Mission Impossible – Munitionsdiebstahl bei der Bundeswehr

Screenshot elle.com

Manche Agentenfilme haben ein recht unterhaltsame Hintergrundgeschichte, die in manchen Fällen recht nah an die Realität kommt.

>>FILMSTARTS<<

“Doch gerade jetzt hat der ehemalige IMF-Agent die Spur der geheimnisvollen und hochgefährlichen Organisation „Syndikat“ aufgenommen, die sich schon bald als sein mächtigster Gegner erweist. Aus dem Untergrund heraus operiert das „Syndikat“ mit bestens ausgebildeten Spezialagenten und diese scheinen Hunt immer einen Schritt voraus zu sein…  “

In der Wahrheit arbeiten alle Geheimdienste aus dem Untergrund heraus. Immer dann wenn Ereignisse auch bei längeren hinsehen keinen Sinn ergeben – ist die Tätigkeit der Dienste die naheliegendste Erklärung.

>>Welt<<

“Die folgenden Ermittlungen ergaben, dass ein oder mehrere Täter durch ein in den Kasernenzaun geschnittenes Loch rund 150 Meter in den militärischen Sicherheitsbereich vordrangen. Dort wird die Munition in 96 Betoncontainern gelagert, von denen zehn aufgebrochen wurden. Anschließend soll das Diebesgut „vermutlich“ mit einem Kraftfahrzeug abtransportiert worden sein.”

Die Munition tauchte einige Monate später – zumindest teilweise – wieder auf.

>>kreiszeitung.de<<

“Der bislang größte Munitionsdiebstahl in der Geschichte der Bundeswehr bleibt ein Rätsel. Und das, obwohl es der Polizei gelungen ist, einen großen Teil der Beute – 30431 Patronen – sicherzustellen. Von den Tätern, die die Munition im Februar vergangenen Jahres aus der Kaserne in Seedorf gestohlen hatten, fehlt ebenso jede Spur wie von den restlichen 4500 Schuss, heißt es.”

Der Diebstahl eines Fahrzeugs wurde nicht gemeldet, was bedeutet: Die Täter kamen nicht durch dem Zaun, sondern – vorbei an all dem Wachpersonal – durchs offizielle Haupttor. Das Loch im Zaun diente demnach einem ganz anderen Zweck: Eine falsche Fährte zu legen. Munition ist in Bundeswehrkasernen in der Regel extra gesichert und wird in regelmäßigen Abständen von bewaffnete Streifen optisch kontrolliert. Selbst für Standortsoldaten – welche die internen Abläufe zu genüge kennen – dürfte es ein fast unmögliches Unterfangen sein, ungesehen fast 31.000 Schuss Munition zu stehlen. Auch der unauffällige Abtransport der “heißen Ware” an der Wache vorbei, ist unter normalen Umständen fast ausgeschlossen. Gewöhnlich kommen Morgens in der früh Soldaten und ziviles Personal von außerhalb in die Kaserne rein und fahren nicht schwer beladen davon. Ein ziviler PKW kann zwar mit 600 Kilogramm Munition beladen werden – dürfte aber am Haupttor für einiges Stirnrunzeln beim Offizier vom Wachdienst sorgen. Denn durch das enorme Gewicht liegt das Auto entsprechend tiefer und fällt durch die behäbige Fahrweise unwillkürlich auf. Wie auch immer die genauen Abläufe bei der Tat gewesen sein mögen – für gewöhnliche Kriminelle ist diese Art Diebstahl eine Hutnummer zu groß und der Wert der Beute viel zu gering. Auch wenn das Diebesgut im Nachhinein auf 10.000 Euro geschätzt wird – dürfte der Hehlerwert weitaus geringer sein. Ein geparktes Auto am Straßenrand ist da schon lohnenswerter – vor allem wegen der Ersatzteile. Unter Berücksichtigung aller Tatsachen dürfte es sich mit hinreichender Wahrscheinlichkeit um die Tätigkeit irgendeines Geheimdienstes handeln. In welchen Zusammenhang die verschollenen 4.500 Schuss Munition wieder auftauchen – muss ungeklärt bleiben: Die Staatsanwaltschaft ermittelt für gewöhnlich nicht gegen die eigenen Dienste.

>>n-tv<<

“Mission: Impossible – Rogue Nation” ist – wie auch die Vorgängerfilme – ein köstlicher Spaß. Er erfüllt alle freudigen Erwartungen.”

 

>>Wikipedia<<

“Sie lockt Ethan und Benji nach Marokko, wo die beiden mit ihr zusammen eine hochgeheime Datei aus einem unterirdischen Komplex in einem Wasserkraftwerk stehlen sollen. Der Plan gelingt, doch Ilsa hintergeht die beiden und flieht mit dem verschlüsselten USB-Stick.”

Während man sich im Film damit begnügt unauffällig Daten aus einem unterirdischen Komplex zu stehlen, sind die Begehrlichkeiten im realen Leben von eher handfester Natur geprägt.

 

Share on StumbleUponFlattr the authorBuffer this pageShare on LinkedInShare on TumblrPrint this pageEmail this to someonePin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on VK

Andere interessante Beiträge

Loading...
Scroll Up