Reusable Launch Vehicle: Indiens zukünftiges Tor ins Weltall

Screenshot rev20.real-info.info

Der Staat Indien gehört zu dem aufstrebenden Nationen auf diesen Planeten, trotz zahlreicher Probleme auf dem Subkontinent wurden auf einigen Gebieten enorme Fortschritte erzielt.

>>Staatsrundfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Die indische Weltraumagentur ISRO hofft, in etwa fünfzehn Jahren eine rund vierzig Meter lange Raumfähre mit Menschen und Material ins All zu schicken. Sowohl das Fahrzeug als auch die Rakete sollen immer wieder zum Einsatz kommen. So ein System, meinen die indischen Raumfahrer, soll einen günstigen, zuverlässigen und flexiblen Zugang in die Umlaufbahn ermöglichen.“

Der erste Testflug verlief bereits erfolgreich, weitere Starts sollen in Kürze folgen. Seitens der NASA und ESA finden in diese Richtung kaum noch Forschungen statt, zwar testen einige private Unternehmen sehr wohl diverse Raumflugzeuge und andere Konzepte, aber bei dem großen staatlichen Weltraumbehörden herrscht technologischer Dornröschenschlaf. Immerhin wusste der Behördenrundfunk zu berichten, dass die NASA einst auch wiederverwendbare Space Shuttle hatte.

>>Staatsrundfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Doch das Konzept ähnelt sehr dem Space Shuttle der NASA. Das war zwar wiederverwendbar, aber weder günstig noch zuverlässig.“

Das ist so nicht richtig! Das amerikanische Space Shuttle war teilweise wiederverwendbar, denn der Flüssigkeitstreibstofftank – eines der größten Komponenten – verglühte jedes mal beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Auch die Feststoffbooster konnten nur eine begrenzte Anzahl wiederverwendet und viele Teile des eigentlichen Raumflugkörpers mussten regelmäßig ausgetauscht werden.  Jedoch in der Tat, war das Space Shuttle „weder günstig noch zuverlässig“ , das hatte jedoch strukturelle und somit andere Ursachen. Bei dem Feststoffboostern handelt es sich im Grunde genommen um eine Rohrbombe, einmal gezündet kann sie nicht mehr abgestellt werden. Die Gefährlichkeit ist also durchaus bekannt, weshalb >>Werner von Braun<< ausschließlich regelbare Flüssigkeitsraketen für dem Transport von Menschen nahm, andere Staaten kamen offensichtlich zu dem selben Ergebnissen.  Das amerikanische Space Shuttle wurde auch erst nach dem Tod von >>Werner von Braun<< in Betrieb genommen und 1986 explodierte  – fast wie eine Prophezeiung –  ein Feststoffbooster der >>Challenger<< und riss sieben Astronauten in dem Tod. Auch die Anordnung des amerikanische Space Shuttle, wo das eigentliche Raumflugzeug neben und nicht oberhalb der Treibstofftanks platziert ist – ist alles andere als glücklich gewählt.

 

Screenshot nasa.gov

Screenshot nasa.gov

Bei russischen Raketen kann im Notfall – in der Vergangenheit auch schon geschehen – ein Rettungssystem gezündet werden, wobei die Raumfahrer  dann zwar nicht ins All fliegen, dafür sicher auf der Erde landen.

>>Wikipedia<<

„Bei einem Fehlstart werden sie gezündet und tragen die Kabine mit den Kosmonauten innerhalb kürzester Zeit aus der Gefahrenzone.“

Ein Nebenproblem der Konstruktion der amerikanische Space Shuttles was ebenfalls regelmäßig ausgetreten ist, Schaumstoffteile zur Isolierung können beim Start abfallen und das Hitzeschild, was für eine sichere Rückkehr unerlässlich ist beschädigen. Was ebenfalls in der Vergangenheit ein Dauerproblem war und schließlich in dem finalen Absturz oder genauer gesagt in dem unkontrollierten verglühen der Raumsphäre >>Columbia<< mündete. Untern Strich: Das amerikanische Space Shuttle taugt bestenfalls als Anschauungsbeispiel wie man es keinesfalls machen sollte. Schon in dem 1940er Jahren noch zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs hatte >>Werner von Braun<<, das Konzept – wie es noch heute verfolgt wird – eines wiederverwendbaren Raumflugkörpers aufgezeigt.

>>Wikipedia<<

„Aggregat 12 (kurz: A12) war die Bezeichnung eines deutschen Raketenprojekts im Zweiten Weltkrieg. Die Aggregat 12 sollte in Verbindung mit der Aggregat 11 und der Aggregat 10 einen Raumtransporter bilden, der bis zu 10 Tonnen in den erdnahen Orbit bringen sollte und wie diese über Tragflächen verfügen. Das Projekt kam über Gedankenspiele nicht hinaus. Sie sollte eine Startmasse von 3500 Tonnen, einen Schub von 10.000.000 kgf, einen Durchmesser von 11 m, eine Spannweite von 23 m und eine Länge von 33 m haben.“

Mit diesem Konzept des >>Raumtransporter<< wären die Tragödien der amerikanische Space Shuttles >>Challenger<< und >>Columbia<< nie geschehen. Auch der technische Aufbau gestaltet sich simpler, womit Wartung und Instandhaltung erheblich günstiger zu bewältigen wären. Allerdings legt das Sinnieren des Behördenrundfunks über das indische und amerikanische Weltraumprogramm eines vortrefflich offen: Dem Mangel an Sachkenntnis, das Hinterfragen und das Verstehen von technologischen Zusammenhängen.

 

 

 

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