Einzug von Fleischimitaten: Der große Austausch

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Fleischimitate erobern unbemerkt immer mehr heimische Küchen. Anders als häufig geglaubt: Dafür ist kein rasanter Zuwachs der Veganer- und Vegetarierbewegung verantwortlich, sondern die Ursachen liegen vielmehr innerhalb der hiesigen Lebensmittelindustrie verortet. Denn immer öfter kommt Fleischimitat, statt echtes Fleisch zum Einsatz und die meisten Bürger bekommen von der schleichenden Revolution kaum etwas mit.

>>Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung<<

„Der Markt für Fleischersatzprodukte oder Fleischimitate wächst jährlich im zweistelligen Bereich. Die Vielfalt der Angebote ist kaum noch zu überblicken, denn den Fantasien der Lebensmitteldesigner sind offensichtlich keine Grenzen gesetzt. … In Aussehen, Geschmack sowie im Proteingehalt sind die Fleisch­alternativen den Originalen inzwischen ziemlich ähnlich. Die Basis bilden vornehmlich Hülsenfrüchte wie Soja und Lupinen sowie Getreide, meist Weizen und Dinkel. Als weitere Ausgangsprodukte dienen Gemüse, Pilze, Bodenpilze, Bakterien und Milch. Die Herstellung von Tofu verläuft ähnlich wie die von Käse: Das Protein der Sojabohne wird durch Gerinnung ausgefällt und erreicht eine Konzentration von etwa 10 Prozent. Der entstehende Quark wird entwässert und anschließend zu Blöcken gepresst. Tofu hat kaum einen Eigengeschmack und kann in fast jede gewünschte Geschmacksrichtung gewürzt und als Beilage, Aufschnitt oder Wurst verzehrt werden.“

 

>>ProVeg Deutschland<<

„Tempeh ist ein traditionelles indonesisches Lebensmittel, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird. Ähnlich wie in der Käseherstellung kommen spezielle Schimmelpilze zum Einsatz, welche die Proteine der Bohne aufschließen und dadurch besonders gut verwertbar machen. Mit durchschnittlich 20 g Eiweiß und einem hohen Gehalt an Ballaststoffen kann Tempeh daher Teil einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung sein. Der Kreativität sind bei der Verwendung von Tempeh keine Grenzen gesetzt. Erhältlich ist Tempeh in den meisten Biomärkten und Reformhäusern sowie in einigen Supermärkten.“

 

>>Agrarheute<<

„Hanan Alkouh aus Kuwait entwickelte in ihren Projekt „Sea-Meat Seaweed“ eine Fleischalternative aus Dulse Seetang. Die Alge schmeckt gebraten wie Schinkenspeck und enthält viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Das Superfood lässt sich wie Fleisch verarbeiten.“

 

>>Das Käsewerk<<

„Analogkäse ist ein Käseimitat, das mit Käse wirklich nichts mehr zu tun hat. Täuschend echt kommt er zum Beispiel als geriebener „Pizza-Mix oder „Gratin-Mix“ in unsere Supermarktregale“

 

>>Huffington Post<<

„Es muss nicht immer Fleisch sein. Und so werben selbst bekannte Wurst-Marken mit einem vegetarischen Angebot, die wie klassische Schnitzel aussehen und eben doch ohne Fleisch auskommen. Kaum bekannt ist dabei, dass solche Lebensmittel beinahe wie Erdnussflips produziert werden.“

Vegetarier haben eine Vielzahl von Erklärungen parat, weshalb Fleischkonsum vermeintlich oder allenthalben auch wirklich schlecht sein soll. Jedoch ein Argument fällt häufig komplett unterm Esstisch: Die Produktion von klassischen tierischen Fleisch ist finanziell sehr teuer. Weswegen der Absatz von Fleischersatzprodukte oder Fleischimitate stärker wächst, als die vegane Bewegung. Wenig verwunderlich: Viele Fertig- oder Halbfertigprodukte enthalten immer weniger konventionelles Fleisch. Denn geschmacklich ist der Unterschied kaum oder teilweise garnicht mehr spürbar.

 

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