Statistik & Kriminalität: Der praktische Abgleich von theoretischen Werten

Screenshot thecriticalcritics.com

Die Beamten von der Polizei nehmen Straftaten sehr ernst, jede Kleinigkeit wird zur Anzeige gebracht und an die Staatsanwaltschaft weiter geleitet. Tatsächlich gelten diese Maßstäbe aber nur für dem gemeinen Bürger. Des weiteren sind die veröffentlichten Angaben von Behörden immer mit Vorsicht zu genießen.

>>Focus<<

“Über dieses Bild dürften sich viele Autofahrer freuen: Auf der Facebook-Seite “Nettwerk Köln” kursiert derzeit ein Foto, das eine Polizeistreife mit einem Knöllchen an der Windschutzscheibe zeigt. Der Wagen der Kölner Beamten parkt auf einem klar ausgewiesenen Behindertenparkplatz. Dafür erhalten die Polizisten sogleich eine Verwarnung. Bei dem Stück Papier handelt es sich nicht um einen offiziellen Strafzettel. “Wenn Sie mir schon den Parkplatz für Schwerbehinderte weggenommen haben, nehmen sie bitte auch meine Behinderung”, heißt es auf dem Ausdruck, den ein Unbekannter den Beamten hinter den Scheibenwischer steckte.”

Ähnlich Gewissenhaft gehen die Behörden mit “ihrem” beeindruckenden Aufklärungsquoten von kleinen und schweren Straftaten zu Werke.

>>EXPRESS<<

“In der Kölner Silvesternacht kam es zu mehr als 500 sexuellen Übergriffen. Die Strafanzeigen, die das Leid der Opfer dokumentieren, füllen mehrere Aktenordner. In der polizeilichen Kriminalstatistik für Köln hat der Sex-Mob jedoch nicht zu einem rapiden Anstieg der Fallzahlen im Januar geführt. Gerade mal 17 Fälle gingen in die offizielle Polizei-Bilanz ein – in den Monaten April und Juni.”

 

>>Huffington Post<<

“Im Jahr 2015 ist die Zahl der Einbrüche bundesweit erneut angestiegen. Die Polizei listet nunmehr fast 170.000 Fälle von versuchten oder vollendeten Taten für das vergangene Jahr auf. Jedoch konnte nur etwas mehr als jeder sechste Fall offiziell aufgeklärt werden. Deshalb beklagt sogar die Bundesregierung in ihrem Abschlussbericht zum Bürgerdialog, dass die Aufklärungsquote nur “unbefriedigend” sei. Aber es kommt noch schlimmer. Der Polizeiwissenschaftler und Kriminologe Frank Kawelovski klagt an, dass die Polizeibehörden bei der Berechnung der Aufklärungsquoten “große Kreativität” zeigen würden. Das sagt er in der “Rheinischen Post”. Mit anderen Worten: Nach Ansicht von Kawelovski fälscht die Polizei die Einbruch-Statistiken. Laut Kawelovski würden einem geschnappten Einbrecher mitunter Dutzende weitere Taten zugeordnet, die sowohl eine räumliche als auch zeitliche Nähe hätten. Damit werden auch diese Fälle als “aufgeklärt” deklariert. Gegenüber der “Rheinischen Post” bestätigte auch ein ranghoher Einbruchs-Ermittler dieses Vorgehen der Behörden.” … Kawelovski sagte bei einer Expertenanhörung im Innenausschuss des Landtags ebenfalls, dass es keine Besonderheit nur in NRW wäre, “das Spiel ist überall das gleiche”. Er mahnt: “Die Bürger werden in die Irre geführt.” Real ist die Aufklärung sogar noch niedriger. Denn in Polizeistatistiken wird ein Fall bereits als “aufgeklärt” vermerkt, sobald die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen benennen kann. Dabei ist es unabhängig, ob die Polizisten überhaupt Beweise gegen diese Person finden.  So kam Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen in einer Untersuchung zu Einbrüchen in Großstädten zum Ergebnis, dass nur bei 2,6 Prozent der Fälle am Ende zu einem Gerichtsverfahren gegen Verdächtige kam.”

