Öffentliches Schulsystem: “Ein wunderbarer Prüfstein, ob die Prediger an die eigene Lehre glauben”

Screenshot latimes.com

Die hohe Politik preist das hiesige Schulsystem über alle Maße und die zahlreichen Bildungsreformen sollen demzufolge eine einzige Erfolgsgeschichte sein. Nur so recht glauben wollen die entsprechenden politischen Funktionäre ihren eignen Worten nicht.

>>Wirtschafts Woche<<

“Immerhin will auch die grün-rote Landesregierung die Einführung einer Gemeinschaftsschule. Wird dann nicht alles besser? Das Konzept verspricht, durch Integration und Inklusion aller Schüler, gesellschaftliche Grenzen zu überbrücken und Chancengleichheit zu schaffen. … Dieser Köder wurde ausgelegt, um die Akzeptanz für den Umbau des Schulsystems zu erhöhen. Das Gegenteil ist leider der Fall. Gerade die benachteiligten Schüler haben am wenigsten von der Neuen Lernkultur profitiert. Zwar hat man nun alle unter einem Dach versammelt, aber die soziale Selektion wird im Verborgenen fortgesetzt. Mehr denn je entscheidet hier das ökonomische und kulturelle Kapital des Elternhauses über den Erfolg. Wer nicht aus einem entsprechenden Elternhaus kommt, hat es schwer im selbstorganisierten Lernen. Selbstständiges Lernen führt eben nicht zwangsläufig zum Lernen der Selbständigkeit. Eine radikale schulische Inklusion führt bei einigen Kindern möglicherweise dazu, dass sie als Erwachsene weniger selbstbestimmt leben, als wenn an einer Förderschule unterstützt worden wären. Es ist ein typisches Kennzeichen von Ideologien, die Wirklichkeit zugunsten von Verheißungen auszublenden, als ob schon das hehre Ziel davon entlasten würde, nach geeigneten Mitteln zu seiner Verwirklichung zu suchen. Viele Politiker, die soziale Bildungsexperimente im großen Stil planen, wurden dabei „erwischt“, dass sie ihre eigenen Kinder ganz konservativ in Privatschulen oder herkömmlichen Gymnasien anmelden. … Ja, ein wunderbarer Prüfstein, ob die Prediger an die eigene Lehre glauben. Die Kinder des Stuttgarter Kultusministers Andreas Stoch gehen auf eine private Waldorf-Schule. Meistens redet man sich dann damit heraus, dass die Frau es so wollte.”

Aber in der rauen Wirklichkeit bleiben die “Prediger an die eigene Lehre” Ungläubige. Was angesichts der realen Zustände innerhalb des Öffentlichen Schulsystems wenig verwunderlich ist.

>>Welt<<

“Gruppenarbeit, individualisiertes Lernen – das können Sie unter solchen Bedingungen vergessen. Wir müssen hier ganz eng geführten Unterricht machen. Das ist wahnsinnig anstrengend, aber anders geht es nicht. … Das Gebäude ist schon seit Jahren immer noch nicht verwahrlost genug für eine Renovierung.”

 

>>Zeit<<

“In Deutschland hat die Drogenkriminalität an Schulen in den vergangenen Jahren teils drastisch zugenommen.”

 

>>Sächsische Zeitung<<

“Ein ausländischer Schüler der DaZ-Klasse an der Ebersbacher Oberschule ist erneut mit einem deutschen Schüler aneinandergeraten. Eine Lehrerin musste die Polizei rufen. Die ermittelt nun wegen Körperverletzung. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich bei den beiden Verletzten um zwei 14-Jährige. Der ausländische Schüler ist Iraker, so die Polizei. Der deutsche Schüler war schon bei einem ähnlichen Vorkommnis im August vorigen Jahres betroffen, bei dem ebenfalls die Polizei gerufen wurde. Damals wurde der Neuntklässler gewürgt (SZ berichtete), gegen den Iraker aus Radeburg wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Bei der jetzigen Schlägerei war laut Bildungsagentur ein anderer Iraker beteiligt.”

Dabei gibt es jenseits der klassischen Privatschulen und Schulen in Öffentlicher Trägerschaft durchaus praktikable Alternativen.

>>Studiengemeinschaft Werner Kamprath Darmstadt GmbH<<

“Das Abitur zu besitzen heißt, alle Chancen zu haben. Denn nur derjenige kommt voran, der besonders motiviert, qualifiziert, zielstrebig, einsatzbereit und belastbar ist. Mit dem Abitur gehören Sie dazu! Dieses Externen-Abitur ist dem Abitur, das Sie an einem Gymnasium erwerben, absolut gleichgestellt. Sie erwerben den höchsten deutschen Schulabschluss. Dieser wird für Sie zur Eintrittskarte in Berufe und Positionen mit Zukunft.”

Schon heute ist es an Fernschulen möglich sämtliche anerkannte Schulabschlüsse zu erwerben oder auf den zweiten Bildungsweg nachzuholen. Es fehlen lediglich die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen: Damit die Eltern die veränderten gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisse auch in Anspruch nehmen können. Denn vergleichbare Möglichkeiten gibt es bereits im universitären Bereich.

 

 

 

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