Sturm der Banken: Die große Flucht in Sachwerte

Screenshot trustnodes.com

Fragen nach Inflationsschutz und Sicherheit vor Banken- oder Währungszusammenbrüchen bewegen heutzutage viele Menschen. Kaum ein Monat vergeht, wo die Finanzminister wiedereinmal vor neuen fiskalischen „Herausforderungen“ stehen: Bankenrettung, Eurorettung, EU-Rettung, Klimarettung oder Rettung von Flüchtlingen ständig wird mit der Notenpresse neues Geld gedruckt und die Inflation steigt dadurch ständig. Ungeachtet dessen, türmen sich aber gewaltige Risiken auf: Die eines Tages das Banken oder Währungssystem zum Fall bringen können. Selbst Bankvorstände machen sich Gedanken über alternative Anlageformen.

>>Wirtschaftswoche<<

„Der dafür nötige Instrumentenkasten für die Notenbanken und die Politik ist bekannt: Gelddrucken, um die Inflation anzukurbeln, dazu Zinskontrollen bzw Zins-Deckelungen, wie es beispielsweise China bereits tut, gleichzeitige Kapitalverkehrskontrolle, damit das Geld nicht in andere Währungsräume abfließt, dazu eine kräftige Manipulation der offiziellen Inflationszahlen, damit die Zentralbank die Leitzinsen nicht anzuheben braucht. Für Anleger bedeutet das: Einfache Lösungen gibt es in den nächsten Jahren nicht. „Da wir uns in geldpolitischem Neuland bewegen, es gibt keinen historischen Vergleich, kann es per Definition keinen verbindlichen Fahrplan für Anleger geben“, sagt Flossbach. Und weil man nicht vorhersehen kann, aus welcher Richtung der nächste Nackenschlag kommen wird, verbieten sich einseitige Lösungen wie die derzeit unter Wohlhabenden populärste, nämlich fast das gesamte Vermögen in Immobilien zu stecken. Anleger brauchen in den kommenden Jahren zwar durchaus Sachwerte als Substanzschutz, aber sie müssen auch flexibel bleiben; eine Immobilie ist das Gegenteil von flexibel. Sollte der vermutlich noch auf Jahre hinaus dauer-klamme Staat eine schnelle, verlässliche und einfache Einnahmequelle benötigen – wofür die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist – wären Immobilienbesitzer ein einfaches Ziel.“

 

>>Finanzen.net<<

„Viele Anleger haben den Großteil ihres Vermögens in ein eigenes Haus gesteckt und wähnen sich hiermit in Sicherheit, zumindest sobald dieses komplett abbezahlt ist. Gerne wird hier verherrlichend vom Betongold die Rede. Das ist aber nur bedingt richtig. So wurde in Italien 1997 die Dual Income Tax eingeführt, die dazu führte, dass alle Immobilienbesitzer im Rahmen einer Grundsteuer zusätzlich belastet wurden. Diese Grundsteuer blieb bis 2012 in Kraft und wurde erst dann von Ministerpräsident Silvio Berlusconi wieder abgeschafft. Noch größer ist die Gefahr einer solchen Steuer in Krisensituationen, auch in Deutschland: … So hat der deutsche Staat beispielsweise nach dem 2.Weltkrieg auf jede Immobilie und jedes Grundstück eine Zwangshypothek eintragen lassen. Bei einer staatlichen Zwangshypothek wird eine Grundschuld zugunsten des Staates in die Grundbücher eingetragen. Immobilienbesitzer werden somit zwangsweise verschuldet und müssen den neu auferlegten Kredit abzahlen – obwohl sie vielleicht zuvor bereits schuldenfrei waren.“

Auch die Grundsteuer auf Immobilien kann verhältnismäßig einfach erhöht werden. Der Nachteil von Immobilien findet sich bereits im Wort: Diese ist eben „im-mobil“ – also nicht mobil. Irgend ein politischer Grund Immobilienbesitzer zur Kasse zu beten ist schnell herbei geredet und die nächste politische Garde will mit diesen Zwangshypothekenprogramm dann nichts mehr zu tun haben. Jedoch haben andere Alternativen – jenseits des Betongoldes – ebenso ihre Tücken.

