Ideologischer Filz: Gefangen zwischen Frauenquote und Genderpolitik

Screenshot ehstoday.com

Das Dasein vieler Politiker gestaltet sich im gefühlten endlosen wiederholen immergleicher Wortpfrasen, die mit dem realen Leben der meisten Bürger wenig bis gar nichts zu tun haben.

>>Tagesspiegel<<

“Die Grünen fordern ein BMBF-Forschungsprogramm für Geschlechterforschung, ein Nachwuchsprogramm für Genderforscher und Genderforscherinnen und die Durchsetzung von Frauenquoten etwa nach dem Kaskadenmodell.”

Screenshot spiegel.de

>>Merkur.de<<

“Es gibt in Deutschland etwa 180 Professuren zum Gender Mainstreaming. Es gibt um die 2000 hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte in Ämtern. Und dann natürlich Gleichstellungsmaßnahmen in Ministerien. Stiftungen, Projekte, Aktionen…. Ich habe aber eine Summe gefunden – auf EU-Ebene: Zwischen 2007 und 2013 wurden für Projekte zur Gendergerechtigkeit insgesamt 3,56 Milliarden Euro ausgegeben. Auf der anderen Seite erzählt man uns Eltern immer: Es ist für nichts Geld da.”

 

>>SPD<<

“So werden alle Familien entlastet – egal, ob Mutter und Vater verheiratet sind oder nicht. Natürlich können gleichzeitig alle Paar, die heute vom Ehegattensplitting profitieren, darauf auch in Zukunft vertrauen. Niemandem wird etwas weggenommen!  Außerdem wollen wir, dass Familien mit wenig Einkommen mehr Kindergeld bekommen. … Ein gutes Angebot für Kinderbetreuung ist wichtig. Dabei geht es auch – aber nicht nur – um mehr Plätze. Damit das machbar ist, wollen wir, dass der Bund deutlich stärker in die Finanzierung einsteigt.”

 

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

“Über die immensen Kosten des Kita-Ausbaus wird gerne geschwiegen. Ein Platz kostet 25.000 Euro.”

Ähnliche Aussagen die sich inhaltlich von dem anderen Parteien kaum unterscheiden sind – jenseits der Grünen und SPD – in verschiedenen Programmen zu finden.

>>Stern<<

“Wenn ich höre, dass ein Kind zwischen sechs und 14 Jahren 3,02 (zuvor 2,29) Euro am Tag für Nahrungsmittel bekommen soll, weiß ich nur, dass mein Hund mehr konsumiert. Ein Rinderohr – sein Lieblingssnack – kostet nämlich 1,50 Euro. Kein Wunder, dass es inzwischen Hinweise auf ernährungsbedingten Minderwuchs bei Hartz-Kindern in Deutschland gibt. Mickerkinder gab es in der Geschichte schon häufiger, etwa damals, als die Indianer Südamerikas unter die Herrschaft der Konquistadoren geprügelt wurden. Das Hartz-Geld reicht vielleicht zum Überleben, aber nicht einmal zu einem Hundeleben. Schon ein Luxusgut wie eine Limonade ist für Hartz-Kinder nicht vorgesehen – und zwar jahrelang. Wenn bestens abgesicherte Spitzenpolitiker im Fernsehen erklären, Coca-Cola sei ohnehin Gift fürs Kind und Leitungswasser nicht nur billiger, sondern auch gesünder, bekomme ich Schnappatmung. Neben den Geiz gesellt sich regelmäßig die Diffamierung der Schwachen. Bei jeder Leistung für die Armen meldet sich ein Berliner Hinterbänkler zu Wort, der befürchtet, die Hartzer würden das gute Steuergeld am Ende doch versaufen. Dabei weiß jeder, dass es überhaupt nicht um den Nährwert von Cola und Schoko geht, sondern um Lebensfreude. Um ein Eis im Park und darum, auch mal dabei zu sein. Und “dabei sein” ist in unser Konsumgesellschaft fast immer mit Kosten verbunden.”

