Kommender Bankencrash: „Führer einer geldpolitischen Kriegsmaschinerie“

Screenshot youtube.com

Bei der Banken- und Finanzkrise 2008 wurden von politischer Seite viele wohlklingenden Versprechungen abgegeben: Gehalten wurde davon bekanntlich sehr wenig. Nun steht der Bankensektor wieder vor einer ähnlichen Krise und die Aussichten sind ähnlich schlecht wie damals.

>>Handelsblatt<<

„Der dramatische Verfall der Bankaktien könnte deutliche Auswirkungen auf die Geldpolitik haben. In der Euro-Zone spielen die Banken eine wesentlich größere Rolle bei Finanzierung der Unternehmen als anderswo. In den USA etwa finanzieren sich diese viel stärker über den Kapitalmarkt. Die Banken haben deshalb eine Schlüsselrolle bei der Übertragung geldpolitischer Impulse auf die Realwirtschaft. In der Krise haben sie diese Impulse wegen ihrer eigenen Probleme nicht weitergegeben, was dazu geführt hat, dass Zinssenkungen der EZB weitgehend verpufften. … Doch das Beben bei den Bank-Aktien könnte das in Gefahr bringen. Denn wenn ihre Aktienkurse sinken, steigen die Kapitalkosten. Das wiederum kann dazu führen, dass sie weniger Kredite vergeben.“

Die Abhängigkeit – insbesondere bei Unternehmen – von Bankensektor sind essentiell. Zum großen Teil ist es politisch gewollt, weil es ein beliebtes Steuerungsinstrument unterschiedlicher Politiker ist.

>>Focus<<

„Klar, die Banken in Europa sind jetzt viel stabiler als in der Finanzkrise! Kein Wunder, dass viele Bürger das denken. Immerhin haben Politiker und die Europäische Zentralbank (EZB) ihnen genau das zigfach eingeredet. Irgendwie mussten sie ihre umstrittenen Maßnahmen wie Anleihenkäufe, Null- oder gar Minuszinsen für Sparer sowie die gigantische Aufblähung der EZB-Bilanz ja rechtfertigen. Die bittere und vor allem gefährliche Wahrheit: Die Euro-Zone-Banken sind im Schnitt mitnichten solider als um die Jahre 2008/2009, als etwa Commerzbank und Hypo Real Estate mit Steuermilliarden gerettet werden mussten. Nur unbegrenztes Gratisgeld von der EZB, Sondererlöse aus Beteiligungsverkäufen und ungewöhnlich niedrige Kreditausfallraten haben sie über Wasser gehalten. Aber schon geringste Zinssteigerungen sowie eine Normalisierung bei den Unternehmensinsolvenzen würden den Sektor atomisieren – auch, weil den Banken wegen der Minizinsen die Erträge wegbrechen.“

 

>>Markus Krall<<

„Es stehen insgesamt 3000 Milliarden Euro an deutschem Volksvermögen auf dem Spiel. Und ich bin aus guten Gründen überzeugt: Der Crash wird so sicher kommen wie das Amen in der Kirche! … Die Überregulierung der Banken erzeugt nur eine Illusion der Sicherheit. Sie vernebelt, statt aufzuklären. Das System steht in Wahrheit vor dem Kollaps. Und paradoxerweise haben die Politiker das sogar noch befeuert. … Die Nullzinsen der EZB sollten die Wirtschaft ankurbeln und die Banken stabilisieren. Ein Trugschluss! Was stattdessen erreicht wird, ist eine Erosion der Erträge der Banken und eine schleichende und bisher unerkannte Verseuchung der Kreditbücher mit Krediten, die bei einer Zinswende faul werden. EZB-Chef Mario Draghi ist der Führer einer geldpolitischen Kriegsmaschinerie, die Staaten alimentieren soll und als Nebenwirkung Banken ruiniert. Deswegen nenne ich den sich abzeichnenden Crash auch den Draghi-Crash.“

In der Tat: Die verschiedenen Sicherungsinstrumente für den Bankensektor haben den Nebeneffekt, kommt ein Geldhaus in Schieflage, könnte es schnell zu einer Kettenreaktion führen und den gesamten Bankensektor komplett zu Fall bringen. Dies würde natürlich auch Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben, wovon Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen betroffen wären.

 

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