Geheimdienste und der Einsatz vom Staatstrojanern

Screenshot securitynewsdesk.com

Die zunehmend verschärfte Sicherheitslage durch die faktisch unkontrollierte Massenmigration und die offenen Grenzen im Scheingenraum, bildet die politische Grundlage für eine breite Palette an neuen Überwachungsgesetzen – unter anderen dem Staatstrojanern.

>>Spiegel<<

„Da ist zum einen die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ). Dabei wird ein Trojaner auf ein Gerät aufgespielt. Er kopiert die Kommunikation, noch bevor sie verschlüsselt werden kann – oder nachdem sie entschlüsselt wurde. Polizisten und Geheimdienstler warnen schon seit geraumer Zeit vor dem Phänomen, das sie „going dark“ nennen. Wegen gut verschlüsselter Chat-Dienste wie Signal, Telegram oder auch WhatsApp und dem Facebook Messenger können sie immer weniger Kommunikationsinhalte auffangen.“

Begründung für dem Einsatz von Staatstrojanern ist die verschlüsselte Kommunikation. So wenig wie es ein „Wundermittel“ zum entschlüsseln von Nachrichten gibt – gibt es genauso wenig ein Trojaner, welcher problemlos auf allen möglichen Endgeräten installierbar ist. Freilich mag es einige Computer geben, die schwach oder überhaupt nicht gegen Schadware gesichert sind. Dennoch dürften die meisten Geräte verhältnismäßig immun gegen derartige Angriffe sein. Die eigentlichen Motive für solche umstrittenen Mittel dürften in einem anderen Umfeld zu suchen sein.

>>Überwachtes Netz: Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal der Geschichte – Markus Beckedahl (Buch) <<

„Geheimdienste bewirken die Entstehung rechtsfreier Räume, die weltweit niemand mehr kontrollieren kann. Denn die Geheimdienste, zumindest die formal befreundeter Staaten, tauschen ihre Erkenntnisse wiederum wechselseitig aus, und umgehen damit aktiv die Bindungen ihres nationalen Rechts. Was sie selbst nicht ermitteln dürfen, erledigt ein ausländischer Geheimdienst, der die Daten und Informationen liefert, die für den jeweils nationalen Dienst tabu sind. Geheimdienste schaffen dadurch ein weltweit vernetztes und unkontrolliert agierendes System, das der zielgerichteten Aushebelung von Bürgerrechten dient. Es kommt hinzu, dass das Internet die Rahmenbedingungen entscheidend verändert hat. Denn mit der Überwachung durch Geheimdienste ist es so ähnlich wie mit dem Urheberrecht. Was in den 80er Jahren noch auf einen kleineren Personenkreis beschränkt war, betrifft plötzlich (nahezu) alle Menschen.“

 

>>Frankfurter Rundschau<<

„Mit einem Cyberkrimi-Rätsel will der Bundesnachrichtendienst talentierte Hacker für eine legale Beschäftigungsmöglichkeit im Staatsdienst interessieren. … Das Aniski-Programm reicht aber noch weiter. So will der BND damit auch an leistungsfähige Entzifferungshardware herankommen und sich kryptografische Schlüssel und Zertifikate der Anbieter beschaffen, und zwar mit Hilfe nachrichtendienstlicher Methoden. Diese reichen vom elektronischen Eindringen in interne Firmenkommunikation bis zur Rekrutierung und Platzierung von Spionen in IT-Unternehmen. Wer also die aktuelle „Forensik Challenge“ auf der BND-Website schafft, den erwartet beim BND ein wirklich breites Arbeitsspektrum.“

Nicht alle, aber viele Dienste haben sich bereits zu einem Staat im Staate entwickelt. Bei der Kontrolle der Geheimdienste handelt es sich gegenwärtig um eine reine Farce. Selbst das parlamentarische Kontrollgremium bekommt bestenfalls oberflächliche Informationen geliefert, wobei vollkommen unklar ist, ob die mühsam erfragten Fakten überhaupt der Wahrheit entsprechen. Tatsache ist: Effektiv können Staatstrojaner nur eingesetzt werden – wie in der Vergangenheit bereits geschehen – indem die Software mehr oder weniger heimlich und verdeckt – Vorort – auf dem Rechner draufgespielt wird.

 

 

 

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