Der Mensch ist ein soziales Wesen und zum Existenzminimum gehört demnach auch die soziale Teilhabe – die faktisch weder bei Kindern noch bei Erwachsenen vorgesehen ist. Das Kindergeld wurde von Beginn an auf dem Hartz IV Satz angerechnet und dies gilt ebenso für Menschen – die trotz Mindestlohn – aufstocken müssen. Ein anderes, beliebtes und breit getretenes Thema in der Politik ist die vermeintliche “Lohngerechtigkeit” .

>>Diana Bader (DIE LINKE) <<

“Der Equal Pay Day macht alljährlich auf die geschlechtsspezifische Lohnlücke aufmerksam. In diesem Jahr fällt er auf den 18. März. Dazu erklären die Sprecherin für Frauen- und Gleichstellungspolitik Diana Bader und der arbeitsmarktpolitische Sprecher Andreas Bernig:  Männer verdienen im Schnitt immer noch mehr als Frauen. Der durchschnittliche Bruttoverdienst von Männern ist 21 Prozent höher, 2006 waren es sogar noch 23 Prozent. 77 Tage müssen Frauen in diesem Jahr mehr arbeiten, um das Durchschnittsgehalt ihrer männlichen Kollegen zu bekommen.”

Diese Zahlen mögen zwar stimmig sein, aber die Schere zwischen Arm und Reich klafft noch viel weiter auseinander und stellt somit ein viel größeres Problem da: Jene Tatsache muss dann – ideologisch bedingt – eben hinten anstehen. Verdienstunterschiede zwischen Männer und Frauen haben natürlich Ursachen: Es gibt zahlreiche Berufsgruppen die entweder komplett von Frauen oder Männern dominiert werden. Die entsprechenden Vergütungen spiegeln in der Regel die geleistete Tätigkeit wieder, was bedeutet: Entbehrungsreiche Tätigkeit die gefährlich, körperlich anstrengend oder gesundheitsschädlich sind wirken sich am Ende des Monats selbstredend auf dem Geldbeutel aus. Beispielsweise eine Frauenquote für Straßenbauarbeiter – die dem ganzen Tag körperlich schwere Arbeit verrichten und dabei giftige Dämpfe einatmen müssen – würde sicherlich die “geschlechtsspezifische Lohnlücke” zumindest teilweise schließen. Dem meisten Männern in solchen oder ähnlichen Berufen sind die Gefahren und Risiken sehr wohl bewusst: Aber um ihre eigene Familie zu ernähren nehmen sie diese Umstände wohlwissend im kauf.

Screenshot nordkurier.de

 

Screenshot stuttgarter-nachrichten.de

 

Screenshot ernstversusencana.ca

>>stuttgarter-nachrichten.de<<

“Er war für die Absicherung einer Autobahn-Baustelle zuständig und kam dabei ums Leben: Der Tod eines 24-jährigen Bauarbeiters auf der A8 am Donnerstagmorgen ist trauriger Höhepunkt einer Serie von Baustellenunfällen.”

 

>>Spiegel<<

“Erkenntnisse über das Risiko einer Krebserkrankung durch radioaktive Strahlen basierten bisher meist auf Studien, die nach atomaren Katastrophen wie in Fukushima oder Tschernobyl durchgeführt wurden. Jetzt untersuchte eine internationale Langzeitstudie, ob auch die viel niedrigeren Dosen radioaktiver Strahlung in intakten Atomkraftwerken das Krebsrisiko erhöhen können.  Die Forscher werteten dafür die äußerliche Strahlenbelastung von mehr als 300.000 französischen, britischen und amerikanischen Angestellten aus, die in Atomkraftwerken, bei Projekten mit Atomwaffen oder in Forschungslaboren arbeiteten. Im Schnitt begleiteten die Forscher die Mitarbeiter 26 Jahre lang. Die Daten verglichen sie anschließend mit den Krebsfällen in den Sterberegistern des jeweiligen Landes. Dabei bezogen sie sich auf alle Krebsformen außer Leukämie. Über den Blutkrebs wurde eine gesonderte Studie durchgeführt. In allen drei Ländern gab es ähnliche Ergebnisse: Die umfassenden Daten zeigen, dass sich auch niedrige radioaktive Strahlung auf das Krebsrisiko auswirken können.”

Ein roter Faden welcher sich quer durch die politische Landschaft zieht: Viele Parteien sind im ideologischen Filz von Frauenquote und Genderpolitik gefangen.

 

 

 

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