 

>>Focus<<

“Hält die Polizei solche möglicherweise brisanten Informationen tatsächlich zurück? Köln scheint jedenfalls kein Einzelfall zu sein, wie neue Aussagen von Beamten nun zeigen: „Es gibt die strikte Anweisung der Behördenleitung, über Vergehen, die von Flüchtlingen begangen werden, nicht zu berichten. Nur direkte Anfragen von Medienvertretern zu solchen Taten sollen beantwortet werden“, sagt ein hochrangiger Polizeibeamter aus Frankfurt am Main laut „Bild“-Zeitung. „Bei Straftaten von Tatverdächtigen, die eine ausländische Nationalität haben und in einer Erstaufnahmeeinrichtung gemeldet sind, legen wir den Fall auf dem Schreibtisch sofort zur Seite“, so der Polizist weiter.”

Bei dem “2,6 Prozent der Fälle am Ende zu einem Gerichtsverfahren” bleibt die Frage offen: Wie das Verfahren denn im Normalfall ausgeht? Bei einer angenommenen Veruteilungsquote von 50 Prozent wären dies 1,3 Prozent aller Fälle. Mit dieser “äußerst günstigen Prognose” könnte dann im Nachgang sogar ein zivilrechtliches Verfahren bezüglich Schadenersatz – zwar theoretisch angestrengt, aber bei mittellosen Kriminellen würde dieser rechtliche Weg in einem unsinnigen Prozessieren am Ende ins Leere laufen. Auf diese Weise verflüchtigt sich der Rechtsstaat im Nebel der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Für die praktische Realität bedeutet es: Die eigene Sicherheit und dem entstandene Schaden haften die Bürger mit dem Inhalt ihrer eignen Brieftaschen.

>>Lausitzer Rundschau<<

“Im Durchschnitt war der See einen Meter tief und trotzdem ist die Kuh ertrunken, heißt es so schön im Volksmund.”

Wer sich die Sicherheitskonzepte von Amtswegen für die Bevölkerung anschaut, bekommt in erster Linie Informationen über Einbruchsschutz bei Immobilien. Die zum einem äußerst kostenintensiv und zum anderen bei Mietwohnungen nicht immer durchführbar sind. Alleine der Einbau einer einbruchhemmenden Außentür erfordert: Die Tür samt Türrahmen auszutauschen und entsprechend im Mauerwerk zu verankern. Viele Gebäude haben keine Standardmaße oder sind Denkmalgeschützt hierfür müssen Sonderanfertigungen häufig nach peniblen Vorgaben angefertigt und von Fachfirmen montiert werden. Andere Schwachstellen wie Fenster, Garagentore oder Dächer lassen wir hier mal außen vor. Alleine der effektive Schutz der eigenen vier Wände kann mitunter fast einem Neubau gleichkommen. Aber das Thema Sicherheit beschränkt sich nicht nur auf Immobilien, sondern geht einher mit den persönlichen Schutz.

>>Staatsrundfunk “Mitteldeutscher Rundfunk” <<

“Bessere Schutzwesten und -helme gehören zwar dazu, das reicht aber nicht aus”, sagte Petermann. Bei einem Terroranschlag gehe es darum, den Angreifer so schnell wie möglich auszuschalten. Dafür sind laut Petermann aber andere Waffen nötig, etwa Sturmgewehre oder Maschinenpistolen, die weiter reichen als die derzeit verwendeten.”

Das klingt durchaus vernünftig – Jedoch sind es Forderungen der >>Gewerkschaft der Polizei<< für Polizisten und keineswegs an die Normalbürger gerichtet. An diesem Stellen treten die Doppelstandards klar zu Tage: Während einerseits die Staatsmacht munter immer weiter aufrüstet – ist die Bevölkerung anderseits Kriminellen und Terroristen schutzlos ausgeliefert. Das Waffenrecht sollte zum Wohle der Sicherheit für die Bürger liberalisiert werden.

 

 

 

 

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