Organhandel: Das unbarmherzige Geschäft

Screenshot kino.de

Der Organhandel ist weltweit ein Milliardengeschäft, woran unzählige Firmen, Krankenhäuser und Ärzte Geld verdienen. Manche Terrorgruppen und kriminelle Organisationen bauen auf deren Einnahmen weltumspannende Netzwerke auf.

>>Bild<<

“Eigentlich sollte Carina (19) heute tot sein. Eigentlich sollten alle ihre Organe das Leben anderer Menschen gerettet haben. Aber die Dänin ist quicklebendig und geht auf Partys – wie jede andere junge Frau auch! … Die Mutter fragte verzweifelt: „Gibt es wirklich überhaupt keine Hirnaktivität?“  Die Ärztin antwortete mit einem überzeugenden Nein. … Oberärztin Dahlerup will bisher nichts zu Carinas Fall sagen, allerdings äußerte sich ihr Chef, Chefarzt Dr. Carsten Kock-Jensen. Gegenüber „Ekstra Bladet“ meinte er: „Die Eltern haben nicht richtig zugehört, sonst hätten sie verstanden, dass sie noch nicht ganz hirntot war.”

Vielleicht wäre es besser gewesen, anstatt richtig “zu zuhören” zwischen den Zeilen zu lesen. Die derzeitige Hirntod-Diagnose ist eine ziemlich anachronistisch anmutende Methode, welche aus den napoleonischen Befreiungskriegen zu stammen scheint. Natürlich gibt es moderne Elektroenzephalografie – womit äußerst präzise die Hirnaktivität messbar ist und einige Forschungseinrichtungen arbeiten bereits daran, in Echtzeit menschliche Gedanken auszulesen. Aber wie die gängige Praxis zeigt: Will man es bei der Hirntod-Diagnose gar nicht so genau wissen. Der Hintergrund: Die Krankenhäuser sind gewinnorientierte Unternehmen und der Organhandel ein extrem lukratives Geschäft, wofür die Krankenkassen gut dotierte Fallpauschalen überwiesen bekommen. Demzufolge ist es ein offenes Geheimnis: Für die “Todesfeststellung” kommen häufig handverlesene Ärzte zum Einsatz und kümmern sich gleichzeitig – psychologisch-geschult – um die mental mitgenommen Angehörigen. In anderen Ländern sind die Methoden allerdings noch rauer.

>>Nordwest Zeitung<<

“Am 27. Juli stand fest, dass ein Toter, der in einer Felsspalte am Fuße der steilen Dingli Cliffs gefunden worden war, der gesuchte Mike Mansholt war. Dem Vater wurde mitgeteilt, dass sein Sohn dort beim Mountainbiken abgestürzt sein sollte.  Das glaubt Bernd Mansholt heute nicht mehr. „Nachdem unser toter Sohn wieder in Deutschland angekommen war, haben wir ihn ein zweites Mal in der Medizinischen Hochschule in Hannover obduzieren lassen“, berichtet Bernd Mansholt. Er habe weder Knochenbrüche noch ein gebrochenes Rückgrat gehabt. Auch das blaue Mountainbike habe kaum Kratzer aufgewiesen. In diesem Gutachten sei bestätigt worden, dass seinem Sohn nahezu alle großen Organe und das Gehirn gefehlt haben.”

Screenshot nwzonline.de

Ein sportlich-gesunder 17jähriger ist natürlich ein guter Organspender und Malta eine kleine Insel mit einer armen Bevölkerung.

>>Spiegel<<

“Die Chirurgen hatten nicht sofort Zeit, sich um den vermeintlich Toten zu kümmern. Das war sein Glück: Denn kurz vor der Organentnahme fing sein Herz wieder an zu schlagen. Was sich anhört wie ein Alptraum, ist in Frankreich geduldeter Teil einer neuen Strategie: Das Land will mehr Organspender gewinnen.”

Auch hierzulande will man mehr Organspender gewinnen und fährt dabei eine mehrfach durchexerzierte Strategie – sprich die Armen sollen “spenden” .

>>Staatsrundfunk “Deutschlandfunk” <<

„Es ist doch folgende Situation: Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren. So muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen und zwar geregelten Verkauf … ähnlich der Börse, dass man sagt, wer ist zugelassen zu dem Handeln. Es muss auch geprüft werden, wer darf das Organ entnehmen. Und dann wird praktisch das Organ versteigert.”

Screenshot faz.net

>>Bundesagentur für Arbeit (PDF-Datei) <<

“Wenn Sie Leistungen erhalten wollen, gehört es zu Ihren Pflichten, dass Sie und alle erwerbsfähigen Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft alle Möglichkeiten nutzen, Ihre Hilfebedürftigkeit zu verringern bzw. zu beenden und dass Sie aktiv an allen angebotenen Maßnahmen mitwirken.”

Das Prinzip von Hartz IV: Fordern und Fördern. Die Definition was zumutbar ist, unterliegt seit jeher der Auslegbarkeit von unterschiedlichen Instanzen. Ein positiver Nebeneffekt des Organhandels: Die Filmbranche kann mit dem Thema unblutig Geld verdienen.

 

 

 

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