Kohlekraftwerke: „Sie seien wichtig um den Armen Zugang zu Energie zu verschaffen“

Screenshot www.leag.de

Der Zugang zu günstigen Strom ist eine Grundvoraussetzung: Um auch arme Bevölkerungsschichten einen adäquaten Lebensstandard zu ermöglichen. Aus diesen Grund investieren zahlreiche Staaten in Kohlekraftwerke, einige haben die Energiewende wieder rückgängig gemacht und andere garnicht erst vollzogen.

>>Zeit<<

„Die US-Regierung sei verpflichtet, die Interessen ihrer Bürger zu schützen, sagte Banks – und dazu gehörten auch Vermögens- und intellektuelle Werte. Vermutlich meinte er damit die fossilen Rohstoffe und die Technologie, die Kohle- und Atomkonzerne nutzen. Ihr Wohlstand ist durch eine entschiedenere Klimapolitik gefährdet. Banks betonte, weltweit würden neue Kohlekraftwerke gebaut. Sie seien wichtig, um den Armen Zugang zu Energie zu verschaffen. „Wir brauchen die Kohle. Wenn wir sie aber nutzen müssen, sollte sie so sauber wie möglich sein.“  … „Die Vorstellung, Erneuerbare könnten deren Platz einnehmen, hält Banks für „höchst naiv“. Er sagte, die Regierung sei offen für das Gespräch.“

 

>>Focus<<

„Die Vorliebe für grünen Strom ist nirgendwo auffälliger in der EU als in Deutschland: dicht an dicht jede Menge Windflügel und Solarpaneele in einer ansonsten grünen Landschaft. „Flatterstrom“, wie Ökonom Sinn die wetterabhängige Energieform nennt, weil sie „viel zu flatterhaft, zu volatil“ ist. Tatsächlich: Manchmal weht der Wind, manchmal nicht, und manchmal scheint auch keine Sonne, wenn der Wind nicht weht. Nicht umsonst drehen Japan und Schweden das Rad der Geschichte zurück und erklären die Wende von der Wende: Nachdem beide Länder den Austritt aus der Atomkraft erklärten, gehen mittlerweile die ersten Meiler wieder ans Netz. Grüner Strom ist dagegen wegen zu teurer oder ungeeigneter Speicherformen minderwertig und daher chancenlos am Markt, wenn er nicht in Deutschland über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bevorzugt ins Stromnetz eingespeist werden dürfte. Das Problem mit dem EEG: Die Struktur der Emissionsvermeidung, wie sie der Emissionsrechtehandel in Europa geschaffen hat, wird durch nationale Sondermaßnahmen wie das EEG nicht verbessert, sondern schlechter. Grund: Durch die Subventionierung wird grüner Strom quasi mit Gewalt ins deutsche Netz gepresst, die Kohle herausgedrückt und anderswo neue Kohlekraftwerke in Betrieb genommen. Warum? Weil die Emissionsrechte, die in Deutschland nicht mehr gebraucht werden, über Börsen wie in Leipzig oder Amsterdam an ausländische Käufer in Europa gehen. Dort freut man sich, über den gesunkenen Preis das Recht zu bekommen, genauso viel mehr CO2 ausstoßen zu können wie in Deutschland eingespart wurde. Heißt: Kohlewirtschaft in Frankreich und Spanien wird zu Lasten dortiger Windkraft- und Solarbetreiber gefördert. Paradox auch: Der Emissionshandel könnte sogar ohne EEG unwirksam werden, wenn er ausschließlich in Europa betrieben wird. Der Grund liegt in dem Preisverfall für Kohlenstoff, sollte Europa die Nachfrage reduzieren. Ressourcenanbieter in aller Welt würden ihre Mengen angesichts der drohenden Verschärfung der „grünen Politik“ vermehrt abstoßen. Energieverschwender wie die USA würden den schmutzigen Strom damit billiger bekommen, als es sonst der Fall gewesen wäre – und noch mehr verbrauchen.“

 

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Das Land ist derzeit die größte Treibkraft hinter dem Bau neuer Kohlekraftwerke weltweit. Kein Staat exportiert Ausrüstung und Finanzierung neuer Kohlekraftwerke in diesem Maßstab. Die meisten Projekte finden in Entwicklungsländern statt, aber China baut auch in Europa: in Bosnien-Herzegowina. Im September vergangenen Jahres waren chinesische Firmen weltweit an fast 80 solcher Projekte beteiligt. Pakistan zum Beispiel gewinnt im Moment nur ein Tausendstel seiner Energie aus Kohle – mit chinesischer Hilfe soll es im Jahr 2020 fast ein Viertel sein.“

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in diesen Ausmaß ist ein Deutscher Sonderweg, welcher wirtschaftliche Entwicklungen hemmt und die Strompreise unbezahlbar macht. Teurer Strom: Vernichtet viele Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe und ärmere Bevölkerungsschichten können ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen.

 

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