Recht & Unrecht: Die Abstimmung mit dem Füßen hat begonnen

Screenshot m.iphotoscrap.com

Terroranschläge mit Schusswaffen liefern in vielen Fällen eine mögliche Grundlage: Die als Rechtfertigung fungieren kann – um bestimmte Vorhaben in Gesetze zu gießen. Das ganze Unterfangen muss natürlich entsprechend medial begleitet werden, dafür stehen diverse Institutionen unter anderen das Staatsfernsehen – hier in Form des “Mitteldeutsch Rundfunks”  – sowie hoch bezahlte Spitzpolitiker in diesem Fall  EU-Funktionäre bereit und fordern schärfere Waffengesetze.

>>Staatsfernsehen “Mitteldeutsch Rundfunk” <<

„Als Konsequenz aus den Anschlägen von Paris will die EU-Kommission unter anderem den Besitz und Verkauf von bestimmten halbautomatischen Schusswaffen verbieten. Zudem plädiert die Europäische Kommission für eine stärkere Überwachung der Waffenbesitzer. Waffenbesitzer sollen sich künftig alle fünf Jahre einer ärztlichen Untersuchung unterziehen lassen.“

Alle fünf Jahre eine ärztliche Untersuchung ohne einem begründeten Verdacht, was ergo bedeutet: Die Umkehrung der Unschuldsvermutung. Bei den sogenannten “bestimmten halbautomatischen Schusswaffen” handelt es sich um einem sehr schwammiger Begriff: Übersetzt bedeutet es, das praktische Verbot aller halbautomatischen Schusswaffen – denn die automatischen Waffen sind schon lange verboten. Im Prinzip wären dann nur noch halbautomatischen Schusswaffen erlaubt, die kaum als solche zu gebrauchen sind. Aber verlassen wir einem Moment das imaginäre Meinungsnetz bestehend aus EU-Beamten, als auch Bedienstete des Staatsrundfunks und sehen uns an, wie die Bevölkerung darüber denkt.

>>Huffington Post Deutschland<<

„Erneut wurden gesetzestreue Bürger zu hilflosen Opfern verdammt, weil sie sich an die deutschen Waffengesetze gehalten haben, ihr Mörder aber nicht. Überhaupt, es scheint in Europa für Terroristen keine Probleme zu geben sich Sturmgewehre oder halbautomatische Selbstladekarabiner zu besorgen, während ihre Opfer generell unbewaffnet sind. Selbstverteidigung ist Naturrecht Es ist keine Frage der Erlaubnis oder der Genehmigung, sich selbst verteidigen zu dürfen. Es ist Naturrecht. Es ist etwas, das uns nicht genommen oder gegeben werden kann, egal was die Gesetze sagen. Niemand darf zu einem hilflosen Opfer verdammt werden. Egal, mit welchem Gesetzestext der Gesetzgeber dies zu tun gedenkt. Angesichts immer mehr Anschlägen, auch in Deutschland, durch Täter mit Schusswaffen, muss klar sein, dass freie Bürger auch Waffen tragen dürfen müssen. Nicht nur, weil die Schusswaffe die demokratischste aller Waffen ist. Weil allein die Schusswaffe eine 75 jährige Großmutter befähigt, es mit einem 22 jährigen, vor Testosteron überschäumenden, Schläger aufzunehmen und eine Chance gegen seine Aggression zu haben. Weil allein sie es Frauen und Schwachen ermöglicht, sich gegen physisch weit überlegene Gegner oder gegen eine Überzahl effektiv zu verteidigen. Sondern auch, weil alleine Schusswaffen gegen Terroristen und Amokläufer helfen, sei es zur Notwehr oder zur Nothilfe. Hätte der deutsche Staat es mir erlaubt eine Schusswaffe zu besitzen und auch bei mir zu führen, statt sie in einen Safe zu verdammen wie bei Jägern, Sammlern und Sportschützen, und wäre ich der Filmer des bekannten Handyvideos gewesen, dann hätte der Amoklauf des Täters an dieser Stelle vor dem McDonalds geendet.“

 

>>Unbekannter Autor aus einem Forum<<

„In Deutschland gibt es aber noch ein weiteres Problem, das der juristsichen Akzeptanz solcher Nothilfe-Aktionen. In den USA wird jeder, der einen Verbrecher „zur Strecke bringt“, vom Dorfsheriff vor die Kameras gezerrt und als Held gefeiert. In Deutschland sieht es ganz anders aus.“

Anders Behring Breivikhat bei dem Anschläge vom 22. Juli 2011 auf der Insel Utøya seine legal erworbene Schusswaffen genutzt. Andere Terroristen vorwiegend mit islamischen Hintergrund nutzen überproportional Waffenbestände, welche vom irregulären Markt bezogen wurden – diese sind häufig erheblich Leistungsfähiger.

#Bewaffnete Nothilfe: Schon eine geringe Anzahl bewaffneter und trainierter Bürger könnten Attentäter aufhalten und viele Menschenleben retten.

>>Tschechische Innenminister: Milan Chovanec<<

„Es entbehrt jeder Logik, anständige Menschen in einer Zeit zu entwaffnen, in der die Welt immer weniger sicher ist.“

Fragen nach Logik sollten besser umgestellt bleiben: Denn bisher sind kaum legale Möglichkeiten vorhanden, um sich mit lebensrettenden Waffen einzudecken – damit man sich im Notfall verteidigen kann. Weshalb unbescholtene Bürger gezwungen sind auf anderen – in der Regel illegalen – Weg, wie zum Beispiel im Darknet sich Pistolen und Gewehre zu beschaffen. Was dazu führt, dass die Branche bedingt durch die Sicherheitslage einem zweiten Frühling widerfährt. Jedoch scheint das einigen ein Dorn im Auge zu sein.

