Die Wirtschaftsspionage der CIA

Screenshot bbc.com

Wirtschaftsspionage ist eine der Hauptaufgaben verschiedener Geheimdienste weltweit. Die Motive sind dabei verhältnismäßig durchsichtig: Produkte und Technologie zu entwickeln ist Kosten- sowie Zeitintensiv und Verhandlungen mit potentiellen Interessenten oder Kunden können sich mitunter äußerst mühsam gestalten. Verglichen damit ist Spionage ein überaus einfaches und einträgliches Geschäft.

>>Welt<<

„Eines aber ist inzwischen klar: Die Geheimdienste weltweit, auch der Bundesnachrichtendienst (BND), kümmern sich um weitaus mehr als nur um das Abhören möglicher Terroristen.  Nicht einmal „zehn Prozent der Tätigkeit der Geheimdienste“ betreffe das, sagt Konstatin von Notz, Obmann der Grünen im Untersuchungsausschuss. Darüber hinaus betreiben die NSA und andere Geheimdienste auch Industriespionage – mit verheerenden Folgen. Einer Studie zufolge, die der „Welt am Sonntag“ vorliegt und die auch in hiesigen Sicherheitskreisen für viel Beachtung sorgte, sind die Schäden für die deutsche Wirtschaft enorm und die Schutzmaßnahmen der Firmen bislang viel zu gering.  Auf einen zweistelligen Milliardenbetrag – und zwar pro Jahr – veranschlagt Florian Oelmaier vom Beratungsunternehmen Corporate Trust die Schäden für die hiesigen Unternehmen.“

Was dem Punkt: „Schutzmaßnahmen von Firmen“ angeht muss gesagt sein: Das Klein- und Mittelständische Unternehmen nur in dem seltensten Fällen in der Lage sein dürften – sich effektiv gegen einem oder mehreren amerikanischen Geheimdiensten zu schützen. In erster Linie handelt es sich um eine staatliche Aufgabe und für das übriggebliebene unvermeidliche Restrisiko wären die jeweiligen Firmen zuständig.

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Aus ihrem Büro im Flughafen Frankfurt sind die Heimatschutz-Männer offenbar umgezogen in die Clay-Kaserne in Wiesbaden. Dorthin, wo die Agenten der NSA und die Militärspione von der INSCOM beieinander sitzen und wo bald auch die Analysten aus dem Dagger-Complex einziehen werden. Jetzt würden nur noch die Leute vom Secret Service fehlen. Auf den Visitenkarten allerdings, die zwei Special Agents präsentierten, als sie am Frankfurter Flughafen einen estnischen Hacker festsetzten, stand allerdings eine andere Adresse: U.S. Secret Service, Frankfurt Resident Office, Gießener Straße 30. Die Adresse des US-Generalkonsulats.“

 

>>US-Generalkonsulat Frankfurt<<

„Der Generalkonsul und seine wichtigsten Mitarbeiter leiten die Aktivitäten des amerikanischen Generalkonsulats Frankfurt. Es ist das größte amerikanische Konsulat und eine der größten diplomatischen Vertretungen weltweit.“

Screenshot sueddeutsche.de

 

Screenshot spiegel.de

Dieses imposante US-Generalkonsulats in Frankfurt beherbergt eben nicht nur einem Konsul und sein bescheidenes Gefolge, sondern dürfte darüber hinaus mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einer der wichtigste Geheimdienststützpunkt außerhalb der USA sein. Die Stadt Frankfurt am Main ist keineswegs irgendeine Großstadt unter vielen: Dort residieren alle wichtigen Banken und viele weitere richtungweisende Unternehmen. Die Deutsche Börse befindet sich in der Stadt, genauso wie der Internet-Knoten DE-CIX und in wahrsten Sinne des Worten laufen in Frankfurt am Main die Fäden zusammen.

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Das amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt ist mit seinen etwa 900 Mitarbeitern nicht nur das größte weltweit, es ist auch eine der größten Niederlassungen der in Langley beheimateten CIA außerhalb Amerikas. Frankfurt ist Amerikas deutsche Geheimdiensthauptstadt. Hier arbeiten CIA-Agenten, NSA-Spione, Militärgeheimdienstleute, das US-Heimatschutzministerium und der Secret Service. In einem Umkreis von etwa 40 Kilometern um die Stadt haben die Amerikaner zudem ein dichtes Netz von Außenposten und Tarnfirmen angesiedelt. Aber die Zentrale ist, nach allem, was man weiß, das amerikanische Generalkonsulat. Alles topgeheim? Geht so. Selbst die Polizisten rund um das Konsulat sagen einem offen, dass CIA-Leute da drin sitzen.“

 

>>Zeit<<

„In den vergangenen Tagen waren zwei mutmaßliche Spionagefälle beim Bundesnachrichtendienst und im Verteidigungsministerium bekannt geworden. Beide Informanten sollen für US-Geheimdienste gearbeitet haben. Dieser zweite Fall ist nach Angaben der Geheimdienstausschuss-Mitglieder noch unklar, es seien weitere Ermittlungen nötig. Den Informationen zufolge sind die mutmaßlichen Spione in beiden Fällen nur aufgeflogen, weil vermutet wurde, dass sie für Russland spionieren. „Russen und Chinesen traut man alles zu, bei Amerikanern hat man offensichtlich blindes Vertrauen gehabt“, sagte der Linke-Vertreter André Hahn.“

Genau hier liegt das Problem: Trotz Unmengen an Wissen und Informationen tun die zuständigen Behörden wenig bis rein gar nichts.

 

 

 

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