>>Kettner-Edelmetalle<<

„Kaufen Sie bitte bei einem „Tafelgeschäft“ nicht über den Onlineshop ein, sondern melden sich telefonisch in unserem Handelszentrum unter der Telefonnummer … Gerne beraten wir Sie vorab telefonisch individuell zu den einzelnen Produkten und zum Bestellablauf. Wir fixieren mit Ihnen auch gerne gemeinsam vor Ihrem Besuch bereits am Telefon die minutenaktuellen, verbindlichen Preise und Stückmengen der gewünschten Edelmetallprodukte. So haben Sie bereits vor Ihrer Abholung die Sicherheit, dass Sie einen fixen Preis bei der Abholung bezahlen müssen. Bei dieser Art von Geschäft sind Sie als Edelmetallkäufer nicht dazu verpflichtet, ihre persönlichen Daten zu hinterlassen. Auch sogenannte anonyme Einkäufe sind rechtsverbindlich und vom Rücktritt ausgeschlossen. Es gelten unsere AGB, die Sie jederzeit auf unserer Website einsehen können. Da wir keine Ware an unserem Geschäftssitz in Boxberg lagern und auch kein übliches Ladengeschäft betreiben, ist eine vorherige Terminabsprache bezüglich der Warenabholung zwingend erforderlich. Gerne informieren wir Sie telefonisch wenn die Abholware in Boxberg parat liegt und zur Übergabe gerichtet wurde. Zum vereinbarten Termin bitten wir Sie unbedingt pünktlich zu erscheinen, damit es keine zeitlichen Überschneidungen mit anderen Abholkunden gibt.“

Unregistrierte Edelmetalle zu kaufen ist in der heutigen Zeit ungemein schwierig: Es gibt Geldwäschegesetze, Höchstgrenzen und wenn man es im Onlineshop kauft, wissen die Behörden bereits von ihren Goldschatz – noch bevor er mit der Post überhaupt eingetroffen ist.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Die Türme der israelischen Diamantenbörse in Ramat Gan nahe Tel Aviv gleichen einem Hochsicherheitstrakt. Kameras überwachen die wenigen Ein- und Ausgänge der „Bursa“, wie Israelis einen der weltgrößten Handelsplätze für Diamanten nennen. Doch es werden nicht nur Diamanten gehandelt: Hier soll auch die Zukunft des Diamantengeschäfts entstehen. Zusammen mit dem israelischen Start-up Carats.io will die Börse mit dem „Carat“ noch dieses Jahr eine eigene Kryptowährung einführen. „So wie sich die Dinge entwickeln, werden wir den Carat im Mai in den Handel bringen“, sagt Nadav Perl, einer der Hauptverantwortlichen bei Carats.io. „Wenigstens 50 Prozent der ausgegeben Währung wird von Diamanten gedeckt sein.“ Das Start-up stellt die notwendige Technologie bereit. Das Unternehmen wird Diamanten kaufen, und sie in einem der vielen Safes der Börse lagern – sie dienen als fester Gegenwert für die digitale Währung. „Zu jeder Zeit werden unsere Kunden ihre „Carats“ gegen echte Diamanten eintauschen können“, verspricht Perl. Von der Börse wurden alleine 2017 Diamanten im Wert von sieben Milliarden Dollar (umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro) in die Welt verschickt. Die Deckung der digitalen Währung soll Investoren mehr Sicherheit geben und das Vertrauen stärken. Kaufen darf jeder – Investoren oder Privatleute. „Mit dem Carat werden wir es jedem Interessenten ermöglichen, in Diamanten zu investieren, ohne tatsächlich welche kaufen zu müssen“, erklärt Eli Avidar, der Geschäftsführer der israelischen Diamantenbörse.“

 

>>Gold.de<<

„Der Name der neuen, durch Gold gedeckten Kryptowährung nimmt demnach unmittelbaren Bezug auf den österreichischen Ökonom und Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek, der neben Ludwig von Mises zu den wichtigsten Vertretern der Österreichischen Schule zählt. Den Angaben zufolge soll die neue Kryptowährung HayekCoin den Wert von einem Gramm Gold zu tagesaktuellen Preisen erhalten und dadurch einen besseren Wertspeicher als zum Beispiel die bekannte digitale Währung Bitcoin darstellen.“

Jenseits des viel zitierten Bitcoin gibt es viele weitere Kryptowährungen und einige davon haben auch eine Bindung an Realwerte: Damit sind sie sogar den meisten klassischen Währungen überlegen, denn diese basieren ebenso wie der Bitcoin – auf rein garnichts – außer Vertrauen.

 

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