Pensionen im Staatsfunk: Die „attraktive Versorgungslandschaft“

Screenshot benbie.net

Fast 70 Prozent wollen hierzulande keine Rundfunkgebühren mehr. Die Vereinigen Staaten von Amerika können hingegen die Rundfunkgebühr gar nicht abschaffen: Denn sie hatten zu keinen Zeitpunkt jemals eine vergleichbare Abgabe. Allerdings, innerhalb des Staatsfunk tickt eine finanzielle Bombe, genauer gesagt eine Pensionsbombe: Weswegen die Gebühren steigen sollen.

>>Meedia<<

„Die ARD müsse stärker daran arbeiten, nicht nur bestimmte Milieus abzudecken, verlangte Wilhelm: „Die Probleme vieler Menschen finden in den unmittelbaren Tageserlebnissen von Journalisten nicht in dem Maße statt, wie es für die Bevölkerung repräsentativ wäre.“ Es komme darauf, genau hinzuschauen, welche Themen den Menschen wichtig seien. „Auch bei der Frage: Welche Lebenswelten kommen bei uns eigentlich nie vor? Haben wir genügend Themen vom Land zum Beispiel? Da müssen wir stärker an uns arbeiten.“

 

>>Bild<<

„Nach 2020 solle der Beitrag von 17,50 Euro pro Haushalt erhöht werden. Sonst „würden kurzfristig drei Milliarden Euro fehlen“, sagte der BR-Intendant und Ex-Regierungssprecher. Bei Technik und Verwaltung könne die ARD fast nicht mehr sparen. Die Erhöhung des Beitrags sei der einzige Ausweg. … Die Sparzwänge sind nach seinen Worten vor allem auf die Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter zurückzuführen.“

 

>>Bild<<

„In dem Brief, der BILD vorliegt zitiert, beklagt Ramelow den von ihm als „dramatisch“ bezeichneten Anstieg des prozentualen Anteils des Rundfunkbeitrags, der bereits jetzt für die Altersversorgung verwendet wird. „Nach überschlägiger Veranschlagung hat sich dieser Anteil in den letzten 15 Jahren mindestens verdreifacht und droht weiter zu steigen“, schreibt Ramelow.“

 

>>DerWesten.de<<

„Laut „Bild“-Zeitung fehlen ARD und ZDF rund 2,2 Milliarden Euro. Besserung ist nicht in Sicht. … Genaue Zahlen gibt es angeblich auch. Danach sollen ARD-Mitarbeiter neben ihrer gesetzlichen Rente im nächsten Jahr monatlich eine durchschnittliche Pension von 1658 Euro erhalten. Das ZDF zahle im Durchschnitt sogar 2008 Euro, heißt es weiter. In einem von der Unternehmensberatung Mercer angefertigten Gutachten würden die Pensionsregelungen der öffentlich-rechtlichen Sender deshalb auch als „attraktive Versorgungslandschaft“ beschrieben – besonders beim WDR und dem ZDF.“

 

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Für alle aktuellen Mitglieder der Geschäftsleitung zusammen kommt der WDR 2014 auf 15,1 Millionen Euro. Welche Pensionen sich daraus genau ergeben, dazu sagt der Sender lieber nichts. Klar ist: Sie sind üppig. Die „Bild“-Zeitung hat ausrechnen lassen, dass Tom Buhrow im Pensionsalter wahrscheinlich nicht bedeutend weniger verdienen wird als jetzt: Zuletzt bekam er 359.000 Euro im Jahr.“

Im Artikel 20 Absatz 1 im Grundgesetz steht ein verhältnismäßig einfacher, kurzer und unmissverständlicher Satz: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ Inwieweit es mit den Prinzipien des Sozialstaates vereinbar ist, das Senioren mit Minirenten und Menschen im Niedriglohnsektor irgendwelche Luxuspensionen von Rundfunkfunktionären finanzieren sollen? Diese – durchaus berechtige – Frage muss an dieser Stelle unbeantwortet bleiben. Aber vielleicht wird sich der Staatsfunk um die Beantwortung bemühen, denn er ließ verlauten: „Auch bei der Frage: Welche Lebenswelten kommen bei uns eigentlich nie vor?

 

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