Gründe der Energiekrise

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Die Anzahl der Stromsperren und die Strompreise steigen steil an. Immer mehr Menschen können Aufgrund der Energiekrise ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Nur die Gründe hierfür, werden gerne verschwiegen.

>>Caritas<<

„Abhängig von der Größe eines Haushalts fehlen monatlich fünf bis elf Euro im Budget für Strom, die nicht durch den Regelbedarf abgedeckt sind. Noch stärker zeigt sich die finanzielle Lücke bei Haushalten, die ihr warmes Wasser mit einem Boiler erzeugen. Hier fehlen im Schnitt zusätzlich neun bis 19 Euro monatlich gegenüber den zugrunde gelegten Pauschalen für Warmwasser. „Es kann nicht sein, dass Alleinstehende und Familien, die von Arbeitslosengeld II leben müssen, ihre Stromkosten dadurch finanzieren, dass sie an der Kleidung oder am Essen sparen. Und im schlimmsten Fall sogar „im Dunkeln“ sitzen, wenn ihnen der Strom abgestellt wird“, macht Caritas-Präsident Peter Neher deutlich.“

Tatsächlich sind die Pauschalen – bereits seit der Einführung von Hartz IV – viel zu niedrig angesetzt: Die Schere zwischen behördlich-festgelegten Strom-Budget und realen Strompreis geht immer weiter auseinander. Die Anzahl der Stromsperren kennt deshalb nur eine Richtung: Die nach oben. Aber unter der anhaltenden Energiekrise leiden nicht nur Arbeitslose. Denn auch Geringverdiener müssen erhebliche Teile ihres Einkommens für die Stromrechnung aufwenden.

>>Wirtschafts Woche<<

„Der Ausbau der deutschen Stromnetze für die Energiewende treibt voraussichtlich auch in den nächsten Jahren den Strompreis nach oben. „Der Anteil der Netzentgelte am Strompreis wird weiter steigen“, sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Montag bei der Vorstellung seines Jahresberichtes. Aktuell zahlen die Stromkunden im Schnitt bereits rund ein Viertel des Rechnungsbetrags für die sogenannten Netzentgelte, aus denen unter anderem neue Leitungen bezahlt werden. Allein für das Übertragungsnetz – die großen neuen Stromautobahnen der höchsten Spannungsebene – erwartet die Behörde rund 40 Milliarden Euro an Kosten bis zum Abschluss. Außerdem müssen im nächsten Winter deutlich mehr Kraftwerke als Notreserve für eine sichere Stromversorgung bereit gehalten werden. Der Bedarf werde dann bei 10.400 Megawatt liegen und damit fast doppelt so hoch sein wie zuletzt, sagte Jochen Homann.“

 

>>Sächsische Zeitung<<

„Durch die Installationsgesellschaft Dresden mbH mit Sitz Kamenz wurde am Donnerstagvormittag der insgesamt 80 Tonnen schwere Kessel, mit dem Braunkohlestaub verbrannt wurde, aus dem Heizwerk Christian-Weißmantel-Straße ausgebaut, auf einen Tieflader verladen und zur fachgerechten Entsorgung gebracht. Damit wurde die bisher bewährte Versorgungstechnik im Heizkraftwerk endgültig außer Betrieb genommen. Der Braunkohlebrennstaub aus dem einheimischen Lausitzer Kohlerevier hatte es der Ewag Kamenz ermöglicht, über mehrere Jahrzehnte eine preiswerte und zuverlässige Wärmeversorgung zu sichern. Durch die vom Bundestag beschlossene Energiepolitik ist das zukünftig in dieser Form nicht mehr möglich. Die Ewag erneuert deshalb bis 2019 ihre Energieerzeugungsanlagen in Kamenz. Die Heizkraftwerksstandorte Friedensstraße und Christian-Weißmantel-Straße werden umgebaut. An der Weißmantelstraße werden zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit je 1 MW, ein Erdgaskessel mit 5 MW und ein Holzpelletkessel mit 1,25 MW thermischer Leistung installiert, … „

Preisgünstiger Energie wird konsequent den Kampf angesagt: Natürlich kostet der Austausch eines Kessels Geld, welcher im Nachgang auf die Energierechnung umgeschlagen wird. Außerdem ist Erdgas als Brennstoff, wesentlich teurer als Braunkohle. Die rücksichtslos-betriebene Energiewende trifft in erster Linie die armen Bürger.

 

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