Neue Seidenstraße: „Panama-Kanal auf Schienen“

Screenshot german.china.org.cn

Auf dem Südamerikanischen Kontinent findet zunehmend eine engere Kooperation – was den Bahnverkehr anbetrifft – statt. Auch Russland und Japan wollen – trotz des offenen Kurilenkonflikts – gemeinsam eine Eisenbahnverbindung bauen, womit die beiden Länder in Zukunft über den Schienenweg miteinander verbunden wären. In dem Zusammenhang ist es wenig verständlich, weshalb die Europäische Union das Projekt neue Seidenstraße torpediert: Denn die vorgebrachten Argumente entbehren jeglicher Grundlage.

>>Handelsblatt<<

„Die Strecke soll vom Atlantik bis zum Pazifik führen und Südamerikas Ozeane direkt verbinden: Bolivien und Brasilien wollen mit einer gemeinsamen Bahnlinie den Transport von Gütern nach Europa und Asien deutlich beschleunigen. Bei einem Treffen in der Hauptstadt Brasilia unterzeichneten der Präsident Brasiliens, Michel Temer, und der bolivianische Präsident Evo Morales ein Abkommen für die transkontinentale Bahnstrecke. Die rund 3750 Kilometer lange Strecke soll vom brasilianischen Hafen in Santos durch das Tiefland Boliviens, über 4000 Meter die Anden hoch und dann zum peruanischen Ilo führen. Die Kosten werden auf rund 12 Milliarden Euro geschätzt. Der sogenannte Zug „Bioceanico“ wird von Morales auch „Panama-Kanal auf Schienen“ genannt, als Anspielung auf die erst im vergangenen Jahr erweiterte Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik. Das Projekt wird besonders von Bolivien forciert, da das Land keinen Meerzugang hat und so den Export deutlich beschleunigen könnte.“

 

>>Focus<<

„Russland will in einem Milliardenprojekt das Festland über seine Pazifikinsel Sachalin mit Japan verbinden. … Berichten zufolge ist von einer Eisenbahnbrücke die Rede. Verkehrsminister Maxim Sokolow sagte bei der Konferenz, er schätze die nötigen Investitionen für die Brücke nach Sachalin auf 500 Milliarden Rubel (etwa 7,3 Milliarden Euro). Das Projekt solle in der ersten Hälfte des kommenden Jahrzehnts umgesetzt werden. Ein Handelskorridor von Russland über Sachalin nach Japan könnte Schätzungen zufolge für den Transport von 40 Millionen Tonnen Waren im Jahr genutzt werden.“

 

>>Spiegel<<

„Mit einem Volumen von rund 900 Milliarden Dollar ist es das größte Investitionsprogramm seit dem Marshallplan, mit dem die USA nach dem Zweiten Weltkrieg dem zerstörten Westeuropa wieder auf die Beine halfen. China will im eurasischen Ausland in Pipelines und Kraftwerke investieren, es geht um ein Netzwerk aus Straßen, Eisenbahnen, Häfen und Flughäfen zwischen Asien und Europa – also um Infrastruktur.“

 

>>german.china.org.cn<<

„Laut Shi hat Bundeskanzlerin Merkel diese Einstellung klargemacht, als Chinas Staatspräsident Xi Jinping im März 2014 und Ministerpräsident Li Keqiang im Oktober 2014 Deutschland besucht hätten. Zurzeit ist die westdeutsche Stadt Duisburg das Ende der großen Eisenbahn-Passage „Chongqing-Xinjiang-Europa“, die von Chongqing ausgeht und mit Europa verbunden ist. Deutschland verfügt bereits über vier Eisenbahnlinien wie diese. Dem Botschafter zufolge bringt diese Eisenbahnlinie sowohl Deutschland als auch Europa riesige Vorteile. Da ein Gütertransport über den Seeweg mehr als einen Monat dauere, die Kosten per Luftfracht zu hoch seien und es mit der Eisenbahn nur 14 Tage dauere, könne dadurch die Transportzeit in großem Umfang verkürzt werden.“

Die Eisenbahnpassage soll auch die Lausitz näher an China bringen und somit die Wirtschaft fördern.

 

 

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