von fossilen Energieträgern hinzu Atomstrom. Selbst wenn großzügig über die Risiken dieser Technologie hinweg geschaut wird, treten darüber hinaus langfristig noch weitere Probleme auf und die Folgen dieser Energiepolitik können sehr anschaulich auf der französischen Internetseite des Energieministeriums nachgelesen werden.

Screenshot developpement-durable.gouv.fr

>>Manager Magazin<<

„Zudem wirbt die französische Regierung in einer groß angelegten Kampagne für radikale Stromsparmaßnahmen. So sollen Franzosen häufiger Treppen steigen anstatt den Fahrstuhl zu benutzen. Auf große Anhänge an E-Mails sollen sie nach Möglichkeit auch verzichten, um Serverleistung zu sparen. Wohnräume sollen nur auf 19 Grad geheizt werden, Bewohner dickere Pullover tragen und häufiger die Lichter ausmachen.“

 

>>Saarbrückner Zeitung<<

„Grund ist, dass Prognosen zufolge im Dezember 13 der 58 französischen Reaktoren still stehen werden – zum Teil, weil die Atomaufsicht Kontrollen von Bauteilen angeordnet hatte.“

 

>>Udo Leuschner<<

„Im jetzigen Winter werde die Stromversorgung schwieriger aufrechtzuerhalten sein als in den Vorjahren, warnte am 8. November der französische Übertragungsnetzbetreiber RTE. Bei einer langanhaltenden Kältewelle könnten deshalb „außergewöhnliche Maßnahmen“ notwendig werden, um an Werktagen von 8 bis 13 Uhr und/oder 18 bis 20 Uhr die Netzstabilität zu sichern. Dazu gehöre eine allgemeine Reduzierung des Verbrauchs um 4 Gigawatt durch Absenkung der Spannung um fünf Prozent. Im äußersten Fall könne es zur rotierenden Abschaltung einzelner Gebiete kommen. Um die Betroffenen rechtzeitig vor solchen Engpässen zu warnen, führt RTE ab 5. Dezember einen neuartigen „Bürgeralarm“ ein, der automatisch per Smartphone empfangen werden kann.“

 

>>STROMHALTIG.DE<<

„Am Freitag hatte man sich bereits für das Europäische Verbundnetz einen Plan für den Worstcase zurecht gelegt, wie aus Insiderkreisen bekannt wurde.“

Im Gegensatz zu anderen Ländern mit Kernkraftwerken die nur einem geringen Anteil an der Gesamtstromproduktion haben – setzt Frankreich voll und ganz auf die Atomkarte. Bisher ist nicht abzusehen, wie das Dilemma der – regelmäßig auftretenden – Engerieknappheit im Winter begegnet werden soll. Den veraltetem Kraftwerkspark auszutauschen ist finanziell ein utopisches Unterfangen. Alleine beim Neubau des Kernkraftwerk Flamanville laufen die Kosten immer weiter aus dem Ruder – Stand derzeit 10,5 Milliarden Euro. Für ein Bruchteil der Summe ließe sich ein konventionelles Kohlekraftwerk errichten. Unterm Strich ist es das Ergebnis einer jahrzehntelangen verfehlten Politik.

>>Wikipedia<<

„Zwei Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 571 Megawatt verfeuern aus Italien und Großbritannien importiertes Öl und Gas. Im Jahr 2010 wurden rund 5 Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt, nachdem dieser Wert 2009 noch bei null Prozent gelegen hatte. Obwohl auf Malta lediglich ein Stromanbieter existiert und der Strommarkt somit keinerlei Wettbewerb ausgesetzt ist, lag der Strompreis für private Haushalte 2007 bei 9,4 Cent pro kWh und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt (15,28 Cent).“

Das Wettbewerb dem Strompreis günstiger macht: Das ist bestenfalls ein kurzlebiges Strohfeuer – schon nach wenigen Jahren findet eine Marktkonzentration statt und danach ziehen die Preise wieder an. Auch die erneuerbaren Energien – sowie wie sie derzeit – gefördert werden lassen dem Strompreis zusätzlich künstlich in die Höhe schnellen. Für jede installierte Windkraftanlage muss ein konventionelles Kraftwerk ständig zum Abruf bereit stehen und diese errichtete doppelte Infrastruktur ist volkswirtschaftlich unvertretbar: Denn hohe Energiekosten vernichten Arbeitsplätze und senken besonders für viele Menschen die Lebensqualität. Zu dem beiden letzten Punkten war nichts auf der Webseite des >>Bundesministerium für Wirtschaft und Energie<< zu finden – was auch vielsagend ist.

Screenshot t-online.de

 

 

 

 

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