>>Staatsfernsehen “tagesschau” <<

„Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Mayer, sprach von einer unrühmlichen Rolle des Darknets beim Waffenhandel. Er forderte, die Bundes- und Landeskriminalämter müssten ihre Bestrebungen noch intensivieren, um den Händlern und Käufern auf die Schliche zu kommen.  Der SPD-Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka plädierte in diesem Zusammenhang für mehr Personal beim Bundeskriminalamt. 95 Prozent aller Straftaten würden mit illegalen Waffen begangen.  Mayer zudem forderte einen verstärkten Kampf gegen den illegalen Waffenhandel in Europa. Er befürworte die Errichtung eines europäischen Waffenregisters.”

Von Zeit zu Zeit wird im Staatsfernsehens gegen Waffenhändler welche im darknet ihren Geschäftsbereich haben mobil gemacht. An dem substanzlosen Theater ist kaum etwas dran: Denn in der Regel flacht nach wenigen Wochen die Berichterstattung wieder ab und die Vorstellung mit diesem Aktionismus irgendetwas zu bewirken ist in höchsten Maßen unglaubwürdig. Aber bleiben wir einem kleinem Moment bei deren Logik: Dem irregulären Markt zusammen mit geschätzten 20-30 Millionen illegalen Waffen zu eliminieren, mit dem Ziel – Attentate mit Schusswaffen zu unterbinden. Was ist davon zu halten? Eine Vorstellung die an Dummheit kaum zu überbieten ist. Um einem kleinen Vergleich zu wagen: Die erste Musiktauschbörse >>Napster<< ging bereits im Jahr 1999 online, auch wenn die Webseite gegenwärtig in dieser Form nicht mehr existiert – sind jedoch Angebot und Nachfrage in diesem Bereich stetig gestiegen.

 >>eRecht24<<

„Dass nun auch einige Nutzer von boerse.bz mit Abmahnungen sowie Strafanzeige rechnen müssen, ist nicht ausgeschlossen. Jedoch ist noch offen, ob die GVU wirklich einen solchen Aufwand betreiben wird, da diese sich in der Vergangenheit eher auf die großen Filesharer konzentriert haben. Bei 2,7 Millionen Nutzern dürfte der Aufwand wohl zu groß sein.”

Diese eine Internetportal – eines unter vielen – hatte alleine 2,7 Million Nutzer, soviel Einwohner hat nicht mal das Bundesland Brandenburg oder Sachsen Anhalt. Auch der Erfolg die Webseite zu schließen war im Gegensatz zur Berichterstattung von kurzer Dauer, denn wenig später war die selbe Seite unter einer anderen Domain wieder zu erreichen. Ähnliches geschah auch beim Portal kino.to – die Webseite ist ebenfalls bis heute zu erreichen, auch hier hat sich lediglich die Internetadresse geändert. Status quo: Wirklich nachhaltig konnte bisher noch kein Portal geschlossen werden.

Screenshot kinox to

Was ebenfalls in der gängigen Berichterstattung gerne verschwiegen wird: Die Anbieter haben durch ihre Kreativität etwas erreicht, wovon die regulären Konkurrenten nur träumen können – ein attraktives Angebot geschaffen um eine Masse von Nutzern an ihr Portal zu binden. Besonders bei dem letzten Punkt findet seit geraumer Zeit eine Abstimmung mit dem Füßen statt. Die Gründe kommen nicht von ungefähr.

>>heise<<

„Ein Beispiel ist das Weihnachts-Special der Kult-Serie „Doctor Who“, das in England an den Feiertagen zu sehen war. In Deutschland lief das Special erst Ende Januar, und da ausschließlich in Kinos der Cinemaxx-Kette. Oft reicht eine Web-Suche, um dennoch eine Download- oder Streaming-Webseite mit dem gewünschten Film zu finden. Auf einigen Streaming-Portalen reicht ein Knopfdruck, um Filme zu schauen”.

Auch der Traffic im Internet ist durchaus beeindruckend.

>>Computer BILD<<

„Deren Angebot ist so umfangreich wie attraktiv und die Verlockung ist groß: Fast ein Viertel des weltweiten Internetverkehrs geht für Raubkopien drauf.”

 

>MEEDIA<<

„Ein TV-Nachrichtensender aus öffentlich-rechtlicher Hand? Darauf können 58 Prozent der Deutschen verzichten – das ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des stern.”

Fazit: Unabhängig ob Waffenrecht oder Urheberrecht Reformen die sich an dem Bedürfnissen der Menschen zu orientieren haben sind mehr als überfällig.

 

 

 

 

Share on StumbleUponFlattr the authorBuffer this pageShare on LinkedInShare on TumblrPrint this pageEmail this to someonePin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on VK

Andere interessante Beiträge

Werbung

table-layout
Bild: getdigital.de
Bild: getdigital.de
Bild: getdigital.de
  • Die entsprechenden staatlichen Stellen beschäftigen sich mit sehr abstrakten Problemen und haben diesbezüglich das vermeintliche Problem des Elektroschrotts entdeckt. [...]
  • Drohnen können jetzt auch Menschen transportieren. Die chinesische Drohne EHang 184 wird von 4 Elektromotoren angetrieben. Eine Akkuladung reicht für ca. 3 km. Die [...]
Scroll Up