Keine spätrömische Dekadenz: Wie Unternehmer in die Sozialhilfe getrieben werden

Screenshot gamersglobal.de

Die meisten Sklaven wurde in der Antike durch erfolgreiche Feldzüge gewonnen. Aber zum Teil hat man den Menschen einfach nur übel mitgespielt und sie auf diese Weise in die Sklaverei gepresst. In der heutigen aufgeklärten Gesellschaft sollte der erfolgreiche Unternehmer ein erstrebenswertes Lebensmodel sein und alle staatliche Institutionen müssten dies nach Kräften fördern, weil auf diese Weise wirtschaftliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen. Aber die Wirklichkeit sieht bedauerlicherweise ganz anders aus.

>>Schorndorfer Nachrichten<<

“Roland Maier (Name geändert) hat den Glauben an den Staat verloren. Der Familienvater war arbeitslos, hat sich weitergebildet, um Jobs bemüht und schließlich selbstständig gemacht. Doch nachträglich hat ihm das Jobcenter nun seine Bedürftigkeit aberkannt. Fast 15 000 Euro soll er zurückzahlen, weil er sich für seinen kleinen Betrieb Geld vom Schwiegervater geliehen hat. Maier versteht die Welt nicht mehr.”

Abgesehen von den Einzelschicksal steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl eher eine Methodik der Behörden dahinter.

>>Unternehmensberatung Lars Strempel<<

“Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will für Arbeitslose die Gründungsberatung jetzt völlig streichen. So zumindest schreibt das die Tageszeitung „Die Welt“ in ihrer Ausgabe vom 18. Mai 2013 und in der Online-Ausgabe „Die Welt“ am 17. Mai 2013. Das würde bedeuten, dass der Gründungszuschuss und die 90 %-ige Förderung zum Gründercoaching vollends entfallen. Beim Gründungszuschuss geht es um viel Geld, nämlich um 1,8 Milliarden Euro im Jahr, die auf 500 Millionen Euro gesenkt werden. „Es sei nicht geplant, das Gründercoaching für Arbeitslose in der kommenden Förderperiode des Europäischen Sozialfonds weiterzuführen“, so das Arbeitsministerium. „Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, der Gründungsförderung aus der Arbeitslosigkeit völlig den Garaus zu machen“, meint die Grüne Brigitte Pothmer.”

 

>>Anonymer Kommentar<<

“Und unterm Strich zählt auch, dass laut den bisherigen Studien auf 100.000 geförderte Gründungen 80.000 zusätzliche Stellen kommen. Mit anderen Worten: der Gründungszuschuss ist die erfolgreichste Arbeitsmarktmassnahme überhaupt, mit einer Erfolgsquote von weit über 100%! In Zukunft kommen auf 100.000 Antragsteller dann nur noch 40.000 zusätzliche Stellen, dafür 80.000 weiterhin Arbeitslose. Die Kosten für die fortgesetzte Arbeitslosigkeit zählen natürlich nicht, denn das ist ein anderes Budget. Es lebe die Mathematik!”

In der Tat: Im Gegensatz zu den vielen anderen umstrittenen Förderungsmaßnahmen war dass die einzigste Maßnahme, wo wirklich ein Mehrwert – für alle Parteien – geschaffen wurde. Es ist bis heute kaum nachvollziehbar, warum seinerzeit gerade dort der Rotstift angesetzt wurde und dies ist bis heute unkorrigiert geblieben.

>>Sächsische Staatskanzlei<<

Eine Arbeitsgelegenheit ist eine Eingliederungsleistung für ausgewählte erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb), bei der die Teilnehmenden zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Tätigkeiten verrichten. Die individuelle Zuweisungsdauer der eLb ist grundsätzlich auf insgesamt 24 Monate innerhalb von fünf Jahren begrenzt. Ab dem 01.08.2016 kann die Teilnahme einmalig für 12 weitere Monate verlängert werden.

 

>>Bundesverwaltungsamt<<

“Die Arbeitsplätze müssen für zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeiten im Sinne der Vorschrift des § 16d Absatz 2, 3 und 4 SGB II bereitgestellt werden.”

Selbstverständlich gehen solche Vorschriften an der Lebenswirklichkeit weit vorbei: Die Praxis zeigt dass die betroffenen selbst klagen müssen und die Behörden sich derweil fleißig in wegsehen üben. Natürlich können problemlos private Firmen diese Arbeiten auch erledigen – nur eben nicht für einen Euro die Stunde – womit im Umkehrschluss sehr wohl auch Arbeitsplätze entstehen würden.

 

 

 

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