Die vorteilhaften Strukturen von kleinen Staaten

Screenshot cotworlds.blogspot.com

Die vorherrschende Meinung besagt allgemein, das große staatliche Strukturen das Mittel der Wahl sind, um Wohlstand und wirtschaftliche Prosperität zu sichern. Aber die kleine Schweiz mit ihren weitestgehend autonomen Kantonen belegt genau das Gegenteil.

>>Neue Zürcher Zeitung<<

“Der grosse Kanton Waadt wird erstmals (knapp) Nehmerkanton, während der Kanton Obwalden (ebenso knapp) die seit einiger Zeit erwartete Aufnahme in den erlauchten Kreis der Geber schafft. Obwalden gehörte einst zu den ganz ressourcenschwachen Kantonen, hat sich aber dank seiner Steuerstrategie in den vergangenen Jahren mit rasanten Schritten vorwärtsbewegt.”

Der Kanton Zug ist der kleinste Kanton innerhalb der Schweiz, gehört aber – genauso wie Obwalden mit nicht mal 38.000 Einwohnern – zu den Geberkantonen. Sofern man die Finanzzentren Zürich und Genf ausklammert, ergibt sich ein verhältnismäßig klares Bild für die Schweiz: Je kleiner die Einheit, desto ökonomischer geht man mit den vorhandenen Ressourcen um. Dieses Phänomen setzt sich jenseits Schweizer Grenzen fort.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

“Die angeführten Vorteile von Großstaaten überzeugen uns nicht, und viele Nachteile von Großstaaten werden unterschlagen. Öffentliche Güter können nicht nur innerhalb eines Staates, sondern auch in einer Kooperation unabhängiger Staaten bereitgestellt werden. Nichts hindert ein unabhängiges Friesland und die Niederlande daran, eine durchgängige Deichlinie zum Schutz der Küste zu bauen. Auch Verteidigungsbündnisse sind möglich, wie die Hanse über Jahrhunderte erfolgreich vormachte. Es spricht einiges dafür, dass die kooperative Bereitstellung von öffentlichen Gütern der optimalen Menge dieser Güter näher kommt als die monopolistische Bereitstellung im Großstaat.”

 

>>Welt<<

“Kleine Länder haben den höchsten Wohlstand Vor allem kleinere Volkswirtschaften haben im weltweiten Vergleich höhere Einkommen.”

Diese Wohlstand kommt keinesfalls von ungefähr, sondern es sind zahlreiche kleine Projekte, die gezielt die einheimische Wirtschaft unterstützen.

>>taz<<

“Seit einigen Wochen gibt es im Bergkanton nun wieder Farinets – diesmal als legales, alternatives Zahlungsmittel. Mit den frisch gedruckten Scheinen soll die lokal nachhaltige Wirtschaft im Bergkanton gefördert werden. KundInnen können bei rund hundert AnbieterInnen mit den farbigen Scheinen einkaufen. Dazu gehören Cafés, Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Taxis, Therapeuten und eine Biogärtnerei. Hinter dem Projekt steht die für alle offenstehende und sich selbst finanzierende Genossenschaft Le Farinet. Diese hat Scheine im Wert von 500.000 Farinets drucken lassen, die in der eigenen Wechselstube gegen Schweizer Franken umgetauscht werden können – ein Farinet entspricht dabei einem Franken. „Das Projekt ist überraschend gut gestartet“, sagt die Sprecherin der Vereinigung Cathy Berthouzoz der taz. „Bereits in den ersten drei Stunden wurden über 19.000 Farinets getauscht.“ Weltweit gibt es mehrere hundert Lokalwährungen. Die größte in Deutschland ist der Chiemgauer mit rund 600 teilnehmenden Unternehmen.”

Screenshot taz.de

>>Lausitzrunde<<

“Die Besonderheit der LAUSITZRUNDE ist dabei, diese Themen durch unmittelbare Kenntnis der Bedingungen bei den Menschen sowie in den Gemeinden und Städten vor Ort mit den zentralen Prozessen der Regional- und Landespolitik abzugleichen und hier entsprechend im Sinne der Lausitzer Bevölkerung Lösungen zu erreichen.”

Die internationalen Erfahrungen zeigen vortrefflich, dass die Stärkung regionaler Strukturen der Schlüssel zu mehr Wohlstand sind.

 

 

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