Klinikbetreiber und Parteienfinanzierung: “Nun muss sie liefern.”

Screenshot huffingtonpost.com

Seit Jahren herrscht in allen möglichen Pflegeberufen Personalnotstand: Löhne und Arbeitsbedingungen verschlechtern sich zusehends. Jedoch die aktuelle Miesere hat einen langen Vorlauf und Besserung ist kaum auszumachen.

>>T-Online<<

“Die deutschen Parteien haben 2017 bislang Großspenden von mehr als vier Millionen Euro erhalten. Größte Profiteure sind die CDU und die FDP, wie aktuelle Zahlen der Bundestagsverwaltung zeigen. Doch Anti-Korruptions-Organisationen betonen: Das wahre Aufkommen ist noch viel größer. Die Zahlen geben kaum die Hälfte der tatsächlichen Spendensumme wieder.”

 

>>Tagesspiegel<<

“Größter Geldgeber der Freien Demokraten in beiden Jahren war mit 406.000 Euro die Kölner Firma R+W Industriebeteiligungen, hinter der der einstige Klinik-Unternehmer Walter Wübben („Damp-Gruppe“) steckt. Er hat früher schon große Summen an die FDP gegeben. Wübben ist auch als gemeinnütziger Stifter aktiv. Mit 300.000 Euro bedachte der Unternehmer Lutz Helmig die Partei, auch er wurde mit privaten Krankenhäusern (Asklepios und Helios) reich, leitet nun aber eine Beteiligungsgesellschaft, der bis vor kurzem auch die Berliner Medizintechnikfirma „World of Medicine” gehörte.”

 

>>Staatsrundfunk “Mitteldeutscher Rundfunk” <<

“Es knirscht und knarkst immer wieder mal im Koalitionsgebälk, aber die erste große Bewährungsprobe hat diese Regierung bestanden. Sie hat eine Mehrheit für den Haushalt 2017/18 bekommen und damit keine Risse im Fundament. Nun muss sie liefern.”

Sätze wie: “Nun muss sie liefern.” – Aussagen das nach einer Wahl die jeweilige amtierende Regierung liefern muss, tauchen Seitens des Staatsrundfunks regelmäßig auf.

>>Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (PDF-Datei)<<

“Überall hört und liest man, dass vor dem Hintergrund des gravierenden Fachkräftemangels in der Pflege die Pflegeberufe attraktiver gemacht werden müssten. Von Imagekampagnen ist dann die Rede, einer höheren Wertschätzung, Gesundheitsförderung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und guten Arbeitsbedingungen. Dennoch nehmen die belastende Arbeitsverdichtung und der Zeitdruck von Jahr zu Jahr weiter zu. Und die Politik, die etwa im Rahmen der Reformen dieser Legislaturperiode (Krankenhausstrukturgesetz, Pflegestärkungsgesetze) endlich Fakten im Sinne einer gesetzlich vorgeschriebenen Personalbemessung mit Mindeststandards hätte schaffen können, um den Abwärtstrend zumindest aufzuhalten, scheut offenbar die Auseinandersetzung und drückt sich vor der Verantwortung.”

 

>>Welt<<

“Ein Ehepaar aus Bayern will einkaufen fahren, als die schwangere Frau Blutungen erfährt. Sie fahren ins Krankenhaus. Dort muss sie vier Stunden auf eine Behandlung warten. Ihr Baby hat die 37-Jährige verloren.”

Löhne und Arbeitsbedingungen haben sich insbesondere in Pflegeberufen massiv verschlechtert, darunter leidet selbstverständlich die Betreuung der Patienten. Selbst die Gewerkschaft Marburger Bundwelche eigentlich die Interessen der Ärzte und nicht die der Pflegeberufe vertritt – sieht sich genötigt wegen den Missstand selbst aktiv zu werden. Patienten, Pflegekräfte und Ärzte – alle zusammen – leiden unter den gegenwärtigen Bedingungen. Aber es gibt auch Gewinner: Die vorliegenden Umstände sorgen für eine positive Renditeentwicklung der Klinikbetreiber, womit sie ihr inniges Verhältnis zur hohen Politik “intensiver pflegen” können.

 

 

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