Elektrobusse: Die Zukunft von Akkutechnik und Oberleitungen

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Das französische Unternehmen Alstom hat den >>Aptis<< einen zwölf Meter langen Elektrobus vorgestellt. Unter optimalen Bedingungen sind mit den Gefährt 200 Kilometer Reichweite, bei einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 70 km/h möglich. Die reguläre Ladezeit beträgt rund sechs Stunden, jedoch besteht die Möglichkeit in den Haltestellen Schnellladesysteme zu installieren, womit die Reichweite steigerbar ist. Vergleichbare Busse sind bereits in verschiedenen Städten unterwegs – wenn auch mit unauffälligeren Design. Die Besonderheit des >>Aptis<< besteht in der enorme Wendigkeit des Busses, durch die lenkbaren Vorder- und Hinterräder.

Die zunehmende Verbreitung von Elektrobusse lassen vergangene politische Entscheidungen in einen denkwürdigen Licht erscheinen. Die Stadt Hoyerswerda hatte bis zum Jahr 1994 elektrische Oberleitungsbuses für den öffentlichen Nahverkehr in ihren Bestand. Der Ausbau des Oberleitungsnetzes wurde im Zuge der Wiedervereinigung gestoppt, das bereits installierte Netz sukzessive zurückgebaut und die Busse letztendlich verkauft. Ersetzt wurden sie durch Dieselbusse, welche noch heute verkehren.

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Das Ende der Oberleitungsbus-Ära in Hoyerwerda bedeutete keinesfalls das Ende aller O-Busse in der Welt. In verschiedenen Städten haben die Elektrobusse die Zeiten überdauert, haben aber  – genauso wie Straßenbahnen – politisch einen schweren Stand.

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Dabei wären genau diesen vorhandenen Oberleitungen von Straßenbahnen und Oberleitungsbusse prädestiniert für die neuen batteriebetriebenen Elektrobusse. Die derzeit verfügbare Akkutechnik würde ganz neue Möglichkeiten eröffnen: Zum einen ließen sich – ohne Neubau von Oberleitungen – neue Linien einrichten, das bestehende Netz hätte damit eine höhere Auslastung und zum anderen wäre der Bau von neuen Oberleitungsstrecken erheblich kostengünstiger, weil bautechnisch schwierige, sowie teure Abschnitte wie Kurven, Kreuzungen und andere topographische Hindernisse einfach ausgespart werden könnten.

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