Gangster in Uniform: Die systematische Unterwanderung der Polizei

Screenshot youtube.com

Teile der Polizei scheinen eine besondere Form der „Freizeitbeschäftigung“ nachzugehen. Die Rede ist von ominösen Pokerclubs, Drogen, Schmiergeldzahlungen und privaten Kontakten zur Unterwelt. Mit Herausgabe von Informationen tun sich die Behörden sichtlich schwer, was zurecht Misstrauen bei der Bevölkerung hervorruft.

>>Mitteldeutsche Zeitung<<

„Eine Serie von Drogendelikten erschüttert Sachsen-Anhalts Polizei-Hochschule. Gegen mehrere Nachwuchspolizisten der Akademie in Aschersleben (Salzlandkreis) ermittelt derzeit die Polizeidirektion Nord in Magdeburg. Die Anwärter sollen illegales Rauschgift besessen haben. Es kam zu Razzien bei Polizeischülern, bestätigte die Direktion. Laut Innenministerium wurde vier Anwärtern bereits gekündigt. Die Gesamtzahl der Beschuldigten blieb aber offen: Die Magdeburger Ermittler vermieden auf Anfrage detailliierte Auskünfte.“

 

>>Spiegel<<

„Die Rede war von Disziplinlosigkeit, Lernverweigerung, schlechten Deutschkenntnissen sowie Rechtschreibproblemen in einer Klasse mit vielen Schülern aus Einwandererfamilien. Unter den Nachwuchskräften soll es zudem antidemokratische Einstellungen und türkischen Nationalismus gegeben haben. Auch Probleme beim Schießtraining wurden beklagt. Vor einiger Zeit soll fast eine ganze Klasse bei Übungen durchgefallen sein, in der Theorieausbildung hatten sich Ausbilder über Mängel in den Fächern Politische Bildung und Geschichte beschwert: „Diese sind so wichtig wie der richtige Umgang mit der Schusswaffe“, sagte ein Lehrer: „Wenn das schiefgeht, haben wir in ein paar Jahren die Hölle auf der Straße.“ … Sindbergs Nachfolger muss dann auch mit den Spekulationen über eine angebliche Unterwanderung durch kriminelle Clans aufräumen. Die Polizei hatte bereits im November 2017 von einem diffamierenden Generalverdacht gegen arabisch- und türkischstämmige Schüler gesprochen.“

 

>>Berliner Tageszeitung<<

„Der Polizeikommissar soll Schmiergelder von Dealern angenommen und Kollegen verpfiffen haben. Bereits seit 2016 soll der Polizist krumme Geschäfte mit Inhabern und Lokalbetreibern aus Wedding gemacht haben. … Da hat er sich verzockt: Polizeioberkommissar Marek G. (39) ist 1. Vorsitzender des „Magic Card Poker Clubs“ an der Berliner Straße (Pankow). In den Räumlichkeiten des Vereins soll er Kokain gehortet haben. Außerdem soll der Poker-Polizist monatlich bis zu 3000 Euro Schmiergeld kassiert haben, weil er geplante Razzien an Drogendealer verpfiff. … In den Räumen des Pokerclubs (etwa 100 Quadratmeter) entdeckten die Einsatzkräfte u.a. Kokain. Auch ein Café an der Bellerheimstraße (Wedding) und die Dienststelle von Marek G. an der Brunnenstraße (Mitte) wurden durchsucht. … Gegen den Poker-Polizisten, der auch eine Eigentumswohnung auf Kuba besitzen soll, wird wegen Bestechlichkeit, Verletzung von Dienstgeheimnissen und Beteiligung am Betäubungsmittelhandel ermittelt. Der Fall Marek G. ist der nächste in einer Reihe von Skandalen der Berliner Polizei: Ermittlungspannen nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz, Schießstand-Affäre und immer wieder Ärger an der Polizeiakademie.“

Was über die wahrscheinliche Unterweltgröße des Polizeikommissar in Erfahrung zu bringen ist: Er führte ein recht extrovertiertes Leben, Bescheidenheit und Zurückhaltung schienen keine sonderlich ausgeprägten Tugenden von ihn zu sein. Zu Bedenken ist: Der Konsum von illegalen Betäubungsmitteln geht fast immer einher mit der Organisierten Kriminalität und zugleich Erpressbarkeit. Allerdings die übrigen Behörden legen ein ebenso bizarres Verhalten an den Tag: Die herausgebende Devise lautet wohl vertuschen und verheimlichen. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Einzelfällen, die in Summe zusammengenommen, ein äußerst bedenkliches Bild abliefern und darauf schließen lassen: Das auch höhere behördliche Ebenen bereits Korrumpiert sind. Wodurch auch die schillernde Lebensweise von so mancher Unterweltgröße erklärbar wäre – die im Nebenberuf bei der Polizei tätig ist.

 

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