Stromausfall: Die verheimlichten Risiken

Screenshot twitter.com

Auf die sinngemäße Frage, ob die Befürchtungen von Stromausfällen begründet sind, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann folgendes: „Nein, aktuell und auf Sicht nicht.“ Das bereits tatsächlich auch schon – größere Stromausfälle – stattfanden, scheint den Behördenleiter offenkundig nicht sonderlich zu stören. Aber die wahren Risiken liegen ganz woanders: Wenn es dunkel wird und die elektronische Kommunikation ausfällt, bricht recht schnell das öffentliche Leben vollends zusammen. Mit fatalen Folgen.

>>Frankfurter Rundschau<<

„Das Licht im Hausflur habe um 7.20 Uhr kurz geflackert und sei dann erloschen, berichtet der 39-Jährige von dem Moment, in dem in Wiesbaden, Mainz und Teilen des Landkreises Mainz-Bingen gestern der Strom ausfiel. Der Bus der Eswe-Verkehr sei durch die gespenstisch dunkle Landeshauptstadt gefahren. In der Schwalbacher Straße, wo normalerweise um diese Zeit Geschäfte und Cafés öffnen und Reklameschilder leuchten, sei alles duster gewesen. Einziger beleuchteter Ort: das Polizeirevier in der Bertramstraße. Der Busfahrer habe die für ihn bestimmte Durchsage auf laut gestellt, mit der er gewarnt wurde, vorsichtig zu fahren: In der Stadt habe es einen Blackout gegeben.“

 

>>Westdeutsche Allgemeine Zeitung<<

„Zahlreiche Essener Stadtteile waren am Freitagnachmittag plötzlich ohne Strom. Unter anderem in Frillendorf, Stoppenberg, Rüttenscheid, Holsterhausen, Huttrop, Kray, Steele und im Ostviertel fiel der Strom aus. Der Betreiber Westnetz bestätigte einen Spannungsabfall.“

 

>>Allgäuer Zeitungsverlag<<

„Im südlichen Oberallgäu ist Montagabend der Strom ausgefallen. Nach Angaben des Stromversorgers AÜW waren rund 20.000 Haushalten in Immenstadt, Sonthofen, Fischen, Oberstdorf und dem Kleinwalsertal betroffen.“

 

>>Welt<<

„Feuerwehren, Rettungsdienste, Zoll und Polizei – all diese Organisationen nutzen ein eigenes digitales Mobilfunknetz. Das als besonders sicher geltende Netz hat allerdings offenbar ein großes Manko. Sicherheitsbehörden in Deutschland könnten bei einem großflächigen Stromausfall nach Einschätzung der Bundesregierung nur noch für eine kurze Zeit weiter über das digitale Netz kommunizieren. Das enthüllt jetzt eine Kleine Anfrage mehrerer Linke-Abgeordneter des Bundestags. Eine Ersatzstromversorgung des digitalen Funknetzes etwa der Polizeien sei „zurzeit für einen Zeitraum von zwei Stunden vorgesehen“, heißt es in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf die Anfrage.“

 

>>Survival Blog<<

„Im Sommer 2011 trat ein Stromausfall den Großraum Hannover. Dass es im Zuge des Stromausfalls zu Plünderungen von Geschäften kam ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist die schlechte – ja in Wahrheit dilettantische – Vorbereitung der Einsatzkräfte und der Einrichtungen des öffentlichen Lebens. So musste die Feuerwehr mit Notstromaggregaten den Betrieb der Intensivstation im örtlichen Krankenhaus sicherstellen.“

 

>>Der Tagesspiegel<<

„Laut einer Studie der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht hätten die Behörden beim Kollaps des Stromnetzes kaum Chancen, das öffentliche Leben aufrecht zu erhalten.“

 

>>Berliner Morgenpost<<

„In Friedrichshain ist in der Nacht der Strom ausgefallen – und nur Minuten später flogen Steine und Böller. Ein Supermarkt wurde geplündert.“

Fahrlässig: Die Risiken von Stromausfällen sind bekannt. Das es Infolge dessen, schon häufiger in der Vergangenheit zu Ausschreitungen gekommen ist, wissen die Behörden ebenso und ihre eignen Studien bestätigen dies nocheinmal. Demzufolge wäre es dringend erforderlich, die zuverlässige Kohleverstromung zu erhalten und die Ausbau der Erneuerbaren Energien unverzüglich zu stoppen.

 

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